Deutsche Top-Sicherheitsfrau reiste „privat“ in den Iran

Sachen gibt’s, die sind nur in Deutschland möglich.

Felor Badenberg (46), 1975 in Teheran geboren, ist Vizepräsidentin des deutschen Inlandsgeheimdienstes, des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV). Eine erfahrene Frau im deutschen Sicherheitsapparat, die schon gegen Rechtsextremisten vorging und gegen auslandsbezogenen Extremismus.

Als Hans-Georg Maaßen Präsident der Behörde war, arbeitete sie in der Staabsstelle der Behörde, die Berichte zu aktuellen Bedrohungen unserer Sicherheit für Abgeordnete und Bundesregierung verfassten. Später baute die die Cyberabwehr des Verfassungsschutzes auf. Eine erfahrene und qualifizierte Frau, an deren Loyalität zu unserem Staat kein Zweifel besteht. Zur Vizepräsidentin wurde sie vor nicht allzulanger Zeit von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) berufen.

Nun wurde bekannt, dass Badenberg vor wenigen Wochen gegen die strengen Sicherheitsregeln des Verfassungsschutzes verstoßen hat, weil sie eine private Reise in die Islamische Republik Iran unternommen hat. Der FOCUS berichtet, dass Badenberg nach Teheran geflogen ist, um vor Ort „nach dem Tod ihres Vaters Erbschaftsangelegenheiten zu regeln“. Klar, wer kennt solche Verpflichtungen nicht? Nur: Sie ist halt Vizepräsidentin des deutschen Inlandgeheimdienstes, und für die gelten andere Regeln als für Sie und mich.

Mitarbeitern der deutschen Sicherheitsbehören ist es – abenso wie Offizieren der Bundeswehr – strikt untersagt, in Länder zu reisen, die amerikanische Präsidenten einmal treffend als „Achse des Bösen“ bezeichnet haben. Länder wie Syrien, Nordkorea, Russland…und Iran.

Dieses Verbot ergibt Sinn, denn hochrangige Geheimdienstmitarbeiter könnten dort nach Einreise festgenommen werden, sie werden sicher rund um die Uhr überwacht und verfolgt, und nach ihrer Abreise droht ihren Kontaktpersonen vor Ort Strafverfolgung oder Erpressung, um solche Personen für eine Agententätigkeit einzuspannen.

Der FOCUS weist zwischen den Zeilen dezent darauf hin, dass wohl zwei Geheimdienste anderer NATO-Staaten auf Badenbergs Reise aufmerksam geworden und nun beunruhigt sind, ob man der Frau noch trauen kann. Der Verfassungsschutz lehnt – wenig verwunderlich – jede Stellungnahme zu dem Vorgang ab.

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Dieser Artikel wurde 42 mal kommentiert

  1. H.K. Antworten

    Das sind die kleinen, aber feinen Unterschiede:

    Eine in Teheran geborene stellvertretende Verfassungsschutzpräsidentin reist „privat“ in den Iran – wird als ( mögliches ) Sicherheitsrisiko eingestuft, bleibt aber ( mit Sicherheit ) im Amt.

    Einem ( ehemaligen ) 3-Sterne-General, der sämtliche jemals eingeführten Sicherheitsüberprüfungen erfolgreich durchlaufen hat, mit großem Zapfenstreich verabschiedet wurde, wird – wegen „Sicherheitsbedenken“ – nicht in das Parlamentarische Kontrollgremium des Parlaments gewählt.

    Und ein Präsident des Nachrichtendienstes reist unmittelbar vor Ausbruch des Ukrainekrieges nach Kiew und muß, weil sein „Dienst“ NICHTS davon weiß, von einer Sonderheit von dort evakuiert werden.

    Und schließlich wird eine Frau mit Migrationshintergrund, die die Menschen ihres „Wahlheimatlandes“ beschimpft und verunglimpft, vom höchsten Parlament dieses Landes mit Mehrheit zur „Antidiskriminierungsbeauftragten“ gewählt.

    Preisfrage:

    In WELCHEM Land dieser Erde ist etwas Derartiges möglich ?

