Das Säbelrasseln in Südostasien geht unbegrenzt weiter. Droht wirklich ein Atomkrieg? Solche Gestalten wie der nordkoreanische Führer Kim Jong Un sind der Grund, warum unser Planet nicht zur Ruhe kommt. Was Kim antreibt, weiß vermutlich nur er allein. Wenn überhaupt. Rational kann man es kaum nennen, selbst wenn er ein halbes Dutzend Langstreckenraketen mit atomaren Sprengköpfen einsatzbereit besäße, sich mit der Supermacht USA kriegerisch auseinanderzusetzen, die Tausende Atomraketen besitzt, technologisch weit voraus.

Jetzt werden Sie sagen: Da gibt es auch noch China! Die scheinen zunehmend genervt von Pjöngjang und seinem schrillen Kriegstreiber. Im UN-Sicherheitsrat stimmte China jetzt Sanktionen gegen das Nachbarland zu – gemeinsam mit USA und Russland. Peking will gute Geschäfte machen und sein Land voran bringen. Aber China hat auch kein Interesse an einer dauerhaften starken militärischen Präsenz der Amis vor der eigenen Haustür.

Droht ein Krieg um die koreanische Halbinsel? Schwer vorstellbar, dass jemand wirklich auf den Knopf drückt. Denn Gewinner könnte es in einem solchen Konflikt nicht geben.

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Dieser Artikel wurde 6 mal kommentiert

  1. Alexander Droste Antworten

    Man könnte meinen, da wären Sandkastenrabauken. Nur hauen die nicht mit Förmchen und werfen mit Sand.

    • S v B Antworten

      Ja, das Verhalten Kim Jon Uns trägt – wie die ganze Person – für mich erschreckend infantile Züge. Leider verleiht gerade dieser Umstand der gegenwärtigen Eskalation eine beängstigende Unberechenbarkeit. Der Führer Nordkoreas ist zur Zeit wohl die gefährlichste Persönlichkeit in der Weltpolitik. Wenn ich mich recht entsinne, waren die Kontrahenten in den langen Jahren des Kalten Krieges im Vergleich zu Kim wahre Ausgeburten der Vernunft. Ob man bei Kim Jong Un mit einem Quentchen Restvernunft rechnen darf, wird sich herausstellen. Die Welt sollte beten, dass dem so sein möge. Wenn kein Wunder geschieht, dürfen wir sicher damit rechnen, dass der verhältnismäßig junge Kim nicht nur die Menschen Nordkoreas, sondern auch die der halben Welt viele weitere Jahre bzw. Jahrzehnte lang beschäftigen wird.

  2. Ruth Antworten

    Sehr geehrter Herr Kelle,

    mal anders gefragt, war haben die Amis in der Gegend überhaupt zu suchen? Warum müssen sie militärisch dort präsent sein?

    Und mit Kim Jon Un kann man auch klüger umgehen – wenn er dicke Backen macht, ab auf die Stille Treppe mit ihm, d.h. Isolation und ihn ignorieren. Keine Lieferungen mehr in da Land, keine moderne Technik, kein Internetzugang, keine Rohstoffe, keine Süßigkeiten. Und dann darauf hoffen, dass das Volk Nord Koreas sich besser früher als später besinnt, was es eigentlich will.

    • Leyh Antworten

      Hallo Ruth,
      Wissen Sie was eine Diktatur des Proletariats ist?
      40 Jahre hat diese gehalten!

    • Klaus Kelle Antworten

      Sehr geehrte Ruth,

      wenn es so einfach wäre, würden es alle Entscheider ja so machen. Nordkorea ist natürlich auch ein Spielball der Großmächte USA und China. Wie ich geschrieben habe, denke ich, dass Kim versuchen wird, nun bei den Atommächten mitzuspielen und endlich eine wichtige Rolle in der Staatengemeinschaft zu spielen, statt der Paria zu sein. China hält die Hand über Kim, weil es den Einfluss der Amis in Südostasien kleiner machen will. Und die USA sind weltweit präsent, weil sie finanziell und militärisch das einzige Land sind, das es kann…

  3. Walter Lerche Antworten

    Lieber Herr Kelle, ich bewundere Ihre Haltung zu glauben, dass die USA immer noch die Guten sind.

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