Warum mag uns die Welt nicht mehr? Deutschland scheitert krachend bei der Kandidatur zum UN-Sicherheitsrat
Wir werden in den nächsten Tagen mal schauen, was die Analysten und Beobachter als Gründe herausfiltern, weshalb Deutschland wieder einmal gescheitert ist. Aber ich habe so eine Ahnung.
Deutschland stand international mal für die besten Autos auf der Welt, für Maschinenbau, für Oktoberfest und Spitzenfußball. Heute sind wir immer noch eine Wirtschaftsmacht, aber im Abwärtsstrudel. Und natürlich Weltmeister im Moralisieren.
Deutschland ist jedenfalls heute mit seiner Kandidatur für einen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen krachend gescheitert. Bei der Abstimmung im Hochhaus am Hudson River in New York verlor die Bundesrepublik gegen Portugal und Österreich schon im ersten Wahlgang.
Die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, einst grüne Außenministerin, verkündete das Ergebnis:
Deutschland: 104 Stimmen
Österreich: 131 Stimmen
Portugal: 134 Stimmen
Um in das prestigeträchtige Gremium einzuziehen, hätten wir 127 Stimmen gebraucht.
Ob Frau Baerbock, als sie das Ergebnis verkündete, wohl kurz darüber reflektiert hat, dass auch ihre Amtszeit als Bundesaußenministerin im unseligen Ampel-Kabinett Anteil am Scheitern gehabt haben könnte?
Wir werden es nie erfahren.
Die Bundesregierung – Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), aber auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) – haben auf der Weltbühne wieder einmal eine derbe Klatsche kassiert.
Dabei war die Bundesrepublik Deutschland früher insgesamt schon sechsmal als nichtständiges Mitglied im großen Friedensgremium dabei. Noch nie zuvor waren wir bei einer Kandidatur gescheitert – aber heute.
Die Regierung in Berlin hat keine Fortune, werden Kritiker jetzt sagen. Hatte der Bundeskanzler bei Amtsantritt doch versprochen, Deutschland werde eine stärkere Rolle auf der europäischen, aber auch auf der Weltbühne spielen. Und der Sicherheitsrat könnte eine wichtige Rolle beispielsweise bei der Suche nach Lösungen im Ukraine-Krieg oder für die Zukunft im Gazastreifen spielen.
Nur in diesem Gremium können Beschlüsse mit völkerrechtlich bindender Wirkung für die UN-Mitgliedstaaten gefasst werden. Es kann Sanktionen verhängen, Waffenembargos beschließen, Friedenstruppen losschicken und militärische Einsätze legitimieren.
Aber Deutschlands Haltung im Nahost-Konflikt mit seiner klaren Politik pro Israel und im Ukraine-Krieg mit der eindeutigen Unterstützung des von Russland angegriffenen Landes dürfte Stimmen der Araber und der verbliebenen Russland-Kombattanten gekostet haben.
Dem arroganten, aber zahnlosen Tiger Deutschland mal eine Maulschelle verpassen, das dürfte in manchen Länder-Delegationen eine starke Antriebskraft gewesen sein.
Ganz sicher aber werden sich die Kritiker in Deutschland jetzt laut zu Wort melden. Denn immerhin überweist die Bundesrepublik jährlich zwischen 4,4 und 5,1 Milliarden Euro an die UN. Damit sind wir nach den USA der zweitgrößte Beitragszahler überhaupt. Aber zu melden haben wir wenig, und nun mag man uns auch nicht mehr…



Warum? Sie haben die Antwort doch gegeben. Weil dauerndes Moralisieren allen auf den Geist geht.
Selbstverständlich kann ich es nicht belegen, aber ich denke, nicht nur in Deutschland bekommen die Menschen mit, was dieses Land für eine Regierung hat und was hier so jeden Tag los ist.
Da darüberhinaus bekannt sein dürfte, daß GerMoney ein zwar reiches Land, aber ein Papiertiger ist – nicht zuletzt dürften auch die „Originalitäten“ einer Annalena Baerbock nicht verborgen geblieben sein – mit dem man auch öffentlich schon mal Schlitten fahren kann, ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen, ist das Ergebnis kein Wunder.
Deutschland wird nicht nur weiterhin kräftig zahlen, sondern vermutlich die Leistungen sogar erhöhen.
„Araber und der verbliebenen Russland-Kombattanten gekostet haben.“
Die Russland Knechte haben überall ihre Finger im Spiel. Könnte ja sein, dass Frau Weidel einen Punkt hatte die besser nicht zu reizen.
Warum ist eigentlich Russland mit Vetorecht immer noch im Sicherheitsrat? Was haben „Massenmörder“ dort überhaupt verloren?
