„Bürgerdialog“ mit Kanzler Merz – nah bei den Menschen geht anders

Ich habe in den vergangenen Monaten mehrfach an dieser Stelle ehrlich bekundet, wie fassungslos ich über die „Performance“ der Regierung des Bundeskanzlers Friedrich Merz (CDU) bin.

Über das Kabinett – mit Ausnahme vielleicht von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) – aber besonders über den Kanzler aus dem wirklich schönen Sauerland. Und ich habe öffentlich bekannt – trotz Wahlgeheimnis –, dass ich bei Bundestagswahlen seit 2009 nicht mehr die CDU gewählt habe, obwohl ich seit meiner Jugend überzeugter und damals auch engagierter Christdemokrat bin. Aber der schleichenden Zerstörung meiner Partei und meines Landes durch Frau Merkel einfach zusehen? No way…

Als Merz dann im dritten Anlauf CDU-Chef wurde, flammte bei mir – wie bei vielen Freunden und Bekannten – die Hoffnung auf, wir könnten die verlässliche und strukturierte Volkspartei der Mitte mit liberalen, konservativen und sozialen Grundbausteinen doch noch wieder zurückbekommen.

Es sollte sich als Irrtum herausstellen…

Ich habe am 23. Februar vergangenen Jahres nach 16 Jahren bei einer Bundestagswahl erstmals wieder die CDU angekreuzt, zwei Kreuze auf dem Stimmzettel hinter der Union, so wie ich es vorher jahrzehntelang gemacht hatte.

Aber ich hätte schon bald darauf wissen können, dass das ein Missverständnis, ein echter Fehler war, als Merz zwei Anläufe brauchte, um im Deutschen Bundestag zum Kanzler gewählt zu werden.

Ja, ich hätte es wissen können

Schon bei seiner ersten Kandidatur als Parteichef, wo man in weiten Teilen der CDU bereit war, Merz zu wählen, aber nicht wusste, wie man mit ihm dran sein würde.

Ein guter Freund, Funktionär aus der Nord-CDU und kein Freund des Ministerpräsidenten Günther in Schleswig-Holstein, erzählte mir von Gesprächen mit CDU-Politikern an der Küste, die die Merz-Ideen gut finden und sogar begeistert von seinen Redeauftritten waren, aber sagten: „Der spricht nicht mit uns…“

Gerade die Funktionärsebene, die Abgeordneten, sie alle wollen bei einer neuen Führung frei nach Heide Simonis (SPD) wissen: Was wird dann aus mir?

Und da kommt nichts

Friedrich Merz ist ein guter Rhetoriker, aber ein erschütternd schlechter Kommunikator.

Helmut Kohl war brillant. Der rief selbst, als er Bundeskanzler war, morgens erst einmal Kreisvorsitzende seiner CDU an, um ihnen persönlich zum Geburtstag zu gratulieren. Phantastisch! Selbst Frau Merkel, die ich inzwischen verachte für das, was sie der Partei Adenauers und Kohls angetan hat und noch mehr unserem Land mit ihrer irren Flüchtlingspolitik, wusste, wie Macht funktioniert und Volksnähe („Äntschie“). Auch von ihr gibt es viele Geschichten in der CDU, wo sie sich um kleine Dinge bemüht hat, wo sie persönlichen Kontakt suchte und auch half.

Aber Friedrich Merz kann das nicht

Er hat kein Gespür für die Leute. Er ist keiner, den man umarmen oder mit dem man in der Kneipe ein Bier trinken möchte, so wie das der legendäre frühere NRW-Ministerpräsident Johannes Rau von der SPD machte.

Auch als Ministerpräsident ging der meistens jede Woche in seine Stammkneipe „Richter in der Beek“ in Wuppertal, meistens mittwochs und sonntags, um als Privatmann mit Freunden dort Skat zu spielen und Bier zu trinken. Ein Ministerpräsident zum Anfassen, auf jeden Fall zum Ansprechen. Einer aus dem Volk.

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Selbst als Rau Bundespräsident war, ging er gelegentlich in Berlin raus zum Skatspielen.

Und jemand aus seinem direkten Umfeld erzählte mir mal, wie akribisch seine Besuche zum Beispiel in Betrieben vorbereitet wurden.

Da machte der MP irgendwo im Ruhrgebiet eine Runde durch den Betrieb, blieb beim Schweißer oder Werkzeugmacher stehen, um die Hand zu schütteln, und sagte dann so was wie: „Freut mich, Sie wiederzusehen. Wie macht sich denn Ihr Sohn Felix, Matheunterricht läuft? Und hat er noch ein Brüderchen bekommen?“ Da fallen die Leute fast in Ohnmacht: Der Ministerpräsident fragt nach meinem Sohn und weiß sogar noch dessen Namen! Das vergessen Menschen das ganze Leben nicht. Das ist so wie vorgestern beim Papstbesuch in Madrid, wo der Heilige Vater zahlreiche Babys gereicht bekam, um sie zu segnen. One Moment in Time, sang die große Whitney Houston einst…

Und Friedrich Merz?

Der steigt im blauen Designeranzug mit James-Bond-Sonnenbrille in sein Privatflugzeug. Verstehen Sie mich nicht falsch, das kann er machen. Aber „nah bei den Menschen“ – das funktioniert anders.

So wie ja auch Berlins Regierender Bürgermeister – leider auch ein CDU-Politiker – den Matchball zur Wiederwahl im September versemmelt hat, als er beim Stromausfall von 50.000 Haushalten im Südwesten seiner Stadt – wo übrigens ein großer Teil seiner Stammwählerschaft wohnt – nicht gleich am ersten Tag vor Ort war, heißen Tee an die Feuerwehrleute verteilte und Hilfszusagen für die Bürger machte, sondern Tennis spielen ging und das auch erst noch verschwieg.

Es ist atemberaubend für jemanden, der sich wie ich seit Jahrzehnten mit politischer Kommunikation und Kampagnen beschäftigt, das beobachten zu müssen.

Und damit kommen wir noch kurz nach Salzwedel in Sachsen-Anhalt, wo Anfang September möglicherweise einer von der AfD zum neuen Ministerpräsidenten gewählt wird.

Gut, dass Merz da zum „Bürgerdialog“ fährt, um gute Stimmung zu verbreiten

Im Kulturhaus Salzwedel hatten sich 250 Bürger versammelt, um mit dem Regierungschef zu diskutieren und auch ihre Alltagssorgen und Nöte vorzutragen. Vor laufenden Kameras erzählte Silvia Dronsch (53) aus Suhlendorf davon, wie sie im Frühjahr 2025 von ihren Ärzten die Diagnose (schwarzer) Hautkrebs im Endstadium IV erhalten habe und nun auf die Operation der befallenen Lymphknoten warte. Sie schilderte, dass sie sich nicht einmal mehr ihre eigene Beerdigung leisten könne, und kritisierte die Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem sowie die gleichzeitig diskutierten Pläne, die Politikerbezüge zu erhöhen.

Und wie reagiert der Bundeskanzler?

Der wies die Vorwürfe der Frau schroff zurück, warf ihr vor, falsche Behauptungen aufzustellen, und forderte sie auf, diese „nicht einfach ungeprüft zu wiederholen“. Merz: „Zu keinem Zeitpunkt ist von irgendjemandem erwogen worden, die Bezüge der Mitglieder der Bundesregierung anzuheben.“

Das kann er klarstellen, und es ist sogar richtig, aber es war sein Tonfall, mit dem er Frau Dronsch öffentlich abbügelte, der bundesweit für Empörung sorgte.

Eine schwer kranke Frau, die sich sorgt, ob sie ihre eigene Beerdigung noch bezahlen kann, schroff und belehrend abzukanzeln – was ist das für ein Mensch?

