Keiner weiß, ob und wie wir in diesem Jahr unter Corona-Bedingungen Weihnachten feiern können, sollen oder dürfen. Da beginnt schon der nächste Streit – um Silvester. Immer mehr Bundesländer kündigen an, dass öffentliches Böllern zum Jahreswechsel verboten sein wird. Ich halte das für nachvollziehbar, denn wenn Lockdown ist und das ganze öffentliche Leben runtergefahren wird, keine Zuschauer in Stadien dürfen und unsere Kinder zwar dichtgedrängt im Schulbus stehen aber nur einen einzigen Freund zu Hause empfangen dürfen, warum sollte dann ausgerechnet am Superspreader-Event Silvester eine Ausnahme gemacht werden?

Ich meine, Silvester am Brandenburger Tor, ist – seit die Mauer fiel – ein Muss nicht nur für Berliner. Eine ganze Tourismus-Sparte schaffte Zehntausende Touristen aus dem ganzen Bundesgebiet zur alljährlich größten Party des Kontinents. Aber nun? Tourismus gibt es ja auch nicht mehr, Reisebüros melden Konkurs an, Hotelbetreiber, Busunternehmer. Elend, wohin man schaut – warum also jetzt eine große politische Debatte um Saufen und Böllern führen? Unser Land hat wahrlich andere Probleme. Und ich möchte gern mit meiner Familie Heiligabend unter dem Tannebaum sitzen, eine würdevolle Heilige Messe ohne Maske feiern, ältere Verwandte zu tee und Gebäck besuchen. Öffentliche Gelage mit Dauerbeschuss von Raketen-Amokläufern? Das ist wirklich das Letze, um das ich mir Sorgen mache.

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Dieser Artikel wurde 6 mal kommentiert

  1. H.K. Antworten

    Sie haben ja so recht.

    Selbstverständlich geht es auch ohne ( m.E. sinnloses, umweltschädliches ) Geböllere.

    Selbstverständlich geht Weihnachten feiern auch ohne Christmette.

    Selbstverständlich geht vieles auch ohne dies und das.

    So, wie viele Unternehmen plötzlich feststellen, daß Home Office für das Unternehmen selbst kostenmäßig deutlich günstiger ist, ebenso wie der Wegfall vieler Dienstreisen, die durch Video-Schalten ersetzt werden.

    Selbstverständlich geht Einkaufen auch ohne Karstadt, Kaufhof und die anderen kleinen Geschäfte in der Stadt.
    Kaufen wir halt alle bequem bei Amazon & Co.

    Selbstverständlich geht Essen und Kaffeetrinken auch zuhause, ohne Café und Restaurant.

    Selbstverständlich kann man auch Urlaub ohne Flug-, Schiffs- oder sonstwas-Reise machen.

    Selbstverständlich kann ich auch leben, ohne meine Nachbarn zu sehen oder zu hören.

    Es GEHT ALLES – irgendwie.

    Aber alles, was man uns wegnimmt, macht es das Leben wirklich reicher, besser, schöner ?

    Vieles, was wir als Einschränkung ansehen, nutzen wir ja oft gar nicht.

    Aber wir KÖNNTEN es – und DÜRFEN nicht.

    DAS ist für viele ganz sicher eine „Einschränkung“.

    Fragt sich nur, wie lange sie dauern und ob sie „sinnvoll, angemessen und begründet“ sind.

    UND es fragt sich, ob man diese Einschränkungen wieder aufhebt – nachdem man festgestellt hat, daß es eben auch OHNE dies und das und das noch geht.

  2. Querdenker Antworten

    Ich neige zu einem jetzt erst recht, auch wenn ich unserem Hund zu liebe in den letzten Jahren auf ein Silvester Feuerwerk verzichtet habe. Ich will selber entscheiden, ob ich an Sylvester mit verantwortungsbewussten Menschen meinen Wein trinke und um Mitternacht mit lautem böllern die bösen Geister und Coronaviren für 2021 vertreibe oder mich im kleinsten Familienkreis mit einem Gesundheitstee von der ARD oder ZDF Fernsehshow anöden lasse. Bei diesen permanenten Bevormundungs- und Verbotsorgien stellen sich mehr und mehr meine Nackenhaare auf. Ich bin nicht bereit mir unter dem Deckmantel Corona vorschreiben zu lassen, wie und mit wem ich das Jahr 2020 beende und auf das neue Jahr freue. Warum kann man das nicht wie in der Straßenverkehrsordnung halten: Jeder hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird. Dies Regel wäre einer demokratischen Gesellschaft mit verantwortungsbewussten und gleichberechtigten Bürger würdig. Die Verbotsorgien sind das Zeugnis einer streng hierarchischen Gesellschaft aus Elite und gemeinem Volk.