Warum ist eigentlich Russland mit Vetorecht immer noch im Sicherheitsrat? Was haben „Massenmörder“ dort überhaupt verloren?
Wie scharfsinnig Sie sein können
Wenn Sie das sagen…..oder ist das Ihre Art das Thema zu wechseln?
@Gerd Franken
„Was haben „Massenmörder“ dort überhaupt verloren?“
Halt! Haben Sie uns nicht die die russischen Vergewaltiger und Kindesentführer unterschlagen? Wenn all das – und wohl noch etliches mehr in der Welt – kein trübes Licht auf die Institution UNO wirft, fällt mir zu diesem Thema nichts mehr ein. Und Deutschland setzte doch tatsächlich alles daran, Mitglied des Sicherheitsrats einer – sorry aber – offenbar „angeschlagenen“ Institution zu werden? Es scheint, als stünde dieser nach gut 80 Jahren ihrer Existenz ein gründliches Makeover an. Ein solcher Versuch, ja schon das zaghafte Ansinnen eines solchen, dürfte die UN in ihren Grundfesten erschüttern, ja sie letztlich in Stücke reißen; welche sich, unter Berücksichtigung gleich gelagerter Interessen, in „Ländergruppen“ zusammenschließen könnten. Zugegebenermaßen wäre dies eine problembehaftete, wenn nicht gar brandgefährliche Entwicklung. – Andererseits steht zu befürchten, dass die Neugründung einer solch weltumspannenden Institution heute vielleicht gar nicht mehr möglich wäre. Bedeutet, alles soll, nein muss so bleiben wie es ist. – Wie angestrengt auch immer die Bemühungen Deutschlands gewesen sein sollten – die Welt, sprich die UN Generalversammlung, war sich offenbar doch sehr einig in ihrer Auffassung, dass der Sicherheitsrat unser Land nicht braucht. Die Abstimmung machte dies mehr als deutlich. – Auf ein Neues also…
@S v B
Der Sicherheitsrat besteht eigentlich nur aus den 5 ständigen Mitgliedern die alles und jeden weg votieren, der nicht ihre Interessen vertritt. Das können eben auch Massenmörder und/oder auch Vergewaltiger sein. Die restlichen Statisten sollen nur die Bilanz schönen. Es ist der Hauch von Vielfalt. Mehr ist das nicht. Ob nun Bahrain oder die DR Kongo oder Deutschland dort ihre Plätze einnehmen spielt doch überhaupt keine Rolle. Solange die den Moloch finanzieren ist alles gut. Da ist Deutschland ja immer auf den CL Plätzen.
@Gerd Franken
Die UN – nicht weniger, aber ganz sicher auch nicht mehr als eine Reflexion der Menschheit…
Ich muss hier mal die Äußerung von Wolfgang Ischinger einfügen, vielleicht ist das auch nur eine Retourkutsche auf die Art wie sich Annalena ihr Amt gekrallt hat.
Es wird sich wohl rumgesprochen haben, dass es in Deutschland Bestrebungen gibt eine frei gewählte Oppositionspartei zu verbieten. Genauso wie es sich rumspricht, dass der Kanzler seinen Bürgern die Staatsanwaltschaft auf den Hals schickt, die es wagen in kreativer Weise seine Politik zu kritisieren.
Glaube Sie wirklich das ist nur in Deutschland so?
Glauben Sie nicht, dass es Deutschland nach zwei Diktaturen mal endlich gelernt haben müsste?
@Gerd Franken
Eine mehr als berechtigte Gegenfrage als Konter auf einen mehr als bedenklichen Einwurf von gerd_rau.
@SvB
Ich weiß ja nicht auf welches Land gerd_rau in seinem Kommentar anspielt. Russland z.B. kann es ja nicht sein, dann wären wir ja nicht viel besser als das Land der Massenmörder.
Je grösser der Abstand desto mehr wird vergessen. Die die was draus gelernt haben, haben dafür gesorgt das Deutschland nach dem Krieg wieder auf die Beine gekommen ist und die uns jetzt regieren kennen Diktatur und Krieg nicht. Deshalb begreifen die ja nicht das sie auf dem besten Weg sind eine neue Diktatur zu errichten.
Und wenn sie nicht sehen das in vielen Ländern Opposition mit unterschiedlichsten Mittel bekämpft wird, da wäre ich echt enttäuscht.
„Je grösser der Abstand desto mehr wird vergessen.“
@ gerd_rau
Es gibt kein Land auf diesem Globus, das in erstaunlicher Regelmäßigkeit immer wieder an seine Vergangenheit erinnert wird, wie die Deutschen. In jedem Winkel auf diesem Planeten ist der Begriff Nazi zum Synonym für das absolut Böse geworden. Da kann man wohl schwerlich vom Vergessen reden. Wenn nun in unserem Land die Meinungsfreiheit faktisch ausgesetzt ist, weil man bestimmte Dinge nicht mehr sagen darf, um nicht als Nazi beschimpft zu werden, ist das eine Entwicklung die Ihnen keine Sorgen bereitet?