  2. S v B Antworten

    Um zu erkennen, dass eine Person wie Felor Badenberg für den Iran sehr wohl von höchstem Interesse sein dürfte, dazu braucht es nun wirklich nicht viel Fantasie. Ich selbst habe einige ex-iranische Freunde, die ihrem ursprünglichen Heimatland und seinen Institutionen bis heute nicht über den Weg trauen. Mancher von ihnen wagt es selbst nach einem etliche Jahrzehnte langen Leben im europäischen, bzw. US-amerikanischen „Exil“ nicht, seiner alten Heimat einen Besuch abzustatten. Haben sie alle doch gute Gründe für ihre Zurückhaltung. So schmerzlich dies mitunter auch sein mag. Die meisten Auslandsiraner hegen nach wir vor ein tiefes Misstrauen gegenüber Tehran und seinem Mullah-Regime. Vorsicht scheint also durchaus geboten. Warum sich also eine Frau, die eine überaus wichtige, äußerst sensible Position in Deutschland innehat, von derlei – zweifellos hochberechtigten – Sicherheitsbedenken lösen konnte, dürfte manch einem rätselhaft bleiben. Als normal kann ein solch nonchalantes Reisegebaren jedenfalls nicht angesehen werden. Soviel ist sicher. Allerdings neigt man hierzulande ja des öfteren zu einer schier unfassbaren Naivität. Insofern passt dann letztlich doch wieder alles zusammen. Irgendwie.

    • H.K. Antworten

      Nun, wie unser Hausherr schreibt, war die Dame im Iran, um Erbschaftsangelegenheiten „nach dem Tod ihres Vaters zu regeln“.

      Wäre ich an ihrer Stelle, so wäre ich vermutlich bereits vorher, spätestens aber doch zur Beerdigung, dort gewesen.

      Es fragt sich also, wie oft sie schon dort war, mit oder ohne Wissen ihrer Behörde.

      Und ICH frage mich, wie eine solche Dame stellvertretende Chefin des Verfassungsschutzes werden konnte.

      Aber wahrscheinlich ist – ohne ans Licht der Öffentlichkeit zu dringen – inzwischen ein Russe stellvertretender Präsident des Bundesnachrichtendienstes.
      Ach nee – selbstverständlich eine Russ*/-/:/_/In …

      • S v B Antworten

        „Und ICH frage mich, wie eine solche Dame stellvertretende Chefin des Verfassungsschutzes werden konnte.“

        Nun, vielleicht sind in diesem Lande die Bewerbungs- bzw. Zugangsvoraussetzungen selbst für einen höchst sensiblen Aufgabenbereich wie diesen eben doch um einiges lockerer gesteckt als anderswo in der Welt. Man sollte sich „spaßeshalber“ einmal die Mühe machen und weltweit entsprechende Vergleichsdaten sammeln. Aber sich anschließend dann nicht allzu sehr wundern, wenn das Resultat dann doch ein wenig nachdenklich stimmen sollte.

  3. H.K. Antworten

    Sehr geehrte/r Frau/ Herr Dr. ( Hans-Georg ? ) Maaßen,

    selbstverständlich sollte man ( frau auch ) nicht alles glauben, was in diesem Land in der Zeitung steht. Insbesondere unter dem Gesichtspunkt, daß von unseren „Qualitäts-Journalist*/-/:/_/Innen“ kaum etwas kritisch gesehen oder hinterfragt wird, sondern zumeist dem links-grünen „Zeitgeist“ unterliegt.

    Aber es gibt schon eine Reihe von „Merkwürdigkeiten“ im Land der Dichter und Denker.

    Spätestens seit 2015 wundert zumindest mich nichts mehr wirklich.

    Und in dieses Gesamtbild unseres sich nicht gerade zum Besseren entwickelnden Landes passen dann wiederum alle möglichen Puzzleteile hinein. Dazu gehören m.E. völlig fehlbesetzte Positionen einer „Antidiskriminierungsbeauftragten“, eine ebenso fehlbesetzte „Kulturstaatsministerin“, ein „Verfassungsschutzpräsident“, ein „Präsident des Bundesverfassungsgerichts“ und – für meinen Geschmack – auch eine Vizepräsidentin des Verfassungsschutzes mit Kontakten in den Iran.