Will man so jemanden, der unfähig zu demonstrativem Mitgefühl ist, der Empathie, so er sie empfindet, nicht zeigen kann? Bundeskanzler der Herzen wird Friedrich Merz ganz sicher nicht mehr.

Was würde also ein Berater, ein Pressesprecher, ein Spindoctor dem Kanzler nach diesem Desaster raten?

Ich zum Beispiel hätte gesagt: Ruf die Frau an und entschuldige Dich für den blamablen Auftritt!

Andere hätten die Wagenkolonne mit Merz direkt auf die A2 in Marsch gesetzt, um mit ein paar Blumen – und meinetwegen Fotografen – an ihrer Haustür zu klingeln, sich zu entschuldigen und zu fragen, was er persönlich tun kann, um zu helfen und ihre Lage zu verbessern.

Doch mitnichten

Stattdessen bekam Frau Dronsch im Juni einen Brief aus dem Kanzleramt. Ein Mitarbeiter übermittelte ein Schreiben, das der Krebspatientin „Kraft“ und „Zuversicht“ für ihren weiteren Lebensweg wünschte. Beigelegt war eine Autogrammkarte von Friedrich Merz, auf der er handschriftlich die Widmung „Alles Gute“ hinterlassen hatte.

In diesem Land passieren Dinge, die kann man sich gar nicht vorstellen.

Der „Vorfall“ erinnert an das Jahr 2004 (Hinweis: Im Original stand fälschlich 2024), als Merz, damals einfacher Bundestagsabgeordneter, sein Dienst-Notebook an einem Berliner Taxistand liegen ließ.

Der damals obdachlose Enrico J. fand das Gerät, auf dem sich hochsensible Daten der Bundesregierung und der CDU befanden, auch die private Telefonnummer von Angela Merkel.

Statt das Notebook auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen, verhielt sich der Mann ehrlich und gab es ordnungsgemäß beim Bundesgrenzschutz am Bahnhof ab. Als Kontaktadresse hinterließ er die eines Obdachlosenheims.
Vier Wochen später erhielt der Finder ein Paket. Darin befand sich kein Finderlohn in bar, sondern ein von Merz handsigniertes Exemplar seines eigenen Buches über das Ende der Wohlstandsillusion.

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Dieser Artikel wurde 90 mal kommentiert

  1. Tina.Hansen Antworten

    Als Schon-lange-nicht-mehr-CDU-Wählerin ertappe ich mich mitunter bei einem gewissen Mitgefühl für Friedrich Merz. Er KANN es einfach nicht, kann es wirklich nicht, er ist überfordert und gefangen am falschen Platz. Empathie kann man nicht lernen. Bei seiner Kommunikation könnten ihm gute Berater helfen, aber er scheint keine zu haben. Es ist ein Trauerspiel, das man manchmal nur noch mit Galgenhumor ertragen kann.

  2. H.K. Antworten

    Herr Kelle, daß Sie Ihren Irrtum und Ihre Enttäuschung über Friedrich Merz hier so unverhohlen eingestehen:

    Chapeau !

    Eine derartige Offenheit hätte ich nach all Ihrem Bashing ( „der schreibt immer nur: Merz liefert nicht“ o.ä. ) nicht erwartet.

    Und, auch meinerseits ganz klar:

    Nein, es ist mitnichten auch nur andeutungsweise ein „Triumph-Gefühl“ nach dem Motto „siehste, hab‘ ich ja gleich gesagt“ vorhanden.

    Vielmehr ist es nicht nur eine absolute Enttäuschung über gebrochene Wahlversprechen, nein, es ist das eindeutige Gefühl, von Anfang an von dem Mann belogen und betrogen worden zu sein.

    Ich sage es ganz offen: Friedrich Merz verhält sich weder christlich noch demokratisch noch konservativ.

    In manchen Kreisen nennt man so jemanden wohl „Rohrkrepierer“.

    Helmut Kohl würde sich im Grabe herumdrehen.

    Es kommt absolut kein Gefühl von „hab ich doch recht gehabt“ auf, es kommt das beklemmende Gefühl, daß es unter diesem Kanzler mit unserem Land endgültig bergab geht.

    Die Sozen können nichts, haben entweder nichts gelernt, nie gearbeitet oder sind hoffnungslos überfordert.

    Und ausgerechnet an DIE hängst sich der Vorsitzende der christlich demokratischen Union.

    Er KANN es nicht. Ja, er kann im Grunde GAR NICHTS, was nötig ist, um Kan(n)-zler dieses Landes zu sein.

    Ich könnte es ganz sicher auch nicht – aber deshalb bin ich auch nie angetreten.

    Friedrich Merz muß weg – ganz schnell. Ansonsten geht die CDU den Weg der Democrazia Cristiana.

    Ich fürchte allerdings, nur mit dem Rücktritt des Kanzlers ist es nicht getan, denn WER aus der Union sollte das Amt übernehmen ?

    Hendrik Wüst, der nicht einmal sein eigenes Kabinett, speziell seine für Solingen verantwortliche Integrationsversagern, im Griff hat ?

    Daniel Günther, der die Mauerschütz*/-/:/_/•/Innenpartei am liebsten links überholen würde ?

    Markus Söder, der in Bayern auf einem absteigenden Stern hockt ?

    Ich sehe niemanden.

    Und dann wäre da noch Anfang 2027 die Wahl der/ des Bundespräsidentenden.

    Karin Prien ? Im Ernst ?

    Juli Klöckner ?

    Oder doch lieber „Mutti“, „Sie kennen mich“, „Wir schaffen das“ ???

    Wir sollten darauf gefasst sein, daß das Licht am Ende des Tunnels auch ein entgegenkommender, wenn auch verspäteter ICE sein könnte …

      • Gerd Franken Antworten

        @Klaus Kelle

        „Ich habe meine Enttäuschung über Merz hier (und anderswo) zigfach zum Ausdruck gebracht,“

        Das hat H.K. genauso gemacht. Ich ebenfalls und noch einige mehr. Aber mal eine ernsthafte Frage: Wie kann man jemanden wählen, der den Bürgern verspricht, dass links vorbei ist, und dann vor der Wahl ankündigt mit der SPD ins Bett zu steigen? Ich möchte es gerne begreifen.

          • Gerd Franken

            Ich frage den Wähler Klaus Kelle, wie man jemand wählen kann der offensichtlich keinen Plan hatte. Nun ist ultralinks präsenter denn je. (Josef Kraus)

          • Gerd Franken

            Ich möchte nur verstehen, warum Sie die CDU gewählt haben, obwohl der Superstaatsmann Merz vor der Wahl mit einer Lüge begonnen und nach der Wahl, wie von mir und anderen vorausgesagt, mit Lügen fortgesetzt hat. Meine Wahlempfehlung war und ist immer noch die AfD….auch der Tatsache geschuldet, dass nahmenhafte ehemalige CDU Mitglieder diese Partei gegründet haben. Die können ja nicht so ahnungslos gewesen sein.

          • Klaus Kelle

            Ich wähle keine Parteien, die (in Teilen) das Geschäfts feindlicher Mächte gegen Deutschland betreiben, das wissen Sie doch, lieber @Gerd Franken hier

          • Gerd Franken

            @Klaus Kelle

            Ja, ich weiß das. Wobei ich anmerke, dass die feindlichen Mächte innerhalb Deutschlands mit Merz an der Spitze weitaus gründlicher arbeiten, als die Orks in Moskau.

          • H.K.

            „ Klaus Kelle
            12. Juni 2026
            Und Sie empfehlen dem Wähler Klaus Kelle den ahnunghabenden Superstaatsmann Chrupalla?“

            Hat der auch schon bewiesen, daß er keine Ahnung hat, nicht regieren kann, seine Wähler belügt und das Gegenteil dessen tut, was er versprochen hat ?