Die mussten doch gerade Annalena Trampolina in ner Führungsposition ertragen,zu welcher sie auch noch auf bestenfalls fragwürdige Weise gelangt ist. Wir sollten froh sein,wenn die UNO uns nicht achtkantig rausschmeisst und zum Paria- Staat erklärt.
Weshalb das passiert ist klar: Hier haben die Leute das Sagen, die behaupten und es immer wieder lautstark sagen; „das Grass ist blau“ . Wer dioe Methaoer nicht kennt;
https://polpro.de/note.php#077
Es ist ganz einfach so: Wir haben eine Diktatur von „Eliten“, die uns mit der Illusion einer Demokratie abspeisen. Die Politik-Schauspieler der Altparteien sind darin Meister und haben mit ca 70 % die Oberhand. Der Bürger glaubt deren Quatsch und lässt es sich gefallen.
Ich denke, da kommen mehrere Faktoren zusammen. Lautes Moralisieren statt effiziente Diplomatie im Hintergrund, klare Positionierung bei der Ukraine aber bei Israel und den USA ein Auge zudrücken, wenn es ums Völkerrecht geht, kommt nicht gut an.
Doch schon mit dem Start des „Wahlkampfs“ für die Bewerbung (ging das nicht auch noch auf die letzte Merkelregierung zurück?) waren die Vorzeichen ungünstig, hatten doch Portugal und Österreich ihren Hut schon lange zuvor in den Ring geworfen.
Würden die Vetomächte im UN-Sicherheitsrat an den gleichen Maßstäben gemessen, wären diese schon lange raus. Allen voran die USA und Russland.
Was uns zu der viel entscheidenderen Frage bringt: Wozu braucht’s den UN-Sicherheitsrat in seiner jetzigen Form überhaupt noch, wenn die ständigen Mitglieder USA und Russland bei wirklich relevanten Resolutionen abwechselnd ihr Veto einlegen?
Und als nichtständiges Mitglied ist man eh nur Grüßaugust.
Als zweitgrößter Geldgeber der UN würde ich als Deutschland mal die Daumenschrauben anziehen: Kein Geld mehr, wenn der UN-Sicherheitsrat nicht grundlegend reformiert wird, inklusive Vetorecht und ständige Mitglieder.
@Harald
Weitestgehende Zustimmung. Bis auf Ihre Feststellung, dass Deutschland noch irgendwelche Stellschrauben anziehen könnte.
@ Gerd Franken
Siehe Antwort an S v B.
@Harald
Ein generelles Makeover habe ich bereits angeregt. Aber Ihr Ratschlag an Deutschland, sich die ersehnte Zustimmung förmlich zu „erkaufen“, will mir, wie effektiv sich dieser vielleicht auch auswirken könnte, nicht wirklich gefallen. Sorry, aber er riecht mir doch zu sehr nach… ja, Korruption. Zudem würde ich darauf wetten, dass dieser „deutsche Schuss“ letztlich nach hinten losginge. Aber sowas von.
@ S v B
Naja, als zweitgrößter Geldgeber hat man schon einen nicht unerheblichen Einfluss. Aber, eine diplomatische Allianz mit anderen führenden und aufstrebenden Industrienationen, die ebenso eine Reform des UN-Sicherheitsrates fordern, würde mächtig Druck im Kessel machen.
Deutschland zusammen mit Japan, Süd-Korea, Indien, Italien, Schweden, Polen, Italien, Südafrika und Brasilien – damit stünde ein Großteil des UN-Budgets dahinter. Dann noch Frankreich und Großbritannien als ständige Mitglieder, die aber ebenso eine Reform fordern – da käme auch ein Trump und Putin nicht mehr dran vorbei.
„ als zweitgrößter Geldgeber hat man schon einen nicht unerheblichen Einfluss.“
Wenn man(n) weder einen ständigen noch einen nicht ständigen Sitz hat, hat man(n) zwar ( noch ) Frau Baerbock, aber nichts zu melden. Gar nichts.
Es sei denn, – aber dazu ist dieses Land ohnehin nicht in der Lage …
@H.K.