    Und wenn die Reise(n) wie beschrieben nicht stattgefunden hat/ haben oder mit Wissen der Behörde erfolgte(n), könnte man die Meldungen dementieren, richtigstellen o.ä. und nicht einfach wie gemeldet stehen lassen.

    Getreu dem Motto „Wo Rauch ist, ist auch Feuer“.

      • Erwin Stöcker Antworten

        Es ist üblich, dass hier Beiträge „verschwinden“, die dem Blogbetreiber falsche Behauptungen nachweisen. Weiß ich aus Erfahrung….

        • Klaus Kelle Antworten

          @Erwin Stöcker,

          es ist weder üblich noch verschwinden Beiträge, „die dem Blogbetreiber falsche Behauptrungen nachweisen“, noch kommt das nennenswert vor. Also hören Sie auf, solchen Unsinn zu erzählen, oder belegen es!

          Der Blogbetreiber

          • Erwin Stöcker

            Nun, der kritische Beitrag von Dr. Maassen ist definitv verschwunden. Das ist nur daran erkenntlich, dass es eine Antwort darauf gab. Auch Beiträge von mir schon. Aber wie bitte soll ich verschwundene Beiträge nachweisen und belegen?

          • Klaus Kelle

            Der kritische Beitrag von „Dr. Maassen“ ist nicht verschwunden, den habe ich gelöscht. Weil der Name „Dr. Maassen“ zu einem Thema, das mit dem BfV zusammenhängt, eine besondere Kompetenz suggeriren soll. Ich habe DEN Herrn Dr. Maaßen daraufhin kontakthier und gefragt, ob er tatsächlich der Schreiber des Textes gewesen ist, was ja sein könnte, da wie ich weiß, er Beiträge hier liest. Und als er verneinte, habe ich den Fake-Poster gelöscht.

            Zu Ihrer zweiten Frage. Schicken Sie mir doch einfach ihre Beiträge, die angeblich „verschwunden“ sind, und dann suchen wir mal gemeinsam, wo sie sind! kelle@denken-erwuenscht.com

          • H.K.

            @ Herr Stöcker,

            ja, ich hatte mich ja auch gewundert.

            Aber der Hausherr hat doch erklärt, daß und warum er den Beitrag gelöscht hatte.

            Wenn hier irgend jemand unter meinem Namen etwas schreiben sollte, würde ich Herrn Kelle auch bitten, das – bitteschön – umgehend zu löschen.

          • Günther M.

            Zwei „verschwundene“ Beiträge.

            1.) Merz zu Russland und der Ukraine: Klare Kante, endlich mal wieder –Denken erwünscht – der Kelle-Blog
            1.1) 404 – Leider konnte die gesuchte Seite nicht gefunden werden.

            2.) Montag ist inzwischen Demo-Tag in Deutschland –Denken erwünscht – der Kelle-Blog
            2.1) 404 – Leider konnte die gesuchte Seite nicht gefunden werden.

    • Klaus Kelle Antworten

      @H.K.
      der Beitrag von Dr. Maaßen stammt nicht von DEM Dr. Maaßen. Ich habe bei ihm nachgefagt, und den Beitrag im Forum danach gelöscht.

      Klaus Kelle

      • GJ Antworten

        Danke dafür. Unter fremdem Namen schreiben, noch dazu unter diesem, geht überhaupt nicht! Ich schließe mich in diesem Punkt H.K. an. Danke für die offene Aufklärung.

  4. H.K. Antworten

    Bei Wikipedia zu lesen:

    „ Felor Badenberg (* 1975 in Teheran als Felor Haghighi-Niat[1]) ist eine deutsche Verwaltungsjuristin. Seit dem 15. Juni 2022 ist sie Vizepräsidentin des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV). Zuvor war sie dort ab Juni 2020 Abteilungsleiterin Rechtsextremismus und -terrorismus.

    Badenberg kam im Alter von zwölf Jahren mit ihren Eltern aus dem Iran nach Köln. Sie spricht neben Deutsch unter anderem auch Farsi. …“

    Demnach kam sie – mit ihren Eltern – also 1987 von Teheran nach Deutschland.