          • Klaus Kelle

            Dass er keine Ahnung hat ist offensichtlich. Und weil man davon ausgehen muss, dass er das, was er redet, auch umseten will, werden wir verhindern, dass er keine Chance dazu bekommt

          • H.K.

            „ werden wir verhindern, dass er keine Chance dazu bekommt“

            Äääh …
            Ah ja …

            Sagen Sie doch einfach, daß Sie ihn wählen !

            🤗

          • Gerd Franken

            @Klaus Kelle

            „Und weil man davon ausgehen muss, dass er das, was er redet, auch umsetzen will,“

            Ja es soll noch Politker geben die das umsetzen was sie reden. Immer her damit…..

            „werden wir verhindern, dass er keine Chance dazu bekommt“

            Wir? Die CDU? Sie und Ihre Frau? Melanie Amann? Mario Voigt? Na denn, frohes Schaffen.,,,,

          • H.K.

            Wenn alle „VERHINDERN, daß er KEINE Chance bekommt“, haben „die da“ mehr als die absolute Mehrheit.

          • Gerd Franken

            „Zur Not alle zusammen“

            @Klaus Kelle

            Holen Sie sich Verstärkung, das wird nämlich ein dickes Brett. Hape Kerkeling, Campino oder Grönemeyer wäre mein Vorschlag. Auch die vereinzelten Auftritte Ihrer Gattin bei Nius, mit exzellentem Kanzlerbashing sind erst mal nicht hilfreich.

          • H.K.

            Diesen Kanzler muß niemand „bashen“.

            Das macht der schon selbst. Wie jetzt bei den Golfplatz-Rumstehern.

    • Tina.Hansen Antworten

      Julia Klöckner wäre einen Versuch wert. Aber auch dann wäre das Problem nicht gelöst, mit wem die Union regieren soll, wenn die AFD aus irgendwelchen Gründen, die ich immer wieder vergesse, nicht in Frage kommt und die SPD sich in Richtung 5-Prozent-Hürde absetzt.

      • Gerd Franken Antworten

        Es gibt ja nun ausserdem noch eine Petition Hape Kerkeling als Bundespräsident aufzustellen. Die Begründung: »Deutschland braucht an der Spitze keine Parteitaktik, sondern eine Persönlichkeit, die unser Land würdig repräsentiert und gesellschaftlichen Zusammenhalt stiftet.«

        Und wir wundern uns bitte nicht, warum uns keiner mehr Ernst nimmt.

        • H.K. Antworten

          Also, als Königin Beatrix könnte ich mir den/ die/ das neue Bällwüh-Bewohnende schon vorstellen.

          Hat sowas huldvoll Royales – am besten mit Schlämmer-Gebiß …

          Vielleicht wäre auch Udo Lindenberg oder Prinz Krumbiegel eine ausgezeichnete Wahl …

          Oder Jan Böhmermann ? Oder doch Günther Jauch ?

    • Sarnersee Antworten

      Es sind genau diese empathiefreien Charaktere, die in diese Positionen der Macht drängen. Es ist nicht umgekehrt. Macht befreit nicht zwingend von der Fähigkeit zum Mitgefühl. Mein beruflicher Alltag kennt genau diesen Charakter, mit Leitungsfunktion.

      Seitdem Merz wieder auf der politische Bühne zurück ist, sehe ich verblüffende Parallelen, selbst Körpergröße und ungelenke Gestik sind nahezu identisch. Es ist die großgewachsene Erscheinung in Verein mit Eloquenz, die die Leute zunächst beeindruckt. Beides wertet sie irrtümlich auf. Denn geht es ans Eingemachte, bekommen sie Angst, da sie sehr wohl um ihre Limitierungen wissen und ergo ihre   Demaskierung fürchten.

      Merz ist aktuell genau in diesem Prozess. Er kann es einfach nicht, wenn es darauf ankommt. Er ist nur der Doppelgänger der Person, die er vorgibt zu sein, weiss es aber im Gegensatz zum Protagonisten im Fernsehfilm nicht. Seine Reaktion in Salzwedel entlarvt einen Narzissten, der erst mal an sich denkt, wenn er einen Missstand zu hören bekommt, d.h. seine erste Frage und v.a. erste Sorge ist, ob ihm selbst, also seiner Person, die Kritik gilt. Ihn interessiert nicht zuallererst das Du, das Gegenüber, sondern allein sein Ich. Eines Kanzlers völlig unwürdig und sogar abträglich. Merz muss Kanzler sein, Merkel durfte es sein. Das ist psychologisch ein Riesenunterschied.

      Alle Leitungsebenen größerer Unternehmen, Organisationen, Institutionen etc., selbst wohltätige, hierzulande sind überflutet mit diesen Charakteren – ein Umstand, der maßgeblich zum Niedergang unseres Landes beiträgt. Warum gerade diese nicht sonderlich begabten dafür aber umso eitleren Menschen seit mindestens zwei Jahrzehnten überproportional in solche Positionen kommen, kann nur mit dem Phänomen der Existenz „stiller Seilschaften“ erklärt werden, d.h. Inkompetente fördern Inkompetente, damit ihre Inkompetenz verborgen bleibt.

      Diese Menschen sind tragischerweise mehr Opfer als Täter, denn sie wurden bereits als Kind von ihrer Umgebung so konditioniert. Gefühle zeigt man eben nicht. Leider erkennen viel zu wenige Menschen diese „Toxizität“ in ihrem eigenen Umfeld, da viele selbst inzwischen vom Narzissmus infiziert sind.

      „Toxic Leader“ ist in der Wirtschaftspsycholgie ein immer häufiger fallender Begriff. Er geht einher mit der sog.  „Dunklen Triade“: Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie (mangelndes Mitgefühl).
      Die Personen sind völlig ungeeignet für jegliche Führungsverantwortung und vergiften nachhaltig das Arbeitsklima. Da sie sich ihrerseits durch ihre Führung gedeckt wissen, die ebenso narzisstisch ist, haben sie nichts zu befürchten.

      Wenn ich mich festlegen müsste, nach inzwischen 17 Jahren Erfahrung mit solchen Narzissten, würde ich in genau diesem Phänomen primär die Ursache sehen, warum Deutschland sich gerade selbst aus seinen Angeln hebt.

      Mir fehlt tatsächlich jegliche Phantasie, wie diese Leute aus ihren Ämtern und Leitungsfunktionen entfernt werden können und durch Persönlichkeiten ersetzt werden, die gegen diesen „Virus“ vollkommen immun sind. Und ich kann auch nicht beantworten, warum ausgerechnet Deutschland eine so geeignete Brutstätte für den Narzissmus ist.

      • H.K. Antworten

        @ Sarnersee

        Off topic:

        Ich war etwas überrascht, von Ihrer Seite keinerlei Antwort mehr auf meine Ausführungen über Johannes Winkel und das Thema Altersversorgung/ Rente/ Pension mehr zu lesen.

        • Sarnersee Antworten

          @H.K.,
          zu Off topic:
          ich nahm Ihre aufschlussreichen Schilderungen zur Kenntnis und wusste und wollte dem nichts hinzufügen. Johannes Winkel beeindruckte mich durch seine Opposition zum Sondervermögen, er blieb konsequent im Wissen, dass es das mit seiner pol. Karriere in der Union wahrscheinlich gewesen sein würde. Viele andere der JU fielen bekanntlich um und ermöglichten den Wahnsinn. Auch andere seiner Wortmeldungen waren couragiert. Tiefer habe ich mich mit der Person allerdings nicht beschäftigt. Und ich wollte ihn nicht verteidigen. Deshalb sah ich keinen Grund Ihnen zu antworten.

