GASTSPPIEL BORIS REITSCHUSTER: Partyszene im Freibad aktiv

Vor einigen Jahren habe ich mich in einem Berliner Freibad länger mit einem der Bademeister unterhalten. Anlass und Thema des Gesprächs war die Aggression in den Bädern – die ich zuvor so nicht gekannt hatte. „Die Entwicklung ist dramatisch, das ist nicht mehr wie früher. Wenn es so weiter geht, müssen wir unsere Bäder in ein paar Jahren dicht machen“, warnte der Mann damals und verwies darauf, dass es an den Eingängen bereits Taschenkontrollen gebe wie am Flughafen: „Das einzig Positive ist, dass ich bald in Rente gehe und das hoffentlich nicht mehr miterleben muss“.

An den Bademeister musste ich denken, als ich heute folgende Schlagzeile las: „Berlin: Massenschlägerei nach Spritzerei mit Wasserpistolen – in einem Berliner Sommerbad prügelten 100 Menschen aufeinander ein. Zuvor hatten sich zwei Gruppen mit Wasserpistolen bespritzt.“ Wir erleben also eine Katastrophe mit Ansage. Doch wehe, man spricht darüber – dann ist man „Nazi“. Frei nach dem legendären Ausspruch von Kurt Tucholsky: „In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht“.

Am Nachmittag musste die Berliner Polizei am Sonntag zu der Massenschlägerei in das Steglitzer Schwimmbad „Insulaner“ ausrücken. 13 Funkwagen und Teile einer Einsatzhundertschaft mussten anrücken; es kam zu mehreren Festnahmen und mehreren Verletzten. Auslöser für die Kulmination der Aggression war nichts Geringeres als ein Bespritzen mit Wasserpistolen. Im Internet kursieren Bilder der Eskalation – anzusehen hier.

„Nach bisherigem Kenntnisstand sollen sich gegen 16.25 Uhr zunächst zwei Gruppen, bestehend aus vier und zehn Personen, spaßig mit Wasserpistolen bespritzt haben. Dann soll sich zunächst eine verbale und anschließend eine körperliche Auseinandersetzung entwickelt haben“, sagte eine Polizeisprecherin der Berliner Zeitung. Und weiter: „Als das dortige Sicherheitspersonal einschritt, um zu schlichten, soll die Lage eskaliert sein und sich schließlich etwa die einhundert Personen an der Auseinandersetzung beteiligt haben“.

Erst nach Anrücken der massiven Polizeikräfte beruhigte sich die Lage wieder halbwegs. Die Ermittlungen führten zunächst laut Berliner Zeitungen zu vier Tatverdächtigen: „einem 23-jährigen Mann türkischer Staatsangehörigkeit, einem 21-jährigen Deutschen, einem 21-jährigen Mann aus Saudi-Arabien sowie einem 15-jährigen Deutschen.“ Einer der jungen Männer soll demnach auch auf einen 23-jährigen Sicherheitsmitarbeiter des Schwimmbades eingeschlagen haben. Er kam dem Bericht zufolge in Polizeigewahrsam und wurde erkennungsdienstlich behandelt. Der Angegriffene erlitt leichte Verletzungen an Kopf und Rumpf, die ambulant behandelt werden mussten.

Ein weiterer Tatverdächtiger gab laut dem Blatt an, von einem Unbekannten mit einem Messer angegriffen und am Oberarm verletzt worden zu sein. Er erlitt Schnittwunden und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Den Angaben zufolge wurde eine weitere Person vom selben Mann mit einem Messer an der Schulter verletzt. Weder der mutmaßliche Täter noch dieses weitere mutmaßliche Opfer sind bisher namentlich bekannt. Es wird nun wegen schwerem Landfriedensbruch sowie gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Der alte Bademeister, so meine traurige Befürchtung, hatte Recht. Was wir inzwischen fast schon jeden Sommer in Freibädern erleben, ist dabei nur die Spitze eines Eisberges. Doch wehe, man nennt die Entwicklung beim Namen, oder gar die Ursachen. In den Augen der Verharmloser handelt es sich sicher nur um eine altdeutsche Tradition, und um die „Partyszene“. Der Begriff wurde 2020 deutschlandweit bekannt, weil Polizei und Politik so einen gewaltbereiten Mob, der vorwiegend aus Migranten bestand, beschönigend und irreführend benannten.

PS: Bereits 2019 hatte WDR-Journalist Georg Restle Gewalt-Exzesse in Schwimmbädern verharmlost. Solche Verharmlosung ist ein Teil des Problems.

Dieser Beitrag wurde zuerst auf dem Blog von Boris Reitschuster veröffentlicht hier

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Dieser Artikel wurde 17 mal kommentiert

  1. H.K. Antworten

    Empfehlenswert dazu der Beitrag bei youtube

    „Massenschlägerei mit 100 Männern in Berliner Freibad“.