„Ein Großteil des UN-Budgets?“ – Na, da muss ich mich aber erst mal schlau machen. Was ich soeben getan habe. Der Beitrag Polens liegt bei überschaubaren 0,831 Prozent. Dass das Land in der Welt über größeren Einfluss verfügen würde, ist mir zwar auch nicht bekannt, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Indien liegt nur sehr mäßig über dem polnischen Beitrag. Japan und Südkorea kommen zusammen auf knapp 10 Prozent (Japan berappt immerhin knapp 7%, was im internationalen Vergleich als Spitzenwert gelten kann. – Dass Sie in Ihrer „Allianz der Mächtigen und Guten“ Italien gleich zweimal vertreten sehen wollen, geht nun wirklich nicht. In Ihren Berechnungen scheint also irgendwie der Wurm drin zu sein. 🙄 – Und bezüglich einer schon heutigen Einkalkulation von Beitragszahlungen aufstrebender, will heißen eventuell zukünftiger Industrie- bzw. Wirtschaftsgrößen würde ich noch für einige Zeit Zurückhaltung üben. Wer würde derzeit eine Prognose hinsichtlich der Beitragszahlungen Deutschlands wagen? Angesichts astronomischer Schulden, zudem in wirtschaftlich und infrastrukturell mieser Lage dürfte selbst seine UN-Beitragszahlung von „nur“ 5,7 Milliarden dem ohnehin arg gebeutelten Staatshaushalt (zzgl. diverser finanzieller Versorgungskrater) zusätzlich weh tun. Vielleicht wird sich die Welt ja allmählich daran gewöhnen müssen, dass Deutschland seine Rolle als Zahlmeister abgeben muss; dass es sie – jedenfalls bis auf weiteres – nicht mehr so überzeugend spielen kann wie noch vordem.
mmmmm
Na sowas: mein Kommentar war falsch adressiert! Er sollte als Antwort @Harald gehen, und nicht @H.K. Beide bitte ich hiermit um Entschuldigung.
Hm.
Das muß ich mir erst noch überlegen …
😉
@ S v B
Mea culpa für Italien zweimal. Das Kommentieren über Smartphone ist etwas mühsamer.
Das mit dem Großteil war vielleicht missverständlich. Wenn Länder mit 20% UN-Budget-Anteil – wäre es die gesamte EU, dann käme man mit den zuvor genannten ex-EU-Ländern auf über 30% – dann wäre das gewichtig. Von den UN-Nebenhaushalten (die ganzen anderen UN-Organisationen und Förderprogramme) mal ganz zu schweigen.
Mir geht es darum, dass die großen 3, allen voran Russland, mit einem Mini-Beitrag den UN-Sicherheitsrat und damit die gesamte UN in einem Maße beeinflussen, das einfach völlig unverhältnismäßig ist. Seit Jahrzehnten diskutiert man über Reformen und nichts passiert. Wie in der EU.
Und da sage ich: Wer nicht hören will muss fühlen, und das geht in diesen Allianzen nur über Geld. Und Deutschland ist seit Jahrzehnten der Zahlmeister und bekommt dafür nicht den Einfluss, das ihm zustünde.
Trump macht es ja auch. Nicht, dass wir seine bullyhaft-laute Social-Media-Diplomatie kopieren sollten. Gott behüte! Aber hinter den Türen mal ganz dezent die Daumenschrauben ansetzen wäre ein Versuch wert.
Jetzt, wo Deutschland eh nicht mehr everbodies darling ist, wäre eine gute Gelegenheit.
@Harald
Das Kommentieren über Smartphone ist etwas mühsamer.“
Kann ich mir gut vorstellen. Sag‘ ich’s doch immer: Smartphone-Usern fehlt einfach der Überblick (wenn das nur das Einzige wäre…). Deshalb bin ich noch immer ohne. Warum schaffen Sie sich nicht mal was Größeres an? Wie wär’s mit ’nem Laptop?? 🤨
@ S v B
Habe ich. Auch ein Tablet mit Tastatur. War am Flughafen nur zu faul das rauszukramen und habe daher auf dem Smartphone geantwortet 🫠
@Harald
Am Flughafen? Na, da will ich doch hoffen, dass Sie nicht just für den Flug auf dem Boing „Dreamliner“ nach L.A. gebucht waren. Sie wissen schon… die neugierige Maschine, die doch tatsächlich meinte, unbedingt etwas am Boden vor ihr erschnüffeln zu müssen. – Aber im Ernst, wenn schon so etwas völlig Unerwartetes und Gefährliches geschehen muss, dann bitte noch weit vor dem Start.
@ S v B
Sie werden lachen. Ich war zu der Zeit sogar im gleichen Terminal, habe aber nichts davon mitbekommen.
Ich gebe Ihnen Recht: Wenn so etwas passiert, dann lieber solange die Maschine am Boden steht. Ich räume ein: Etwas auffällig ist die Häufung von auch sehr schweren Unfällen mit neuen Boeing-Maschinen schon.