    Und dann mußte sie – 35 Jahre später – „ um vor Ort „nach dem Tod ihres Vaters Erbschaftsangelegenheiten zu regeln“ “ – nach Teheran reisen.

    Soweit alles logisch ?

    Aber sicher doch …

    • S v B Antworten

      Also eine Un-Logik kann ich zwischen Vita und Erbfall beim besten Willen nicht ausmachen, lieber H.K. Worauf würde sich eine solche denn für Sie gründen? Der Vater Badenbergs kann doch sehr wohl hier in Deutschland verstorben sein, und dennoch können sich natürlich auch im Iran Erbansprüche – oder auch sonst wo in der Welt – aus seinem Ableben für Frau Badenberg, ergeben. Meine Vorbehalte wären ganz anderer Art (siehe meinen Kommentar oben).

      • H.K. Antworten

        Es wird seine Gründe gehabt haben, daß die Familie 1987 den Iran verließ und nach Deutschland kam.

        Seit dem haben sich – in immerhin 35 Jahren – die Verhältnisse dort nicht unbedingt verbessert haben, schon gar nicht für „Dissidenten“, die in den verhassten Westen gezogen sind.

        Dann, heute, nach 35 Jahren und in einer derart herausgehobenen, sicherheitsrelevanten Position freiwillig dorthin zurückzureisen, wo Mullahs regieren, die sowohl dem Westen als auch seinen Beamten nicht wirklich wohlgesinnt sein dürften, erscheint mir – sagen wir: bedenkenswert.

        Aber vielleicht bin ich einfach auch zu wenig blauäugig.

        • S v B Antworten

          Dass es für eine Person gerade in einer solch heiklen Position sicher keine gute Idee war, in den Iran zu reisen, bestreite ja auch ich nicht. Im Gegenteil. Schließlich hätte Frau Badenberg nicht nur der berüchtigten Sittenpolizei so einiges zu erzählen.

          Eine meiner Großnichten hingegen, bereist regelmäßig und anscheinend völlig unverdächtig für den Mullah-Staat, bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit dieses faszinierende Land – kreuz und quer, hin und her. Das eine oder andere Mal sogar schon mutterseelenallein, also ohne männliche Begleitung. Schon recht beherzt für eine junge Diplom-Psychologin in ihren Dreißigern.

          Während des Shah-Regimes hatten es persische Dissidenten hierzulande übrigens alles andere als leicht, ums euphemistisch auszudrücken. Es existierte ein regelrechtes Netz, um z. B. aufmüpfige Studenten auszumachen. Da ich jedoch keinesfalls riskieren will, einen lieben alten alten iranischen Freund vielleicht sogar noch heute in Schwierigkeiten zu bringen, werde ich mir – selbst nach mehr als vier Jahrzehnten -weitere Details ersparen. Welches Regime auch an der Macht war oder ist – es war offenbar nie so gänzlich ohne, Angehöriger dieses Staates zu sein. Nicht unter dem Schah, und schon gar nicht unter der Mullah-Herrschaft. Nicht mal die iranische Staatsbürgerschaft kann man loswerden. Ja, selbst dann nicht, wenn man es wollte. Sie klebt also sämtlichen einem iranischen Vater geborenen Kindern lebenslang an der Backe. Selbst dem, der noch ein Dutzend weitere hätte.

          Ein altes Kulturland, hochinteressant, geschichtsträchtig prächtige Bauwerke, gastfreundliche Menschen, leckeres Essen, aber irgendwie scheint doch alles ganz anderes als das, was man als Westler sonst so gewöhnt ist.

          Ob Frau Badenberg wohl auch noch Iranerin ist? Für Tehran ganz gewiss. Dort wird man jetzt sogar behaupten können, dass die deutsche Innenministerin Faeser, kürzlich eine iranische Staatsangehörige zur Vizepräsidentin des ebenfalls deutschen Verfassungsschutzes erhoben hat. Na, besser geht’s doch kaum, für Tehran. Toll!

          • H.K.