    Darin u.a. ein Interview mit Rainer Wendt von der Polizeigewerkschaft.
    ( Leider für mich etwas realitätsfremd. Er möchte „Türsteher“ wie in der Disko, die entscheiden, wer rein darf und wer nicht. Ich stelle mir da die kleine Studentin, die sich etwas dazuverdienen will und die Tickets verkauft, vor, wie sie 100 „jungen Männern“ mit Vollbart erklärt „Du kummst hier net rein“ … ).

  2. Hajo H. Antworten

    Jetzt kann ich verstehen, dass der Bau von privaten Pools in unserem gut bürgerlichen Vorort am Rande einer noch wohlhabenden Mittelstadt in Süddeutschland enorm zugenommen hat.

  3. John Brunswick Antworten

    Ich sage es jetzt mal auf die harte Tour: Besser, ihr gewöhnt euch schnell an solche Zustände. Denn „das“ wird so schnell nicht wieder besser. Und falls euch diese Entwicklung nicht zusagt, habt ihr mehrere Möglichkeiten: ihr könnt dauerhaft auswandern in (noch) stabile,europäisch geprägte Länder und Gesellschaften (da fällt mir jetzt tatsächlich nur noch Osteuropa ein, Österreich zum Beispiel ist auf demselben Wege, weiß ich aus eigener Erfahrung), dauerhaftes Auswandern in nicht europäische Gesellschaften, oder ihr bunkert euch in gated communities ein, wie es in zahlreichen „shithole Countries “ gang und gäbe ist. Allerdings würde ich bei der Auswahl des Wachpersonals ganz genau hinsehen. Und glaubt bloß nicht, dass man in der ostdeutschen Provinz davor sicher ist. Das wäre auch nur ein Davonlaufen auf Zeit. Wir waren schon vor 2015 auf keinem guten Weg, was diesen Multikulti- bullshit anging, aber seitdem ist der demografische Drops endgültig gelutscht. Wer das nicht glaubt, darf gerne mal die Suchmaschine des geringsten Misstrauens benutzen und nachsehen, wie die ethnische Entwicklung bei den unter 18 – jährigen ist. Keine Ahnung, was die Zukunft für Deutschland bringt, aber ich habe das dumme Gefühl, dass meine militärische Erfahrung in mehreren Bürgerkriegsgebieten und mein Kampfsport- Training wohl noch mal von Nutzen sein werden.

  4. H.K. Antworten

    Vor wenigen Tagen, am 18.06., berichtete u.a. die „Berliner Morgenpost“

    „Baby Gangs randalieren in Italien – Behörden besorgt“ einigermaßen verharmlosend über rund 2000 Jugendliche ( mit Migrationshintergrund ), die in Peschiera am Gardasee ihr Unwesen trieben.

    Es wurde randaliert, Schaufensterscheiben eingeworfen, Touristen u.a. belästigt etc. etc. etc.

    Und nun ist man in Rom „besorgt“.

    „Baby Gangs“ – klingt doch irgendwie niedlich. Die kleinen Racker sollte man doch mit einem Lutscher und einem „Du du“ in den Griff bekommen können.

    Also, alles halb so wild. Ein nicht zu verallgemeinernder „Einzelfall“.

    Wahrscheinlich die „Partyszene“, die wir schon aus Stuttgart und anderen Städten kennen.

    Wir sollten wirklich mehr tun, um die armen, traumatisierten Kinderchen zu integrieren !

    Ach ja: WER hat diese Leite nach Deutschland/ Europa geholt ?
    WER beklagt wachsenden Antisemitismus und holt immer noch mehr von diesen Herrschaften ins Land ?
    WER sorgt dafür, daß dieses kriminelle Pack immer noch hier ist, von unseren Steuergeldern „gut und gerne“ lebt ?
    WER berhindert Abschiebungen und sorgt für immer mehr und immer neue Straftaten ?
    WER erklärt Täter mit Migrationshintergrund nahezu ausnahmslos als „psychisch gestört“ ?

    Fragen über Fragen.

    Und Antworten, die niemand hören will …

    • gerd Antworten

      „Fragen über Fragen.“

      WER hat diese Leite nach Deutschland/ Europa geholt ?

      Die AfD nicht!

      WER beklagt wachsenden Antisemitismus und holt immer noch mehr von diesen Herrschaften ins Land ?

      Die AfD nicht.

      WER sorgt dafür, daß dieses kriminelle Pack immer noch hier ist, von unseren Steuergeldern „gut und gerne“ lebt ?

      Die AfD nicht.

      WER berhindert Abschiebungen und sorgt für immer mehr und immer neue Straftaten ?

      Die AfD nicht.

      WER erklärt Täter mit Migrationshintergrund nahezu ausnahmslos als „psychisch gestört“ ?

      Die AfD nicht.

      Statt die AfD zu wählen, palavert man über SS-Broschüren, die „angeblich“ beim Parteitag der AfD verteilt werden. Die Nachricht, dass Chrupalla mit nur 53,4% zum AfD Bundessprecher gewählt wurde, löst ein mittelschweres Beben in den Kommentatorbereich auf diesem Blog aus. Gleich darauf ein Artikel über Massenschlägerei in deutschen Freibädern, die uns erpart geblieben wären, hätte man 2015 auf die warnenden Stimmen aus der AfD gehört.
      Ergo: Wie der deutsche Wähler bestellt so wird heute geliefert. Gewöhnt euch dran.