@Harald
Seh’n Se, irgendwie hatte ich sowas im Gefühl.. – Boing, einst und über viele Jahre der konkurrenzlose Weltmarktführer – wollte mit seinem Dreamliner endlich wieder Auftrieb unter den Flügeln spüren und dann… (u. a.) auch DAS noch! Bin in meinem Leben zwar schon oft Boing geflogen, aber seit Airbus die Lufthoheit über – nein, nicht den Scholzschen Kinderbetten, sondern über weite Teile der Welt übernommen hat, fliege ich eigentlich nur noch auf bzw. in „Airbussen“. Halt, von Dubai nach Durban und retour geht es bis heute mit einer Boing. Die gute, nicht eben sehr leise, 777 300 ER war, bzw. ist, wie mal irgendwo etwas kryptisch zu lesen stand, auch nicht ganz ohne Mucken, aber die vertraute alte Mühle hat mich schon viele Jahre lang heil und zuverlässig zwischen den genannten Orten hin und her geschaukelt. Jetzt hoffe ich nur noch, dass dies auch bei meinerm nächsten Flug so und nicht anders sein wird. Inshallah!
Ich nehme stark an, dass die drei Weltmächte USA, Russland und China als ständige Mitglieder gegenüber ihren „Hinterhöfen“ den Daumen gesenkt haben. Die Amis, weil Trump nichts vergißt. Und wenn der Nicht-Lügner mehrfach – zuletzt vor Schülern – auch persönlich auskeilt, dann wird nicht nur Trump ernstlich sauer.
Russlands Ablehnung braucht keine Erklärung.
Dann sind da noch die Chinesen, die zwar mit lächendem Gesicht Beihilfe – aktuell die E-Auto-Prämie für chinesische Kleinwagen – einstecken und ansonsten ohnehin schon wissen, dass sie die Reste der hiesigen Industrie werden einstecken können. Auch verbitten sie sich die moralisierende Pose hiesiger Politkommissare. Nicht umsonst fand Herr Whatafool schon mal keinen chinesischen Besuchspartner, der ihm genehm gewesen wäre.
Wird Zeit, dass diese „ehrenwerte Gesellschaft“ von Laiendarstellern mal merkt, dass sie auch mit unserem Steuergeld die Welt nicht kaufen kann.
Und Frau A.-B., die das Ganze in ihrem gebrochenen Englisch verkünden durfte, war mal sicher auch kein Aushängeschild.
„Warum mag uns die Welt nicht mehr?“
Vor Moral und Haltung triefende politische Klugs*…. , die dauerbelehrend die Welt beehren und der Welt Fehlverhalten anprangern mag halt niemand.
Vor allem, wenn diese Schlaumeier nicht einmal ihr eigenes Land auf Vordermann bringen können, sondern sich von der halben Welt auf der Nase herumtanzen lassen.
Warum mag uns niemand mehr? Was für eine Frage! Warum sollte man uns mögen? Wir schickten der UN eine Frau, deren Englisch miserabel ist, die in ihrer eigenen Muttersprache grosse Probleme hat, die aus ihrer Tätogkeit für die UN eine „Sex and the City“-Nummer machte und ganz nebenbei mal irgendwann Russland den Krieg erklärte, was Russland Gott sei Dank nicht ernst nahm.
Warum sollten Russland und China und alle ihre „Hinterhöfe“ für Deutschland stimmen? Merz hat dann noch den Scheiterhaufen Richtung USA angezündet mit seinen „unbedachten Äusserungen“.
Wir sind eine Lachnummer geworden. Und das war die Rechnung.
Glückwunsch an Portugal und Österreich.
Manchmal wünsche ich mir mehr Realitätssinn. Vier Jahre lang habe ich aks zivile Mitarbeiterin der Bundeswehr in einer ihrer höchsten Bildungseinrichtungen gearbeitet. Das ist etwa 6 Jahre her. Dort gab es kein WLAN. Mein Bett musste ich mir jeden Morgen wieder zusammen bauen, weil es so alt und morsch war, dass es mir unter dem Hintern zusammen…. nicht brach, sondern glitt. Das waren die Stuben, in denen auch Gäste aus dem Ausland untergebracht wurden.
Liebe Tina,
das was Sie da schreiben kann doch hoffentlich nicht Ihr Ernst sein, oder? Und das alles ist erst schlappe sechs Jahre her…? Unfassbar. Wie soll es je mit Deutschlands Verteidigung klappen, wenn schon die Betten selbst für ausländische Besucher dermaßen marode sind? Ich vermute, gar nicht. Düstere Aussichten, fürwahr.