          Vielleicht in diesem Off-Topic-Kontext noch eine Ergänzung:
          mit meinem Ruhestand habe ich mich direkt zu Beginn meines Berufseinstiegs beschäftigt – Sie waren ja „erschrocken“. Hätte das aber im Rückblick schon mit der Immatrikulation machen müssen, nicht aus etwaigen monetären Motiven. In diesem Alter träumt man noch und der Lebensfokus war wahrlich ein anderer.

          Wenn ein Kubicki mit 74 meint, geistig noch einen Beitrag für das Gemeinwohl leisten zu können, werde ich das auch könen und wollen, wenn es die Gesundheit zulässt. Viele, die körperlich schwer gearbeitet haben, im Schichtdienst oder mit zwei Jobs in einem16h-Tag ihren Lebensunterhalt verdienen mussten, können ihr gelerntes und internalisiertes (oft handwerkliches) Tun oft mit Mitte 50 schon nicht mehr der Gesellschaft anbieten. Eine gute Gesundheit ist mit nichts zu bezahlen. Mit nichts! Neid ist Einfalt. Und wenn ich 20 Jahre länger Sozialbeiträge leiste, vorausgesetzt der Arbeitgeber macht mit, als ein gesundheitlich schwer Angeschlagener, der seinen geliebten Beruf schon früh nicht mehr nachgehen konnte, ist das absolut in Ordnung und greifbarer Ausdruck einer Solidargemeinschaft. Unsere Gemeinschaft krankt doch daran, dass jeder den anderen beäugt und Sorge hat, er selbst käme zu kurz. Eine solche Gesellschaft ist krank. Und unsere ist es, hochrgradig. Eine Gesellschaft der Krämerseelen.

  3. H.K. Antworten

    Das Schlimme ist, daß selbst wohlmeinenden ( auch ehemaligen ) Unionswählern immer mehr – sagen wir: nicht als hellste Kerze auf der Torte zu bezeichnende CDU-Politiker präsentiert werden.

    Über den Vorsitzenden und nichts könnenden Kanzler haben wir hinreichend gesprochen.

    Über den Berliner Regierenden eigentlich auch, genauso wie über den Genossen Günther.

    Und nun ist der Thüringer Plagiator nicht nur seinen Doktortitel los, nun steht auch noch im Raum, daß er Gast-Beiträge per KI schreiben lässt, die nun gelöscht werden.

    WER bitte soll führende Unionspolitiker noch ernst nehmen ?

    Und da WUNDERN wir uns tatsächlich über Umfrageergebnisse wie derzeit ?

    • Tina.Hansen Antworten

      Erinnern Sie sich noch an den Salz oder Zucker-Spot aus Voigts letztem Wahlkampf? Zum Fremdschämen. Den Gastbeitrag hat die KI übrigens für die FAZ geschrieben, nicht für irgendein Provinz-Blättchen in Thüringen.

    • H.K. Antworten

      Schawan, Guttenberg und wer noch alles: Wegen Plagiatsvorwürfen zurückgetreten.

      Wieso tritt eigentlich der Thüringer Doktortitel- und Wahlverlierer nicht zurück ?

      • Tina.Hansen Antworten

        Das ist heute nicht mehr üblich.
        Ausserdem muss er Thüringen vor dem Faschismus bewahren, schon vergessen?

  4. Martin Ludwig Antworten

    Wenn F. Merz nicht bald die Kurve bekommt, werden wir in Deutschland Zustände wie aktuell in Belfast erleben.
    Ich für meinen Teil weiß jedoch nicht, ob wir nicht erst an diesen Punkt gelangen müssen, damit sich in diesem Land nochmal etwas ändert.

    Fakt ist und bleibt:
    Er ist die größte Enttäuschung aller Zeiten. Merkel war nie anders, aber Merz hat große Reden geschwungen und ist als Tiger gestartet. Gelandet ist er nichtmal als Bettvorleger.

    • Johannes Antworten

      @Martin:

      Die Sorge teile ich – Zustände wie in Belfast werden leider immer wahrscheinlicher.

      Und für mich ist er inzwischen mehr als die größte Entäuschung; für mich geht sein Lavieren und seine politische Arbeitsverweigerung in Richtung Staatsgefährdung.

      • H.K. Antworten

        Ich frage mich, warum ihm das niemand einmal steckt.

        Die Union besteht doch nun wirklich nicht nur aus in Blasen lebenden Idioten …

        • Tina.Hansen Antworten

          Ich kenne ihn nicht, aber ich glaube, er ist nicht mehr erreichbar.
          Gucken Sie sich sein Gesicht an, als heute Frau Weidel gesprochen hat. Dieses eigenartige Lächeln. Es stimmt was nicht bei ihm.

        • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

          Jeder/Jede, die ihn kritisiert, wird abgewatscht, ob krank, ob verzweifelt, ob in Sorge um die Zukunft.
          Dazu kommt diese Besessenheit, die Konkurrenzpartei zu verunglimpfen. Kein Vergleich ist ihm abwegig genug. NSPAP und Nazi-Verbrechen werden durch diese Gleichsetzungen bagatellisiert. Die Gräben werden immer tiefer, Dialog und Versöhnung werden unmöglich.

          Sehen Sie sich sein Verhalten bei den Familienunternehmern an, denen er vorwirft, mehr auf dem Golfplatz statt in Talkshows Stimmung für die CDU zu machen.
          Seine arrogante Attitüde und seine Wehleidigkeit sind unerträglich. Merz wollte dieses Amt mit aller Kraft und er klammert sich daran, als ob sein Leben davon abhinge. Dabei zerstört er die Lebensgrundlage der Menschen, für deren Wohl er Sorge zu tragen, gelobt hat.

          Mein Mitgefühl bekommt er ebensowenig wie andere Politiker, die dazu beigetragen haben und auch weiter beitragen, daß sich Deutschland abschafft!

      • Martin Ludwig Antworten

        @Johannes:
        Für mich stellt sich mehr und mehr die Frage: Sind die wirklich nur dumm und gierig, oder beabsichtigen sie diese Zustände?

        Es muss doch selbst der blindeste, sturste und taubste Politiker erkennen, dass dieses Land mit Vollgas auf einen Abgrund zusteuert und sich das Rad des Niedergangs täglich etwas schneller dreht.
        Auch die Kausalzusammenhänge dieser Entwicklung sind nicht schwer zu erkennen. Die Kriminalität steigt, weil die Armut wächst. Die Armut wächst, weil die Anzahl der Nettozahler sinkt. Die Anzahl der Nettozahler sinkt, weil die Abgabenlast zu hoch ist. Die höhe der Abgabenlast führt zu unwirtschaftlichkeit. Unwirtschaftlichkeit führt zu Abwanderung der Betriebe. Abwanderung der Betriebe führt zu einer weiter sinkenden Zahl der Nettozahler…
        Das alleine wäre ggf. noch zu stemmen. Aber gleichzeitig importieren wir zig Millionen arbeitsunwillige Männer aus aller Herren Länder und bezahlen ihnen ein fürstliches Leben ohne Gegenleistung. Wir verschleudern Milliarden von Euro an Steuergeld um Klima, Ukraine und die ganzte Welt zu Retten. Wir sanktionieren Fehlverhalten nur von Nettozahlern und lassen die Empfänger gewähren…

        Ein Staat, der so wirtschaftet, muss seine indigene Bevölkerung und seine Leistungsträger aus ganzem Herzen Hassen.
        Er muss den Niedergang der Gesellschaft mindestens billigend in Kauf nehmen – wenn nicht sogar beabsichtigen.

        Die Frage die sich mir Tag und nach audrängt – WARUM machen die das. Welches Ziel verfolgen sie? Soll es die vereinigten Staaten von Europa geben? Wenn ja, was nützt es uns Menschen aus allen anderen Kulturen zu importieren, den Christlichen Glauben zu verdrängen und die Arbeitsbereitschaft und Arbeitsplätze langfristig zu zerstören? Wovon soll „dieses Europa“ anschließend existieren?