  5. Johannes Antworten

    Wir brauchen „nur“ nach Frankreich zu schauen, dann wissen wir, wie in nicht allzuferner Zukunft die Gesellschaft in Deutschland aussieht.

    Die Regierungen der osteuropäischen Staaten, allen voran Polen & Ungarn handeln völlig richtig in Ihrer Ablehnung der ungebremsten „Zuwanderung“ von Menschen aus Staaten, deren Kultur die gewachsene europäische Kultur ablehnt, bzw. verachtet; allerdings ihre finanziellen Sicherheit „liebt“.

    • H.K. Antworten

      Ich habe leider noch immer nicht begriffen, WARUM ein Land sich selbst dermaßen hasst, daß es sich mutwillig den Löwen zum Fraß vorwirft.

      In Deutschland haben wir eine „ich bin die Claudi“ Roth …

  6. Querdenker Antworten

    Wir haben am vergangenen Wochenende in der historischen Stadt Zadar angelegt, sie ist das Eingangstor zur kroatischen Region Dalmatien und hat fast 80.000 Einwohner. Beim Abendspaziergang mit unserem Bordhund sind wir an den Stränden der Stadt vorbeigekommen. Die letzten Besucher haben ihre Sachen eingepackt und es lag am gesamten Strand kein Müll herum. Nichts, keine Bierdosen, keine leeren Flaschen, alles war sauber. Es wäre eine interessante Fragestellung für einen Soziologen, was unterscheidet die kroatische Gesellschaft von der Deutschen. Ich habe meine persönliche Vermutung, die kroatische Gesellschaft ist nicht multikulturell, bunt und weltoffen, es gibt auch keine sogenannten „Junge Männer“, deren Väter sich nicht um die Erziehung gekümmert haben und in deren Kultur es nicht üblich ist, dass die Mütter den kleinen Prinzen Grenzen vorgeben.

    • H.K. Antworten

      Dreck und Müll hinterlassen ist „in“ – auch auf dem Himalaya.

      Und die „Expert*/-/:/_/Innen“ in Deutschland wissen schon, warum sie fordern „hört auf, eure Kinder zu erziehen !“ …

  7. gerd Antworten

    Das ist die einzig richtige Reaktion auf die Krawalle in den Bädern: SPD will „oben ohne“ für alle in Schwimmbädern erlauben. Schickt die barbusigen Mädels in die Freibäder und bewaffnet sie mit Wasserpistolen. Mal sehen wie lange die Jungs ruhig bleiben. 😉 🙂

    • H.K. Antworten

      Dann ist aber in den Pools sehr schnell kein Wasser mehr vorhanden.

      Das hat die Eigenschaft, in bestimmten Situationen überzuschwappen …

      😂😂

      WAS ein Spaß für die Mädels, wenn sie gleich von 10 Paselacken begrabbelt werden …

      Da schicken viele Väter ihre Töchter doch gern und beruhigt in die „deutsche Bäderlandschaft“ – heißt ja nicht umsonst „Erlebnisbad“ …

  8. GJ Antworten

    Mit einem braven deutschen Bademeister kommt man heutzutage nicht mehr weit. Das müssen dann schon Schränke mit Türsteherqualitäten sein, die möglichst die Sprache der Störer und Klartext beherrschen.

    • H.K. Antworten

      Das dürfen dann gerne 10 Schränke sein – bei 100 durchgeknallten „traumatisierten Goldstücken“, die selbst ins Freibad nur mit Messer gehen, richten auch die dann wenig aus.

      Und für Gottes Lohn arbeiten auch „Schränke“ nicht. Irgendwann kann sich eine Familie mit drei Kindern dann den Eintritt nicht mehr leisten.

      Quo vadis Germania ?!

      • gerd Antworten

        Wie würde Merkel sagen: „Sie sind nun mal da!“
        Deutsche Steuerzahler finanzieren die Freibäder und trauen sich selber nicht mehr in diesselben. Wer ist dagegen? Die AfD! Wer wird dämonisiert? Die AfD.
        Finde den Fehler……

  9. GJ Antworten

    Es gibt schon etliche Städte, die keine Bäder mehr haben. Geldmangel ist der offizielle Grund. Offenbach z.B. leitet die Gelder lieber in Maßnahmen gegen Kinderarmut, Gettokriminalität etc. Bei extrem hohen Ausländeranteil. Da lohnt sich ein tieferer Blick! Dieses Thema war hier auch jüngst auf der Agenda.

    • H.K. Antworten

      Es soll auch Städte geben, die finanzieren Clanfamilien ihre Millionen-Villa und ihre Luxuskarossen durch Sozialhilfe – und niemand, NIEMAND kontrolliert da mal, obwohl jährlich für EINE Familie hunderttausende € ausgegeben werden.

      Und ab und zu weiß man sogar, daß – aber egal. Bloß nicht mit DENEN anlegen.

      Wir haben‘s ja …

      Es dauert nicht mehr lange, dann fliegt in diesem Land der Deckel vom Topf …

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