PS: was ich Sie schon länger mal wieder fragen wollte: wie geht es „eigentlich Herrn Müller? 😉
Liebe SvB,
gerne kann ich Ihnen noch eine andere Geschichte aus meiner Zeit bei der Bundeswehr berichten. Laut Vertrag hatte ich das Recht auf Erstattung meiner diversen Reisekosten. Nachdem ich immer wieder meine Rechnungen eingereicht, telefoniert und Mails geschrieben hatte, ohne dass sich etwas tat, kämpfte ich mich schliesslich durch zu dem zuständigen uniformierten Herrn. Es ging inzwischen um einen Betrag von rund 1.800 Euro, der sich über lange Zeit angesammelt hatte. Ich will die Geschichte kurz machen: Ich bekam das Geld, nachdem ich gedroht hatte, dass ich sonst für immer hier bleiben und ihn ansehen würde. Ich bekam es in bar. In einem grauen Briefumschlag, den man nicht zukleben konnte, weil die entsprechende Klebeschicht zu alt war. Damit bin ich dann durch Hamburg zur Bank gefahren und habe es eingezahlt. Real Story.
Herr Müller? Ich weiss es nicht so recht. Er lebt sehr zurückgezogen. Ich sehe ihn nur noch selten. Keine Ahnung, was los ist.
PS: Mir wurde damals halb im Spass, halb im Ernst erklärt, die Bundeswehr habe keine klebenden Briefumschläge mehr. Wahrscheinlich stimmte das sogar.
Liebe Tina,
echt schnurrig, die Geschichte mit den Briefumschlägen. Hätte man nicht mit etwas Spucke nachhelfen können? Obwohl, vom Belecken – speziell schon länger gelagerter Briefkuverts und/oder Briefmarken wird dringend abgeraten. Habe ich vor Jahren mal irgendwo gelesen, aber den Grund dafür vergessen. Hauptsache, dass Sie den längst überfälligen Betrag wenigstens unbehelligt bis zu Ihrer Bank schaffen und einzahlen konnten. Au weh, säumig ist er also auch noch, der Bund. Verfügte selbiger zum Zeitpunkt Ihrer Forderung denn noch nicht über sein legendäres Sondervermögen? Sonst hätte man den Ihnen geschuldeten Betrag doch aus dem sgn. „Historischen Finanzpaket“ berappen können. Aber locker. 😉
Meine Einschätzung aus früheren Zeiten:
Deutschland war und ist in Europa nicht sehr beliebt. Siehe die Abstimmungen bei diesem Euro-Gesangs-Wettbewerb.
Außerhalb Europas war Deutschland früher eher beliebt. Im Gegensatz zu England oder Frankreich hatten wir kaum Kolonien, spielten international nie eine große Rolle. Am ehesten noch als Unterstützer gegen England und Frankreich.
England war dagegen weltweit unbeliebt. (Ja. Mal stelle sich vor. Die älteste Demokratie der Welt, unser aller Vorbild, war weltweit eher verhasst. Weil sie überall in der Welt so aktiv waren.)
Für die aktuelle Abstimmung kann es viele Gründe geben. Ob es mit uns zu tun hat, ist unklar. Genauso wie Ländern außerhalb Europas der Ukrainekrieg egal ist, ist denen auch die Entwicklung in Europa egal.
P.S.: Ich glaube sowieso: Würde Europa sich selbst überlassen, käme es wieder ganz automatisch zur „Einkreisung“ Deutschlands durch die größeren europäischen Staaten. Das bedingt einfach die Lage der Staaten zueinander. Egal, ob in denen Demokratie oder Diktatur oder die Märchenfee herrscht. Lage ist alles. Das gilt für Deutschland oder die baltischen Staaten. Man kann seiner Lage nicht entkommen.
@Angelika
Danke, Sie haben eine ganze Reihe entscheidender Punkte genannt.
Aber selbst topografische Gegebenheiten hatten – zumindest früher, heute vielleicht eine Spur weniger, aber dennoch – einen nicht zu unterschätzenden Einfluss aufs politische, wirtschaftliche und/oder oder gar kriegerische Geschehen in einzelnen Regionen. – Die riesige Fläche Russlands z. B. ist ein Faktor, der die russische Politik wohl erheblich stärker beeinflussen dürfte als man zunächst annehmen könnte. – Gerade das Vorhandensein bzw. Nicht-Vorhandensein von „arable land“, von Bodenschätzen und Süßwasser(!) – wie Flüsse, Seen, Staudämme etc. – haben nach wie vor auch enormes politisches Gewicht. Bei weiterem Nachdenken fiele einem gewiss noch etliches andere ein, welches den Lauf der Geschichte, will heißen das Wohl und Wehe von Ländern entscheidend mitbestimmt hat und auch in Zukunft mitbestimmen wird. – Und schon hört man die Grünen „Klima!“ rufen… Womit sie wohl nicht unrecht haben.
Bei der Antwort auf die Frage: „warum mag uns die Welt nicht mehr?“, sehe ich zwei Punkte. Der erste ist der Welt-Schulmeister-Effekt. So wie Max und Moritz den strengen Lehrer Lämpel nicht mochten und ihm einen Streich spielten ist die Welt die ständigen moralischen Belehrungen, bürokratische Auflagen oder Vorträge über gute Regierungsführung satt und haben dem Welt-Schulmeister einen Streich gespielt.