        Ist die Vision von Klaus Schwab und sein gerede von „Sharing Economy“ tatsächlich unser „Plan“?
        „Ihr werdet nichts besitzen und glücklich sein“

        Sozialismus hat ja bisher immer funktioniert. Die Menschen waren wahnsinnig Glücklich. Siehe Nordkorea – dort Tanzt die Bevölkerung und weint vor Freude, wenn sie Ihren Führer treffen darf….

        • H.K. Antworten

          „Wir müssen kriegstüchtig werden“.
          Boris Pistorius, SPD, VERTEIDIGUNGSminister im Kabinett Friedrich Merz, CDU.

          KRIEGStüchtig.

          Passt doch.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Das macht mir auch Bauchschmerzen. Wenn es irgendjemand wagt, die Weiterführung des Ukraine-Krieges in Frage zu stellen oder Gesprächsbereitschaft mit dem Kriegstreiber Rußland anzudeuten, fliegen schon die Fetzen.
            Sie wollen offenbar bis zum bitteren Ende weiter kämpfen, sie sind auch nach hunderttausenden Toten nicht zu Zugeständnissen bereit.

            Im Nahen Osten gab es mal den Slogan „Land für Frieden“. Es hat auch dort nicht funktioniert, weil Fanatiker niemals aufgeben. Aber es gibt nur diese Alternative, Kampf bis zum bitteren Ende oder Verhandlungen mit Zugeständnissen.

          • Klaus Kelle

            Nein, liebe Frau @Dr. Königs-Albrecht,

            wenn bei Ihnen jemand ins Haus einbricht, Sie niederschlägt (was hoffentlich niemals passieren wird), die Einri8chtung kurz und klein schlägt und das Haustier umbringt – meine Frage: Rufen Sie dann die Polizei oder einen „Diplomaten“?

            Ich empfehle, sich von der Vorstellung zu verabschieden, dass Putin so etwas wie ein Staatsmann ist. Er ist ein Monster.

          • H.K.

            @ Klaus Kelle

            Nicht alles, was zwei Räder hat, ist ein Vergleich im Rollstuhl.

            Es wurde nicht bei Frau Dr. Königs-Albrecht eingebrochen.

            Es wurde auch nicht ihr Dackel vergewaltigt.

            Es passierte bei einem Nachbarn, vier Straßen weiter.

            Und wer da zufällig beim Vorbeigehen mitbekommt, was passiert, ruft selbstverständlich die Polizei, aber er/ sie/ es wäre schlecht beraten, angesichts von drei übel dreinschauenden, schwer bewaffneten Gangstern selbst zu versuchen, die Spitzbuben aufzuhalten oder sich ihnen entgegenzustellen.

            Gleichwohl empfiehlt es sich, das eigene Zuhause einmal auf einbruchsichere Schlösser, Fenster und Türen zu kontrollieren.

            Abgesehen davon habe ich noch nie jemanden gesehen, der bei einem Einbruch die Nummer des Auswärtigen Amtes angerufen hätte …

          • Gerd Franken

            Passt hier natürlich nicht ins moralisierte Weltbild rein:

            Péter Magyar der neue Stern in Europa will keine Waffen oder Soldaten in die Ukraine schicken. Hat Chrupalla so ähnlich schon länger gesagt.

          • Klaus Kelle

            Nur, dass Magyar was zu melden hat und Chrupalla nicht

            Außerdem hat er ein paar Dutzend Milliarden an Präsident Selenskyj überwiesen, die Gospodin Orban vorher blockiert jat. Das läuft schon alles prima, wie man jeden Tag im russichen Hinerland sieht

          • H.K.

            Die deutsche Bundesregierung will auch „Verantwortung übernehmen“ im Nahen Osten, nachdem sie erst verkündete, der Krieg ginge „uns nichts an“.

            Ich weiß nicht, warum wir meinen, wir müßten uns überall einmischen, obwohl wir uns noch immer nicht einmal selbst verteidigen können.

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            „Wenn es irgendjemand wagt, die Weiterführung des Ukraine-Krieges in Frage zu stellen oder Gesprächsbereitschaft mit dem Kriegstreiber Rußland anzudeuten, fliegen schon die Fetzen.“

            Wir hatten uns schon einmal darüber ausgetauscht. Ich hatte Ihnen aufgelistet, wie viele unzählige Vermittlungsversuche es von verschiedensten Seiten seit über vier Jahren gibt. Und fragte, was man tun soll, wenn der eine nicht verhandeln will sondern auf seinen Maximalforderungen beharrt.

            Sie ließen das nur bedingt gelten und sagten: versuchen, weiter zu verhandeln. Etwas, das auch ich stets befürwortete, verbunden mit weiterer Unterstützung der Ukraine, um den Verhandlungsdruck aufrecht zu erhalten.

            Dann wirft Putin den Hut in die europäische Arena, erwartet von diesen Initiative und nennt sogar einen möglichen Verhandler: Schröder. Angeblich reist der sogar nach Moskau. Gleichzeitig präsentieren Starmer, Macron und Merz einen Friedensplan und Selenskyi schlägt in einem Brief an Putin ein persönliches Treffen zwischen beiden vor.

            Und die Reaktion aus Moskau? Kreml-Sprecher Peskow weist die Friedens-Initiative der Europäer zurück, Putin sieht keine Grundlage für ein Treffen mit Selenskyj und Lawrow erteilt Friedensgesprächen eine klare Absage: „Die Entscheidung fällt an der Front“.

            Um Sie mal zu zitieren: Wann endlich „fliegen die Fetzen“ bei jenen, die stets Verhandlungen fordern und gegen Waffenlieferungen an die Ukraine sind?

          • H.K.

            @ Harald

            Nichts liegt mir ferner, als einen Herrn Putin zu verteidigen.

            Aber Ihnen ist sicher bekannt, daß Selensky klar geäußert hatte, solange Putin im Amt sei, werde es keine Verhandlungen mit den Russen geben ?

            Ich sage es gern nochmals und nochmals:

            Wir haben in Deutschland, ja in Europa, noch immer nicht begriffen, was es mit dem „Face Losing“ auf sich hat.

            Ich fürchte, Putin wird sich eher die rechte Hand abhacken, als sein Gesicht zu verlieren.

          • Harald

            @ H.K.

            „Aber Ihnen ist sicher bekannt, daß Selensky klar geäußert hatte, solange Putin im Amt sei, werde es keine Verhandlungen mit den Russen geben ?“

            Ihnen ist sicher bekannt, dass Selenskyj Putin schon persönlich in Istanbul treffen wollte und dass er erst die Tage erneut in einem Brief ein persönliches Gespräch angeregt hat.

            Und Ihnen ist sicher auch bekannt, wer nicht nach Istanbul reisen wollte und gerade die Tage ein persönliches Treffen abgelehnt hat.

          • H.K.

            Können oder wollen Sie es nicht begreifen ?

          • Harald

            @ H.K.

            Die Frage gebe ich jetzt mal zurück!

            Im Moment gibt es nur einen, der es dem Gegenüber versagt, die Arena halberlei aufrecht, ohne Gebiets- und Landessouveränitätsverlust zu verlassen. Von persönlicher Gesichtswahrung mal ganz zu schweigen.

          • H.K.

            Also, nochmals langsam, für @ Harald, zum Mitschreiben:

            Selensky hat klargemacht, daß es keine Verhandlungen geben wird, solange Putin im Amt ist.

            Putin hat dann den Rolladen dichtgemacht.

            Nun will Selensky mit Putin reden.

            Aber dessen Rolladen bleibt unten.

            Nun verstanden ? Oder war‘s zu schnell ?