    • Hildegard Dr. Königs-Albrecht Antworten

      Hallo, Querdenker,

      mir geht es genauso wie Ihnen. Ich könnte natürlich auf Böllern und erst recht auf Saufen verzichten. Aber ich lasse mir das nicht vorschreiben.
      Was für eine Unverschämtheit von Merkel und Co., dem Bürger diktieren zu wollen, wie er Weihnachten und Silvester zu feiern hat. Der Corona-Wahnsinn muß ein Ende haben. Die große Staatsratsvorsitzende und ihr Gefolge müssen endlich begreifen, daß trotz grenzenloser Unterstützung durch die sog. Qualitätsmedien ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung nicht bereit ist, die wirkungslosen und sinnlosen Maßnahmen weiter zu befolgen. Der Unmut nimmt zu, die Demos hoffentlich auch. Und es gibt Kanäle wie ServusTV oder OvalMedia u.a., die fundierte Aufklärung betreiben. Lassen wir uns nicht weiter mit Zahlenkolonnen verdummen, die nichts, aber auch gar nichts aussagen!

  3. S v B Antworten

    Schade, dass meine geliebte Hündin DAS nun nicht mehr mitbekommt. Ich musste sie am Silvesterabend über viele Jahre regelmäßig mit Tryptophan ruhigstellen, weil sie so fürchterliche Angst vor dem Pfeifen der Raketen und den schrecklich lauten Böllern hatte. Das Ganze kommt für meinen schmerzlich vermissten Vierbeiner also leider um viele Jahre zu spät. Dennoch, Hunderttausende, was sag’ ich, Millionen Vertreter der Gattung Canidae werden das Feuerwerksverbot mit Freude und Erleichterung willkommen heißen.

    Was allerdings das Vorhaben von Herrn Kelle angeht, sich am Heiligen Abend mit seiner lieben Familie UNTER dem Tannenbaum zu versammeln, lässt in mir Zweifel keimen. Gerade im Innenbereich von Häusern und Wohnungen ist für mich ein solches Arrangement unvorstellbar. Und im Wald – ist es kalt. Aber – was weiß man denn schon? Vielleicht gibt’s davon ja mal ein Foto? Als Beweis, sozusagen.

    • H.K. Antworten

      Bei genügend hohen Decken …

      🤗

      … lässt sich sogar ein Feuerwerk abfeuern – statt blödsinnigen puren Geknalles …

  4. Lupo A Antworten

    Selbst, wenn ich Antialkoholiker und bekennender Misanthrop wäre, der von Sylvesterböllern schmerzhafte und grüne Pickel bekommt:

    Das Böllern hat keinerlei sinnfälligen und direkten Zusammenhang mit der Infektionssicherheit und ist damit von der Sache her absurd. Aber ich gebe zu, dass es einer gewissen persönlichen Größe bedarf, dem Opportunismus zu widerstehen und ein in der Sache absurdes Verbot auch dann abzulehnen, wenn es mir persönlich eigentlich gut zupass käme. Die Politik soll sinnvoll agieren und wenn sie dies nicht tut, ist es mir vollkommen egal, ob ich zufällig davon profitiere.

    Das ist einfach eine Frage der Aufrichtigkeit – also der Tugend, die wir ja eigentlich bei unseren Politikern so schmerzlich vermissen. Bei allem Verständnis für diejenigen, die dies nicht aufbringen können: Einen Grund, diesen unverhofften Kolateralnutzen auch noch lautstark zu bejubeln, sehe ich nicht.

    Ich sehe nur ein weiteres Verbot (und jedes davon ist eines zuviel), das dem vorgeblichen Zweck nicht gerecht wird. Und dies gehört angekreidet und kritisiert, nicht bejubelt.

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