Daneben kann ich mir gut vorstellen das sich Deutschland mit seinem eingeschränkten „Schwarz – Weiß“ Denken selber ins Abseits gestellt hat. Jeder internationale Akteur wird nach den strengsten deutschen Moralvorstellungen vermessen. Der deutsche Moral-Zollstock kenn dabei nur zwei Marken. Entweder ist der Gegenüber „Menschenfreund“ oder „Menschenfeind“. Obwohl unsere Sprache mit Begriffen wie: Menschenfreund, Gutmütiger, Früchtchen, Flegel, Schelm, Racker, Schlitzohr, Bösewicht, Halunke, Schuft, Bandit, Dreckskerl, Fiesling, Unhold, Stinkstiefel, Heuchler, Intrigant, Schurke, Scheusal, Unmensch, Monster, Satan, Höllenfürst, Psychopath, Bestie, Massenmörder und Menschenfeind, einen Menschen sehr viel feiner als der Moral-Zollstock einstufen kann.
Wäre unser politisch medialer Komplex zusätzlich willens, sich in die Situation des Gegenübers hineinzuversetzen und zu fragen, wie würde ich in dessen Situation handeln, könnte der Massenmörder zum Dreckskerl und Schurken werden. Mit einem Dreckskerl und Schurken kann man reden und verhandeln und wäre damit noch im Spiel.
An Gerd Franken,
Natürlich bereitet mir das grosse Sorge, das Vergessen bezog sich nicht nur auf die zwei Diktaturen, sondern auch auf die Zustände in den Diktaturen, Menschen die nicht das passende äußern werden fertig gemacht, die Meinungsfreiheit wird mit allen möglichen Tricks beschnitten und so weiter. Das schlimmste ist, da die die das machen sich selbst auch noch als Demokraten verkaufen und, vielleicht noch schlimmer, wieviele denen das auch noch glauben.
„wieviele denen das auch noch glauben.“
@gerd-rau
es werden allerdings immer weniger……
https://www.welt.de/politik/ausland/article6a23e727b20db0d89b6573a5/nach-niederlage-um-un-sitz-kritik-an-baerbock-aus-afrika-herablassendes-und-respektloses-verhalten-deutschlands.html?source=puerto-reco-2_ABC-V50.4.A_schlagzeilen_control
Noch eine Ergänzung zu dem Thema.
Eine satirische Ergänzung sei mir erlaubt:
Haben die Verantwortlichen in Nigeria nun denn die Toiletten am Dorfrand gebaut, allein schon wegen des Geruchs, wie Baerbock empfohlen hat? Wie sieht es denn aktuell mit der Elefantenpopulation in Afrika aus? Können wir noch einigen Rüsseltieren hier Asyl gewähren. Oder wandern die Stoßzähne nur in unser Sozialsystem ein?
Hmmm… nun gibt es Berichte, dass afrikanische Länder die deutsche Grüne Baerbock als herablassend erlebt hätten.
Gut. Als Trost für die Menschen, die schon lange in Afrika leben: Uns Deutsche behandelte sie auch nicht anders.
Harald ist inzwischen hut gelandet und muss nicht mehr ins smarte Phone tippen 😃
Bin schon gespannt wie ein Flitzebogen zu erfahren, wo Frau Baerbock im kommenden Herbst eine adäquate Weiterverwendung finden könnte. Als Deutschlands oberste Diplomatin in Washington DC zum Beispiel, in Beijing gar, oder doch lieber in Suva? Von dort aus würde es ihr ein Leichtes sein, die wechselnden Wasserstände des Südpazifiks akribisch – nein, nicht karibisch! – zu messen und in gewohnt professioneller Manier zu analysieren, mit dem Ziel, schnellstmöglich entsprechende Sicherheitskonzepte für die gesamtpazifischen Inselwelten erarbeiten und umsetzen zu lassen. Toll! 😉
Ich tippe auf NATO-Generalsekretär*_IN, die ein Konzept für feministische Panzerverbände vorlegen wird
@KK
„NATO-Generalsekretärin“? Das wohl eher nicht, lieber Klaus. Obwohl feministische Panzerverbände jedem zukünftigen Kriegsgeschehen einen ganz speziellen Twist verleihen dürften – meinst Du nicht auch?