            Liebe SvB,

            ich will der Dame gar nichts Böses oder Unlauteres unterstellen, schließlich kenne ich sie gar nicht.

            Aber ich finde es immer merkwürdig, wenn jemand aus einem Land flieht, meist aus gutem Grund, und dann freiwillig wieder dorthin reist, warum auch immer.

            Daher ist für mich auch völlig unverständlich, wenn Menschen aus Afghanistan oder Syrien oder sonstwo vor Tod und Teufel, Faßbomben oder Erschießungskommandos in dieses Land fliehen und dann just dort Urlaub machen, von wo sie geflohen sind.

            Passt m.E. nicht wirklich zusammen.

            Aber wie bereits erwähnt: Vielleicht bin ich da einfach zu unblauäugig – oder schlicht zu einfach gestrickt.

    • Achim Koester Antworten

      Dass Frau Badenberg Vizepräsidentin des BVS wurde, ist doch mehr als logisch, hat doch unser von uns allen hochverehrter Bundes-Grüßaugust den Mullahs herzlich „im Namen aller Deutschen“ zum 40-jährigen Jubiläum gratuliert.
      Nicht mein Präsident!

      • H.K. Antworten

        Aber aber, Herr Koester …

        Das hat unser Bundes-Frank-Walter doch erklärt !

        Das war „aus Versehen“ !!!

        ( Und im Jahr daraus wohl aus dem gleichen Grund …
        Die bösen, unfähigen Beamten im Bundespräsidialamt, die machen nie, was Chef ihnen sagt … ).

  5. GJ Antworten

    Mit dieser brisanten Position geht das für mich gar nicht. Tut mir leid. Da muß es juristische Wege geben, rechtliche Dinge stellvertretend Regeln zu lassen. Andererseits gelten im Iran so manches Mal „andere Regeln“, das macht es allerdings noch gefährlicher. Natürlich hat sie auch die iranische StA. Ist übrigens ein Klassiker, wegen Erbschaftssachen dorthin zu müssen. Wenn ein Iraker dort in bestimmten Lebenslagen nicht persönlich antritt nach deren Regeln, ist das Haus und Vermögenswerte futsch, vom Staat einverleibt. Muß man sich entscheiden. Asylrechtlich auch interessant und relevant, unter welchen Umständen ein zuvor gewährter internationaler Schutz erlischt. Reiseausweis für Flüchtlinge gilt aus gutem Grund nicht für das Herkunftsland. Deshalb besitzen viele Flüchtlinge am deutschen Radar vorbei oft noch einen nationalen Pass, den sie gar nicht haben bzw. beschaffen könnten, wären ihre genannten Fluchtgründe allesamt zutreffend. Derlei bedarf dann einer Einzelprüfung, sofern solche Vorkommnisse überhaupt bekannt werden.

  6. GJ Antworten

    Iran, nicht Irak. Ist unfreiwillig korrigiert worden. Wer als Christ einen Iraner heiraten will, muß übrigens konvertieren. Geht sonst nicht.

  7. Leyh Antworten

    Hallo Herr Kelle, darf ich ihren Text bei Facebook einstellen?
    Grüßle
    Hans-Joachim

  8. Achim Koester Antworten

    Nicht einmal als einfacher Soldat (Schütze Arsch) durfte ich während meines Wehrdienstes und noch einige Zeit danach durch die DDR nach Berlin reisen, dazu wurden wir vergattert und widrigenfalls mit hohen Strafen bedroht. Und jetzt das?
    Das Motto unserer „Regierung scheint zu sein „ceterum censeo Germaniam esse delendam“ . (frei nach Cato d.Ä)

  9. Johannes Antworten

    Für jemanden mit dieser Verantwortung exisitiert „privat“ schlicht nicht; erst nach dem Ausscheiden aus dem Dienst wieder (und dann auch nur mit einigem zeitlichen Abstand). So schmerzhaft das auch sein mag.

    Nicht nur befreundete Dienste haben nun mehr als genug Anlass für Fragen…

    • H.K. Antworten

      Aber doch nicht in Deutschland.