          • Klaus Kelle

            Mich wundert bei Ihren Forumsbeiträgen ja nichts mehr, aber das hier ist wirkich atemberaubend:

            Selensky hat klargemacht, daß es keine Verhandlungen geben wird, solange Putin im Amt ist.

            Das ist 180 Grad entgegengesetzt von dem, was wirklich passiert ist. Aber, ich will mich nicht aufregen. Ist bei Ihnen eh egal…

          • Harald

            @ H.K.

            Jo, reiten Sie mal schön weiter auf dem rum, was Selenskyj vor 4 Jahren mal gesagt hat.

            Ersparen Sie mir die Mühe und Sie sich die Blöße, all das aufzulisten, was Putin über 4 Jahren gesagt und seit dem wieder zurückgenommen, Neues gesagt und auch das wieder revidiert hat.

            Ich für meinen Teil reite weder auf den früheren Aussagen des einen noch des anderen rum sondern orientiere mich an dem, was beide aktuell sagen.

            Und das habe ich Ihnen oben haarklein dargelegt.

            Kleiner Tipp: Das Schwarze sind die Buchstaben.

          • H.K.

            „Klaus Kelle
            14. Juni 2026
            „Mich wundert bei Ihren Forumsbeiträgen ja nichts mehr, aber das hier ist wirkich atemberaubend:
            Selensky hat klargemacht, daß es keine Verhandlungen geben wird, solange Putin im Amt ist.
            Das ist 180 Grad entgegengesetzt von dem, was wirklich passiert ist. Aber, ich will mich nicht aufregen. Ist bei Ihnen eh egal…“

            Tatsächlich ??

            1. n-tv, 04.10.2022 14:04
            „Reaktion auf russische Annexion
            Selenskyj verbietet Verhandlungen mit Putin“

            2. Tagesspiegel, 05.10.2022, 12:58 Uhr
            „Dekret von Selenskyj: Ukraine verbietet Verhandlungen mit Putin
            In Reaktion auf die russische Annexion ukrainischer Gebiete hat Selenskyj ein Dekret gegen Verhandlungen mit Russlands Staatschef erlassen. Der Kreml reagiert ablehnend.“

            Da ist zu lesen:

            „In der Ukraine sind Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin verboten worden. Ein entsprechendes Dekret des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurde am Dienstag auf dessen Webseite veröffentlicht.

            Dem Dekret ging eine Entscheidung des Rates für Sicherheit und Verteidigung voraus. Selenskyj hatte den Schritt bereits am vergangenen Freitag angekündigt.“

            Die Leser mögen sich selbst ein Bild machen, wer hier keine Ahnung hat und wer hier Unsinn schreibt.

            Aber wahrscheinlich sind sowohl n-tv als auch der Tagesspiegel „Putin-Trolle“ und betreiben „das Geschäft des Kreml“ …

          • H.K.

            Und wahrscheinlich gehört auch die BERLINER MORGENPOST zu Putins Schergen:

            „Ukraine-Krieg
            Ukraine-Krieg: Warum Selenskyi nicht mit Putin reden will
            Berlin . Verhandlungen – nicht um jeden Preis. Aus drei Gründen will Ukraines Präsident Selensky nicht mehr mit Putin über einen Frieden reden.“
            Von Miguel Sanches
            18.09.2022, 22:06 Uhr

            Ich suche Ihnen gerne weitere Belege heraus …

          • Harald

            @ H.K.

            Alles von 2022.

            Wir haben 2026.

            Erinnern Sie sich noch, was Putin seit 2022 alles gesagt hat.

            Es handelt sich nur um ein Militärmanöver. Russland plane keinen Angriff der Ukraine. Das noch Anfang Februar 2022, Macron, Scholz und der ganzen Welt offen ins Gesicht gelogen.

            Es folgte der Angriff. Aber „nur eine Militäroperation im Osten der Ukraine“ zum Schutz der russischen Minderheit.

            Es folgte die landesweite Bombardierung der Ukraine. Man wolle die Ukraine entnazifizieren und Selenskyj und seine Regierung aus dem Amt jagen.

            Ich könnte jetzt chronologisch weiter machen, aber es ist bei Ihnen eh Perlen vor die S… geschmissen.

            Wie auch immer. Das alles war 2022. Jetzt haben wir 2026 und Putin selbst brachte kürzlich eine Verhandlungsinitiative der Europäer ins Spiel.

            Kaum lag diese vor, wies Putin sie zurück.

            Selenskyj bot darauf ein Treffen mit Putin an. Dieser lehnte ab. Er sehe darin „keinen Sinn“. Vor einem solchen Gipfeltreffen müssten erst „Vereinbarungen für eine dauerhafte Lösung“ des seit 2022 währenden Krieges getroffen werden. Interessant, ist doch Ziel eines solchen Treffens Vereinbarungen für eine dauerhafte Lösung sein. Die Logik des Herrn Putin.

            Noch interessanter, lieber H.K., dass in Putins jüngster Zurückweisung nicht eine Silbe von dem steht, was Sie da oben zitieren, nämlich dass Selenskyj 2022 doch sagte, er wolle nicht mit Putin reden.

            Wenn Sie schon Diskussionen aus Telegram Chatgruppen hier copy&pasten empfehle ich, die aktuelleren Narrative zu bemühen und keine 4 Jahre alten, die selbst Putin heuer nicht mehr benutzt.

          • H.K.

            @ Harald

            Jegliche Diskussion mit Ihnen ist sinnlos und reine Zeitvergeudung.

            Und wenn Sie den Unterschied zwischen „Telegram Chatgruppen“ und n-tv, dem Tagesspiegel und der Berliner Morgenpost nicht kennen, ist Ihnen en nicht mehr zu helfen.

            Gehaben Sie sich wohl.

          • Harald

            @ H.K.

            Ach, kaum, dass Sie nicht mehr weiter wissen ist „jegliche Diskussion…sinnlos und reine Zeitvergeudung“?

            Jo, so kann man es machen. Frau auch. Und Es sowieso, um Sie mal zu zitieren 😉

            Der Unterschied zwischen zwischen n-tv, dem Tagesspiegel, Berliner Morgenpost etc. sowie „Telegram Chatgruppen“ ist mir sehr wohl geläufig. Ihnen auch der Unterschied zwischen 2022 und 2026?

            Und um Sie diesbezüglich gleich nochmal zu zitieren: „Gleichwohl halte ich Gespräche, ja, notfalls auch ‚Deals‘ für ein angemessenes Mittel. Allemal besser als weitere hunderttausende Leben zu riskieren.“

            Es kommt ja selten vor, dass wir einer Meinung sind, aber hier stimme ich Ihnen vollumfänglich zu.

            Womit wir zu der Ausgangsfrage zurückkehren: Wer schlägt Verhandlungen aktuell aus? Wiederholt? Egal von welcher Seite sie kommen?

            Und wenn das, was Selesnkyj 2022 sagte, der Grund dafür sein sollte (offensichtlich nur Ihrer Einschätzung nach, nicht Putins) was bringt dann es dann, Gespräche und Deals zu fordern?

        • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

          @ Klaus Kelle

          Lieber Herr Kelle,

          Sie sind katholisch wie ich auch. Wir sind keine Politiker, beschäftigen uns aber intensiv mit der Politik.
          Wenn wir unseren Glauben ernst nehmen, werden wir einen anderen Standpunkt einnehmen als die Politiker. Denn für uns es die Frage nach dem gerechten Krieg, es gibt die Worte Jesu von der linken und der rechten Wange, es gibt die ganz frischen Aussagen von Papst Leo, (den ich sehr schätze!), von den ausgrenzenden Mauern und da gibt es sogar die Möglichkeit der Lossprechung von schwersten Sünden in der Beichte.