Anders als Du, hege ich eine „etwas andere“ Vermutung. – Meine Güte, was heute in der Politik so alles einer Belohnung würdig ist… Man fragt sich unwillkürlich, wer wohl hinter Baerbocks brennendem Ehrgeiz stecken mag. Sie ganz allein? – Na ja, irgendwie kommt sie ja schon sehr ansehnlich und schwungvoll rüber. Vielleicht macht gerade das auf die Wahlgremien unserer Tage weit mehr Eindruck als auf die der Vergangenheit. Gutes Aussehen und ein ansprechender Habitus, ja auch die Lebendigkeit einer Person sind heute Assets, die selbst den Erfahrensten und Fähigsten leicht ausbooten können. Es gewinnt, wer sich am besten verkaufen kann. Nach dem in die Jahre gekommenen Antonio Guterres vielleicht mal was anderes, junges, frisches und, ganz wichtig, etwas optisch Ansprechendes, Repräsentables. Derlei Kriterien besaßen wohl immer eine gewisse Relevanz, haben jedoch im digitalen Zeitalter eine weit überproportionale Gewichtung erfahren; und dies wohl auf der ganzen Welt. – Bis heute tut mir die auf wohl noch immer ungeklärte Weise von Baerbock aus dem Spiel gekegelte, erfahrene deutsche Spitzendiplomatin Helga Schmid leid. Falls auch dies – unter wohl etlichem anderen! – die Abstimmung über die Sitzvergabe im Sicherheitsrat mit beeinflusst haben sollte, könnte jede Hoffnung einer deutschen Kandidatin (oder eines deutschen Kandidaten) auf die nächste UN-Präsidentschaft herb enttäuscht werden. – Ohnehin will mir partout keine – aktive oder bereits im Ruhestand befindliche – Persönlichkeit aus der deutschen Spitzenpolitik einfallen, die ich als geeignet erachten würde, das „höchste Amt der Welt“ in jeder Hinsicht angemessen zu bekleiden. – Schon die Wahl eines deutschen Bundespräsidenten erscheint mir heikel genug…
@S v B,
Obwohl feministische Panzerverbände Das sind diese pinkfarbenen Dinger, oder…?
@KK
Ich muss Dich leider enttäuschen, lieber Klaus, da ich selbst noch keine solchen gesehen habe. Vielleicht könntest Du ja mal ein Foto posten? Oder einen entsprechenden Link einstellen. Was allerdings nicht einfach werden dürfte. Es besteht nämlich Grund zur Annahme, dass es auch in Deutschland strikt untersagt ist, militärische Gerätschaften und Bauwerke zu fotografieren oder gar zu filmen. Diese Beschränkungen dürften übrigens auf alle Länder der Welt zutreffen.
Andererseits bin ich fast – wenn nicht fest – davon überzeugt, dass gerade Feministinnen es mit Rosé oder Pink „eher nicht so haben“. In any case – der Feminismus ist mein Ding nicht, ist es auch noch nie gewesen.
Vor einigen Jahren schon las ich doch tatsächlich irgendwo, dass Mütter zukünftig möglichst davon absehen sollten, ihre kleinen Töchter in den als besonders weiblich geltenden Farben Rosé oder Pink zu kleiden! Halloho! Ich dachte, mich trifft der Schlag. Ist es doch hinlänglich bekannt, dass die Mehrheit kleiner Mädchen nach wie vor auf gerade diese Farben fliegt. Dazu möglichst noch eine Garnitur aus Glitzertüll sowie ein farblich darauf abgestimmtes Einhorn – und der Traum der kleinen Tochter, Enkelin oder Nichte ist perfekt. Im Stadtbild fallen mitunter kleine Mädchen – meist in Begleitung ihrer stolzen Mütter – auf, die ähnlich wie von mir beschreiben gekleidet sind. Gar nicht so selten handelt es sich dabei um kleine Mädchen aus eingewanderten Familien; oft osteuropäischer oder auch arabischer Herkunft. In diesen scheint es noch das Natürlichste von der Welt zu sein, dass auch kleine Mädchen sich herausputzen wollen, und zwar am liebsten in den Farben, die auch sie offenbar besonders toll finden – Rosé und Pink.
PS: Habe doch glatt vergessen, den rosa Haarreifen mit Blüten- und/oder Glitzerbesatz zu nennen, der die Klein-Mädchen-Köpfe oftmals ziert. Auch dieser vermutlich ein Dorn im Auge der feministischen „Farb-verteuflerinnen“.
Vielleicht könnte B. Bas ja mit dem Motorrad durch die feindlichen Linien preschen.
@Gerd Franken
Nee, dafür wäre „BB“ (steht nicht für Brigitte Bardot!) viel zu feige. Wenn sie schon am Tisch von Frau Miosga die Schultern eingezogen und versucht hat, sich mit Nonchalance hinter ihrer Unwissenheit, bezüglich der gültigen Straßenverkehrsregeln zu verstecken, können Sie sich ihren Vorschlag getrost abschminken. Auch Frau Miosga schien ihren Augen und Ohren wieder mal nicht zu trauen.