      Frau Innenminister*/-/:/_/In ist mit dem „Kampf gegen rääächts“ voll ausgelastet …

  10. H.K. Antworten

    Bin ich der Einzige, dem – irgendwie – auffällt, daß im „öffentlichen Leben“, insbesondere in der Werbung, egal, wofür, im Öffentlich Rechtlichen Rundfunk sowie in der Politik verstärkt, um nicht zu sagen: krampfhaft, Personen mit Migrationshintergrund etabliert werden ?

    Als ich vorhin kurz den Fernseher einschaltete, um die Nachrichten zu sehen, wurde gerade das „Mittagsmagazin“ der ARD von einem dunkelhäutigen, glatzköpfigen, vollbärtigen Herrn mit deutlichem Migrationshintergrund und entsprechendem Namen moderiert.

    Es bleibt die – selbstverständlich unausgesprochene – Frage, wann die Nachrichten oder zumindest das Wetter bei ARD und ZDF mit Kopftuch präsentiert werden.

    Wenn ich mir eine Debatte im Bundestag anschaue, frage zumindest ich mich, wieviele Abgeordnet*/-/:/_/Innen mit Migrationshintergrund insbesondere bei Linken, Grünen und SPD dort sitzen.
    Zumindest Union und AfD scheinen da deutlichen Nachholbedarf zu haben.

    In Berlin werden, wie man lesen kann, auch „junge Männer“ aus Clanfamilien in den Polizeidienst aufgenommen, mit Waffen ausgerüstet und im Schießen ausgebildet.

    „Deutschland wird bunter und wir freuen uns drauf“ ?

    Wie sieht das in 10, 20 Jahren hier aus ?

    • S v B Antworten

      „Wie sieht das in 10, 20 Jahren hier aus?“

      Wie auch Sie nur zu genau wissen, erübrigt sich diese Frage längst schon von selbst. Vielleicht sollte man allmählich mal darüber nachdenken, diesem Land einen neuen Namen zu verpassen. Der Name Deutsch-Land dürfte schon in wenigen Jahrzehnten die Fakten nicht mehr abbilden, kurzum der Sache nicht mehr angemessen sein. Als Ersatz würde sich ein neutraler, völlig unverfänglicher Begriff wohl am ehesten anbieten. Ich denke da beispielsweise an eine Republik Mitteleuropa. Damit könnte man nun ganz sicher nichts falsch machen. Die Entscheidung sollte allerdings vielleicht doch demselben Verein überlassen werden, der uns regelmäßig mit dem Unwort des Jahres überrascht.

      Passgenau, gerade auch weil Frau Baerbock jüngst auf Reisen von einer Republik Europa schwärmte! Aber gefällig sah sie schon aus, die Frau Minister, in ihrem gefälligen grünen Kleidchen, barfuß am weißen Strand von Palau. Hach… Derlei Fotos gehören meist zu so genannten Modestrecken. Sie schmücken für gewöhnlich Bestellkataloge; oder schon mal die Modebeilagen von Tageszeitungen. Was man dem daheimgebliebenen Klimabesorgten mit diesem Foto wohl zu dokumentieren gedachte? Den Klimawandel?

      PS: haben Sie schon vernommen, dass diesem Land inzwischen schon an die 100.000 Brummi-Fahrer fehlen? Und in wenigen Jahren schon vermutlich eine Viertelmillion? Die Speditionen sind am Verzweifeln. Deshalb denkt man nun auch hier, „LKW-Fahr-Interessenten“ in der Türkei anzuwerben (dieses Land muss über ein schier unerschöpfliches Reservoir an gescheiten, arbeitswilligen und -fähigen Individuen verfügen. Noch-Deutschland offenbar nicht. Die Spezialausbildung der Anzuwerbenden für das deutsche, bzw. europäische Transportwesen, sprich die Vorbereitung auf die mutmaßlich doch höheren Anforderungen an hiesige Berufsfahrer, soll auch in diesem Falle noch in der Türkei erfolgen. Unter entsprechender Anleitung und Kontrolle, versteht sich.

      Wird nicht mit jedem Tag, den der Herr werden lässt, sichtbarer, dass sich unser Land selbst abwickelt? Und zwar zunehmend rasanter.