          Der christliche Glaube und die Nachfolge Jesu sind nicht einfach. Je mehr wir uns auf ihn einlassen, um so mehr müssen wir erkennen, wie weit wir davon entfernt sind, die Worte Jesu ernst zu nehmen. Wir verstoßen täglich gegen das Gebot der Nächstenliebe.

          Vielleicht wäre es eine Möglichkeit an die vielen Leben zu denken, die ein Ende jedes Krieges bedeutet. Und ob ein Stück Land mehr bedeutet als das Leben vieler Menschen.

          • H.K.

            Ich schätze unseren neuen Papst ebenfalls sehr.

            Trotzdem gehe ich nicht mit allen seinen Aussagen konform. Z.B. der Einrichtung legaler Wege für Migranten.

            M.W. hat er die Verbrechen von zugewanderten, völlig kulturfremden Menschen, die zudem ein eklatant anderes Verhältnis zu Gewalt haben, mit keinem Wort angesprochen. Daß er nichts davon weiß, wage ich zu bezweifeln.

            Und was die linke und die rechte Wange angeht:

            Sicher sind die ukrainischen Soldaten auch keine reinen Rauschgoldengel, aber was die Russen, sprich: Putin, tagtäglich in ihrem Nachbarland anrichten, kann sicher nicht bewirken, daß man ihnen dort auch noch die andere Wange freiwillig hinhält.

            Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.

            Und ich mag mich nicht damit zufriedengeben, daß auch Herr Putin, wenn er eines Tages vor seinem Schöpfer anzutreten hat, seine Quittung schon noch bekommen wird.

            Gleichwohl halte ich Gespräche, ja, notfalls auch „Deals“ für ein angemessenes Mittel. Allemal besser als weitere hunderttausende Leben zu riskieren.

          • Klaus Kelle

            Liebe Frau @Dr. Königs-Albrecht,

            Sie haben recht, auch ich schätze Papst Leo überaus. Aber es geht in diesem Krieg nur putin um „ein Stück Land“. Es geht den Ukrainer um ihr Leben und ihre Freiheit. Die Ukraine könnte sich heute noch unterwerfen, dann wäre der Krieg vorbei. Aber ganz offenkundig wollen sie die zukunft ihrer Kinder und Enkel nicht in die Hände des Fachisten in Mokau leben, der für die Tod Hunderttausender, für zerstörte Städte, vergewaltige Frauen, gefolterte Kriegsgefangene und 20.000 verschleppte Kinder verantwortlich ist.

            https://www.deutschlandfunk.de/ukraine-kinder-verschleppt-russland-100.html

            Nein, ich bin sicher, das gefällt Jesus Christus gar nicht Und das gefällt Gott nicht. Wenn er nicht so ein Psychopath und Dummkopf wäre, müsste man fast annehmen, Putin sei der Leibhaftige. Aber solche KGB-Idioten nehmen die auch auf der dunklen Seite nicht…

            Genießen Sie den Sonntag!

  5. Harald Antworten

    Ich räume ein: Ein guter Politiker muss für mich weder besonders sympathisch sein noch sich volksnah geben. Friedrich Merz gehörte für mich schon immer zu den unsympathischsten Politikern im Land. Gerade deswegen setzte ich Hoffnungen in ihn. Jemand, der nicht danach strebt, Everbody’s Darling zu sein, ist eher bereit, unbequeme Entscheidungen zu treffen. Und die braucht’s. Für uns alle. Und zwar dringend.

    Doch – da kam bisher viel zu wenig, außer, dass ich das Gefühl nicht loswerde, Merz will Klingbeils und Bas‘ Darling sein.

    Alternativen? Die sind rar.

    Söder? Eindeutig der bessere Kommunikator. Aber sein Kompass? Sehr abhängig von der aktuellen Windrichtung.

    Hendrik Wüst? Ich wüsste aktuell nicht, für was er wirklich steht. Er würde das Profil der Union noch weiter verwässern.

    Julia Klöckner? Schneid hat sie. Und Erfahrung. Könnte ein Versuch wert sein.

    Boris Rhein fiele mir noch ein. Führte ruhig eine schwarz-grüne und seit zweieinhalb Jahren eine schwarz-rote-Koalition. Er scheint seine kleineren Koalitionspartner im Griff zu haben.

    Ich räume ein: Ich habe Respekt vor der Jungen Union und seinem Bundesvorsitzenden Johannes Winkel. Klarer Kompass, zukunftsorientiert, die jüngere Generation im Blick und sich nicht zu schade, auf Konfrontationskurs mit der alternden Boomer-Generation zu gehen, die nur noch die eigenen Pfründe sichern will.

    Leider noch zu jung und zu unerfahren.

    • H.K. Antworten

      Die Diskussionen um Johannes Winkel kann man(n) hier im Blog nachlesen. Empfehle ich dringend.

      Wenn der Mann tatsächlich etwas zu melden bekommen sollte, ist die CDU endgültig weg vom Fenster.

          • Harald

            Gut. Danke!

            Mal wieder viel Luft und wenig Substanz.

            Ergo bleibe ich dabei: Daumen hoch für Johannes Winkel.

          • H.K.

            Schwere Frage, woher die substanzlose heiße Luft kommt, wenn man(n) nichts weiß …

            🥳

            ( Hatten Sie tatsächlich erwartet, ich würde die Diskussion für Sie wiederholen, die Sie selbst jetzt nicht einmal gelesen haben ? Im Ernst ?? )

          • Harald

            Kleiner Tipp: Sie könnten mich einfach auf den Artikel verweisen, in dem über Johannes Winkel diskutiert wurde.

          • H.K.

            Nö.

            Sie haben noch am 6. Juni munter kommentiert.

            Die Diskussion mit @Sarnersee bzgl. Winkel-Rente fand am 4. Juni statt.

            Wenn Sie keine Zeit oder Lust haben, selbst nachzusehen, lassen Sie‘s einfach.

            🤗

          • Harald

            @ H.K.

            „Nö.“, schauen aber selber nach, wann ich kommentiert habe und wann Sie angeblich mit @Sarnersee bzgl. Winkel-Rente und „ausführlichen Beispielen und Rechnungen“ diskutiert haben.

            Was soll diese Referenzschnitzeljagd?

            Von daher: Vergessen Sie’s. Sie haben keine Lust auf Argumente.

            Und ich kann mir denken, warum.

          • H.K.

            Angesichts so mancher Ihrer Äußerungen und Ihres Tonfalls könnte man(n) auch einen anderen Eindruck bekommen.

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Hier springe ich Harald bei. Ich setze ebenfalls auf die Junge Union und ihren Vorsitzenden Johannes Winkel.
        Wenn es um die „Rentendiskussion“ gehen sollte, darf man nicht vergessen, wie massiv der Fraktionsvorsitzende Jens Spahn, der seit Corona unendlich viel Dreck am Stecken hat, die „Abtrünnigen“ ins Gebet genommen hat.
        Niemandem wäre geholfen, wenn die jungen Leute durch Nichtaufstellen bei der nächsten Wahl „bestraft“ würden.

        Außerdem werden den agierenden Politikern sämtliches Fehlverhalten sowie Falschaussagen und Lügen immer wieder verziehen, weil die einzige konservative Partei laut Herrn Merz Nachfolgerin der NSDAP ist. Schon für diese Aussage disqualifiziert sich der Kanzlerdarsteller ad hoc.

        • H.K. Antworten

          Wie Sie wissen, sind wir bei vielen, ja, den allermeisten Punkten einer Meinung.

          Auch ich hatte von Johannes Winkel einen guten Eindruck – bis er in völliger Verkennung der Tatsachen seine Rentenvorstellungen präsentierte.

          Offensichtlich kennt Herr Winkel, der mit 34 monatliche Einnahmen von rund € 16.000 hat, keinen einzigen Rentner, der kopfüber in Mülleimern nach Pfandflaschen sucht.

          Ich will die Diskussion, die hier an anderer Stelle lief, nicht nochmals führen.

          Aber beim Thema Rente hat Johannes Winkel KEINE Ahnung – vor allem wird er NIEMALS avon einer Durchschnittsrente leben müssen. Von den Ansprüchen, die er als Abgeordneter „erarbeitet“, kann Lieschen Müller nur träumen.

          • Harald

            @ H.K.

            Na sehen Sie. Geht doch! Jetzt weiß ich wenigstens, aus welcher Richtung der Wind der „Diskussion, die hier an anderer Stelle lief“ wehte.

            Das Problem Altersarmut hat primär nichts mit dem Rentensystem als mit prekären und unterbrochenen Erwerbsbiographien zu tun.

            Hier mit pauschalen Rentengarantien – gar völlig unrealistischen 70% – und prozentualen Gießkannenerhöhungen von 4,2% zu hantieren, ist ein nettes „nice to have“ für jene, die schon eine stattliche Rente beziehen aber völlig unzureichend für jene, die Flaschensammeln gehen.

            Hinzu kommt die bittere Wahrheit für die Babyboomer, dass sie anders als ihre Eltern viel zu wenig Nachwuchs gezeugt haben und die eigene Rentenlast ihre wenigen Kinder nun zu erdrücken droht. Dass das System deswegen völlig aus dem Ruder läuft, ist seit 30 Jahren absehbar! Damit hat Johannes Winkel absolut Recht. Und sogar Merz mit seiner Aussage, dass die staatliche Rente in Zukunft nur noch eine Grundsicherung sein kann. Wer sich darüber aufregt, liest seine jährlich zugesandten Rentenauskünfte nicht oder leidet an gravierender Dyskalkulie.

            Wir brauchen eine grundlegende Rentenreform. Dazu kann gehören, Pensionen und Renten zusammenzulegen, schrittweise eine staatliche Kapitaldeckung auf 60% einzuführen, parallel dazu die Umlagefinanzierung auf ca. 40% zu stutzen und wer eigene Kinder in die Welt setzt, dem sollte ein bestimmter Anteil von deren Rentenzahlungen zustehen.

            Das alles braucht ca. 30 Jahre. Länder mit höheren staatlichen Renten, auf die aktuell gerne verwiesen wird, haben genau das getan. Vor 30 Jahren!

            Für die Übergangszeit müssen wir in den sauren Apfel beißen und jährlich 25% und mehr des Bundeshaushalts in die Rentenversicherung pumpen, gleichzeitig aber pauschale Rentenerhöhungen maximal an der Inflationsrate orientieren. Wenn Luft für mehr ist, sollte das an kleine Renten gehen.

            Und jene, die heute Flaschensammeln, müssen – so bitter es ist – aufstocken.

          • H.K.

            Ich stelle fest, daß Sie die an anderer Stelle aufgeführten Argumente nicht gelesen ( oder nicht verstanden ) haben.

          • Harald

            @ H.K.

            Und ich stelle fest, dass Sie sich beharrlich weigern, mir selbst nur einen kleinen Hinweis zu geben, wo „an anderer Stelle diese aufgeführten Argumente“ zu finden sind.

          • H.K.

            Gerade eben stellten Sie fest “geht doch“.

            Es ging um eben diesen Johannes Winkel und seine Rentenvorstellungen, die im Wesentlichen zwischen @Sarnersee und meiner Wenigkeit diskutiert wurden.

            Ich hatte ausführlich Beispiele und Rechnungen dargelegt.

            Danach kam allerdings auch von @Sarnersee nichts mehr.

  6. Tina.Hansen Antworten

    Lieber Harald,
    es ist bei Gott nicht schlimm, wenn Sie nicht die letzten 10 bis 12 Jahre alle Diskussionen hier verfolgt haben, im Gegenteil. Aber: Manchem mag es eigenartig vorkommen, wenn Sie dann als neuer Diskutant von null auf hundert hier mit dem Anspruch reinpretschen, jetzt aber endlich mal die Welt zu erklären. Das macht die Irritation aus, die manche empfinden mögen.

    • Harald Antworten

      Wie ich oben als Antwort an H.K. schrieb: Mich einfach auf die früheren Artikel vor meiner Zeit mit der Diskussion über Johannes Winkel verweisen.

      Ist das zu viel verlangt?

      • H.K. Antworten

        In Anlehnung an Dr Alexander Kissler:

        „Nur selber Lesen macht schlau“.

        Eine Nanny werden Sie hier eher nicht finden.

        • Harald Antworten

          Ich würde ja lesen.

          Wenn Sie mir sagen, wo.

          Wenn Sie jetzt erwarten, dass ich hier hunderte an Artikeln mit tausenden an Kommentaren lese, um Ihre ominöse Diskussion zu finden, muss ich Sie enttäuschen.

          Wer sich weigert, Referenzen für etwas zu liefern, das er behauptet, muss damit rechnen, wenn andere schlussfolgern, dass es diese Referenzen gar nicht gibt 😉

          • Tina.Hansen

            @Harald
            Wenn ich offen sein darf: Sie wirken mit Ihrer Art total unsympathisch.

          • Harald

            @ Tina.Hansen

            Weil ich darum bitte, mir einen Hinweis zu geben, wo ich diese Diskussion finden kann?

            Wenn das für Sie unsympathisch wirkt, kann ich damit leben.

      • Tina.Hansen Antworten

        Ich führe kein Archiv über diesen Blog. Da gab es mal einen, der das tat…. aber der ist schon längere Zeit verschwunden.

        • S v B Antworten

          @Tina Hansen

          Sie sagen es! Gerade neulich noch habe ich mich gefragt, warum Günther H. (oder war es ein M.?) den Blog wohl verlassen haben könnte. Sein Wissen war wirklich beeindruckend, wenngleich er mitunter ausgesprochen selbstgefällig bis ätzend kommentierte.

          • H.K.

            Wir reden nahezu ohne Unterlaß von „Vielfalt“, „Vielfalt“, „Vielfalt“.

            Und wenn es dann „vielfältig“ wird, wollen wir es nicht.

          • Gerd Franken

            @H.K.

            Vielfalt wurde heuer durch Einfalt ersetzt.

  7. Tina.Hansen Antworten

    Als Nachtrag: Bürgerreaktion auf Merz blieb aus
    Am 19. April dieses Jahres wurde ich Zeugin eines Schauspiels, das die Berliner wohl regelmässig geniessen dürfen: Die Merz’sche Wagenkolonne samt Polizeimotorräder brauste 5 Meter von mir entfernt die zu diesem Zweck abgesperrte Strasse entlang. Man befand sich offenbar auf dem Weg vom Messegelände zum nächsten Termin in der Stadt, den Präsidenten Lula von Brasilien und seinen Tross gleich dabei. Sinnvoller Weise hatten die Gewerkschaft Verdi und die Hannoverschen Verkehrsbetriebe genau diesen Tag für einen ihrer beliebten Warnstreiks ausgesucht. Da die Messebesucher sämtliche Taxen für sich reserviert hatten, herrschte kompletter Aüsnahmezustand. Ich hatte Zwangsurlaüb genommen und kam gerade aus dem REWE, als sich des Kanzlers Kolonne näherte. Zusammen mit zahlreichen anderen Bürgern (Rentnern, Hausfrauen, Arbeitslosen, Streikopfern) wartete ich ergeben an der Kreuzung. Der Kanzler passirte. Sonst geschah nichts. Kein Beifall, kein Buhruf, keine sichtbare Neugierde. Die Masse wartete ergeben, bis die Strasse frei gegeben wurde und latschte dann weiter.

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