      • H.K. Antworten

        Ich finde es schon mehr als erstaunlich, wie sehr sich dieses Land innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes extrem verändert hat.

        Aus Sicht so mancher Menschen zum Positiven.

        Irgendwie scheint nichts mehr zu gelten; „Recht und Ordnung“ scheinen Begriffe zu sein, die allein schon unter Rechtsextremismusverdacht stehen; in den Öffentlich Rechtlichen sieht man immer mehr „People of Colour“ als Moderator*/-/:/_/Innen, in der Politik werden ebensolche in herausgehobene Positionen gewählt, obwohl ( oder gerade WEIL ? ) sie ihr Wahlheimatland bzw. die Menschen dort mehr als nur brüskieren; die deutsche Sprache wird mittels Gendergagastottersprech verballhornt bis zum Gehtnichtmehr; wenn wir zu Hunderttausenden Menschen mit völlig anderem Rechts- und Werteverständnis aus komplett fremden Kulturkreisen, insbesondere antisemitischen, hierherholen, sie fürstlich alimentieren, wundern wir uns plötzlich, wenn das als Anreiz angesehen wird und wir dadurch immer mehr Angriffe und Anfeindungen von Juden in diesem Land haben; gleichzeitig regen wir uns inzwischen über Messer-, Axt- oder Machetenmorde schon gar nicht mehr auf – irgendwie Alltag in diesem „Land, in dem wir gut und gerne leben“, daß huer und da und dort eine oder mehrere Frauenleichen gefunden werden; wenn eine Frau mit Migrationshintergrund und iranischen Wurzeln in eine sicherheitsrelevante Position gehievt wird, wundert sich zumindest der eine oder andere AUSLÄNDISCHE Geheimdienst, in Deutschland eher niemand, daß sie doch tatsächlich in ihr Heimatland reist, warum auch immer; wir machen „junge Männer“ aus Clanfamilien zu bewaffneten Polizisten, die uns kontrollieren und das Recht erklären sollen und wundern uns über zunehmende Clankriminalität; nicht nur Rentner wissen inzwischen nicht mehr, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen und gleichzeitig bekommen Hartz-4-Empfänger „aus gewissen Kreisen“, die als Großfamilien in Villen wohnen und S-Klasse- u.a. Limousinen vor der Tür stehen haben, rund eine halbe Mio € vom Sozialamt überwiesen, ohne daß irgend jemand auf die Idee kommt, auch nur einmal die Adresse zu überprüfen.

        Und um es zu komplettieren, dürfen demnächst alle ab 14 sich einmal im Jahr für eines der ich weiß nicht wievielen Geschlechter und einen passenden Namen entscheiden.
        Ich gehe mal davon aus, daß die Zahl der entsprechenden Behördenmitarbeiter verzehnfacht wird.

        Irgendwie verstehe ich dieses Land nicht mehr.

        • S v B Antworten

          „Ich verstehe dieses Land nicht mehr.“

          Das erwartet doch auch keiner von Ihnen, lieber H.K. Die Regierung schon zweimal nicht. Hauptsache, Sie verhalten sich ruhig und gehorsam, kommen weiterhin Ihren bürgerlichen Pflichten nach, indem Sie vielleicht noch täglich danach streben, das Bruttosozialprodukt zu erhöhen, in jedem Falle aber verlässlich ihre Steuern und andere Abgaben zahlen. Um alles andere kümmert sich -wie eh und je – die Politik. Zur Zeit tut dies bekanntlich die links-grüne. Und die sieht eben vieles ganz, ganz anders als Sie – und auch als ich. Was die Politik jedoch nicht weiter interessiert. Vom Bürger verstanden zu werden ist für sie offenbar kein Wert an sich.

          • gerd

            Leute geht auf die Strasse. Kommentieren ist eine Sache, die Wahrheit den Menschen ins Gesicht sagen eine andere. Lasst euch von den Menschen anpöbeln und verspotten. Mit was ihr rechnen müsst:
            „Euch hat man ins Gehirn geschissen!“
            „Lasst euch doch endlich impfen!“
            „Masken auf, damit wir eure Fresse nicht mehr sehen müssen!“
            „Ihr müsst an die Front in der Ukraine!“
            „Spacken!“

            In diesen Momenten bin ich stolz ein Deutscher zu sein.

          • H.K.

            Selbst hier regt es kaum jemanden wirklich auf …

          • S v B

            @gerd

            Seltsam, so gut wie alle der – mir meist völlig unbekannten oder nur oberflächlich bekannten Leute, bei welchen ich im Laufe eines Gesprächs sehr bewusst politische Fragestellungen anschneide, scheinen über das, was sie in den letzten Jahren hier so alles für sich registriert haben, innerlich ebenso aufgebracht zu sein wie ich. Im Laufe all der Jahre, in denen ich nun schon gezielt das politische Gespräch mit Landsleuten suche, bin ich noch nie in der abstoßenden Weise beleidigt worden, über die Sie hier berichten. Ich bin überhaupt nie beleidigt worden. Im Gegenteil, ich bin fast immer auf ungeteilte Aufmerksamkeit und großes Verständnis gestoßen. In hundert Fällen pflichtete man mir in sicher 99 bei. Teils sogar erstaunlich leidenschaftlich. Allerdings sprach aus den meisten (nicht allen!) meiner Gesprächspartner (und -innen, versteht sich) letztlich dann doch eine zumindest unterschwellig vorhandene Angst, die eigene Meinung auch vor Fremden, teils sogar im familiären Umfeld oder Freundeskreis frei – und somit sozial ungeahndet – kund zu tun.

            Um Himmels willen, was hat man mit diesem Land und seinen Menschen nur angestellt? Solches Verhalten dürfte manch einem wohl eher aus DDR-Zeiten, viel Älteren noch aus den bisher dunkelsten Zeiten Deutschlands bekannt vorkommen. Gerade in jenen dürfte den wenigen verbliebenen Mutigen, die es noch gewagt hatten, den NS, seine Schergen und Methoden hörbar und kritisch zu kritisieren, ein enger Maulkorb der Angst vergepasst worden sein. Ein Maulkorb, der mit der festeren Etablierung der Herrschaft des Bösen immer enger gezurrt wurde. Auf das „staatsgefährdende Verbrechen“ einer allzu mutigen Kritik stand ab irgendwann dann die Todesstrafe. Am besten hätte man also wohl doch den Mund gehalten. Übrigens schon das heimliche Abhören der BBC-News im Radio stellte eine gewisse Gefahr dar; wurde solches doch oft und gerne vom zuständigen Blockwart an die übergeordnete Überwachungsinstanz gemeldet, bzw. verpetzt. Deshalb lauschte meine Schwiegermutter selig diesem vom Regime so verhassten Sender bei allseits geschlossenen Fenstern und mit einem Ohr direkt an den Lautsprecher gepresst. Damit der Blockwart oder ein anderer Nachbar bloß nichts von ihrem Frevel mitbekäme. – Schrecklich!!! Bitte nie wieder Meinungsdiktat und Blockwartwesen!

          • H.K.

            Liebe SvB,

            eben dieses „Blockwartwesen“ erkenne ich für meinen Teil in diesem Land erst in den letzten Jahren, gefühlt seit 2015.

            Für mich war 2015 ein Jahr der überdeutlich einschneidenden Umbrüche, nicht nur durch vier persönlichste Ereignisse, sondern letztlich das ganze Land, ja Europa betreffend.

            Und, wer hatte zu dieser Zeit das Sagen, sowohl in Deutschland als auch in Europa ?

            Jemand, dem dieses Blockwartwesen äußerst nahe war …

            Und das wird dieses Land noch lange beschäftigen.

          • S v B

            Lieber H.K. Und trotzdem dürften sich die bevorstehenden Veränderungen wohl noch um einiges dramatischer auswirken als man sich dies heute überhaupt vorzustellen vermag.

  11. H.K. Antworten

    Tja.

    Dieser Artikel unseres Hausherrn stammt vom 09. Juli.
    Seit dem hat er nichts an Brisanz verloren.

    Und, redet man heute, 19.07., noch irgendwo, in irgend einer Sendung oder Zeitung auch nur EINEN Ton darüber ?

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