Fickt Euch? Andersrum wird ein Schuh daraus!
Nee, was sind die linksgrünen Rassisten in Berlin gerade aufgeregt…
Die Berliner „Volksbühne“ wurde einst gegründet, um der „Arbeiterklasse“ bezahlbaren Zugang zur Kultur zu bieten. In der DDR-Ära brüstete sich die sozialistische SED-Nomenklatura mit dem für damalige Verhältnisse avantgardistischen Theater. Und als der Schweizer Regisseur und Brecht-Schüler Benno Besson 1969 das Haus übernahm, war es sogar möglich, ein Stück weit den von oben verordneten starren Sozialistischen Realismus aufzubrechen. Plötzlich war ein Hauch von Leichtigkeit, Poesie und Maskenspiel im Theater am Rosa-Luxemburg-Platz 1 in Berlin-Mitte zu verspüren.
Und nach der Wende sorgte die „Volksbühne“ unter dem jungen Frank Castorf bundesweit für Aufsehen. Manche sagen, dass das Haus damals das bedeutendste und einflussreichste Theater Deutschlands gewesen ist.
Ja, gute alte Zeit …
Jetzt gerade sorgte die „Volksbühne“ wieder für bundesweites Aufsehen, allerdings nicht wegen künstlerischer Exzellenz, sondern wegen unverhohlenem Rassismus gegenüber weißhäutigen Berlinern.
Dazu muss man wissen, dass der jährliche Etat des Hauses etwa 28 Millionen Euro umfasst, von denen gut 24 Millionen durch die Zuschüsse des finanziell gebeutelten Landes Berlin getragen werden. Wenn Sie in Berlin leben, also von den immer weniger Werdenden, die in der deutschen Hauptstadt noch produktiv arbeiten und ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten.

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Seit dem 7. August steht vor der „Volksbühne“ ein sogenannter „Pop-up-Pool“, ein 25 Meter langes und 1,30 Meter tiefes Freibad, „Volksbad“ genannt, in dem jeder schwimmen darf, ohne Eintritt zu bezahlen. Ich weiß nicht, ob das tatsächlich die Aufgabe eines Theaters ist, aber hey, der öffentlich-rechtliche Rundfunk promotet auch Open-Air-Konzerte und veranstaltet Reisen für seine schrumpfenden Zuhörer und Zuschauer. Warum also nicht?
Gestern sollte dieses „Volksbad“ sechs Stunden lang für sogenannte „schwarze Communitys“ reserviert werden, also für die Mitbürger und Gäste Berlins mit dunkler Hautfarbe.
Ich, zum Beispiel, hätte in der Zeit nicht zum Schwimmen dorthin gehen dürfen
Wobei ich gerne mal in einem Berliner Freibad schwimmen würde, ohne Angst haben zu müssen, von einem Mob mit Messern bedroht zu werden.
Um es kurz zu machen: Die Idee der „Volksbühne“ kam beim Berliner Publikum und bundesweit nicht gut an. Gar nicht gut an …
In den sozialen Netzwerken machten sich Tausende Bürger und Steuerzahler Luft über den unverhohlenen Rassismus eines linken Milieus, das fast ausschließlich von unseren Steuergeldern bezahlt wird und sich dann herausnimmt, Menschen mit heller Hautfarbe zu diskriminieren.
Menschen werden also anhand von Merkmalen wie Hautfarbe, Herkunft, Sprache oder Religion eingeordnet, einige dürfen danach, was andere nicht dürfen. Das wird man bei der „Volksbühne“ nicht gerne hören: Aber so machten es auch die Nationalsozialisten.
Aufgrund der Aufregung und Wut über den Rassismus von links wurde das dunkelhäutige Happening in Berlins Mitte kurzfristig abgesagt.
Man habe nicht für die Sicherheit der Teilnehmer garantieren können – womit der Ball direkt wieder „rechts“ lag und auch bei der bösen AfD.
„Mitarbeitende“ – Arbeit ist ein dehnbarer Begriff im modernen Deutschland – der „Volksbühne“ hängten jetzt ein großes Transparent mit der Aufschrift „Fickt Euch!“ vor der „Volksbühne“ auf – eine Art „Stinkefinger“ gegen AfD, CDU und freie konservative Medien.
Und ein Stinkefinger gegenüber all denen, die den Kulturmüll, der in der „Volksbühne“ produziert wird, mit ihren Steuergeldern finanzieren müssen.
Sollte Berlin irgendwann wieder mal eine nicht linke Regierung bekommen, dann bin ich sicher, dass diese Regierung der Aufforderung nachkommt und diese „Volksbühne“ fickt, indem sie ihr nämlich den Geldhahn final zudreht.
P. S. Bitte um Verständnis bei unseren zart besaiteten Lesern hier, die sich immer mal wieder über böse Worte beschweren! Das steht da wirklich auf dem Transparent, und ich wüsste nicht, wie ich darüber schreiben sollte, ohne das F-Wort zu erwähnen …

 

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Dieser Artikel wurde 27 mal kommentiert

  1. Harald Antworten

    Diese Initiative, die öffentliche und politische Reaktion darauf als auch die Reaktion der Volksbühne zeigt, wie vergiftet und polarisiert dieses Land mittlerweile ist.

    War das eine kluge Initiative? Nein.
    Dient sie der Integration? Nein, im Gegenteil.
    Und was ist die Reaktion der Volksbühne mit ihrem „Fickt Euch!“-Banner? Provokant, wie man es von der Volksbühne nicht anders kennt.
    Aber hilft es in der aktuell aufgeheizten Diskussion? Nein, im Gegenteil.

    Soweit die eine Seite. Die andere ist aber kein Deut besser.

    Fühlte ich mich als alter weißer Mann diskriminiert, wenn ich an 6 Stunden dort nicht baden dürfte? Eher nicht, schon gar nicht als Nicht-Berliner. Genau, wie das auch auf >95% der Social Media-Empörer zutrifft.
    Fühlte ich mich als Berliner diskriminiert, wenn ich auch zu anderen Aktionen wie der des Flussbad e.V. oder des Vereins für mobile Straßensozialarbeit, an denen das Bad ebenso für das allgemeine Publikum ganztags gesperrt ist, dort nicht baden dürfte? Sicherlich nicht.
    Und wie steht es um die Hass- und Drohmails gegen die Berliner Volksbühne und den EOTO-Verein? Die sind schlicht widerwärtig.
    Rechtfertigt die Aktion der Berliner Volksbühne, daraus ein derartiges, landesweites Politikum zu machen? Sicherlich nicht!

    Zugegebenermaßen bin ich sprach- und ratlos, ob dieses Sturms im Berliner Wasserglas.

    • EH Antworten

      „Fühlte ich mich als alter weißer Mann diskriminiert, wenn ich an 6 Stunden dort nicht baden dürfte?“ Ich könnte mir aber viele Personen mit dunkler Hautfarbe vorstellen (auch hellhäutige linke und grüne im Übrigen), die, wenn eine Badeveranstaltung explizit „nur für Weiße/Deutsche“ gedacht wäre, einen Herzanfall vor Ärger bekämen. Rassismus!

      Ich halte das NICHT für einen Sturm im Wasserglas. Wegen der mitschwingenden Ideologie. Klar gibt es allerorten Veranstaltungen für eine bestimmte Zielgruppe, für Mitglieder. Die haben aber in der Regel nicht den Zweck, die eigene Gruppe zu stärken, um sich gegen die angebliche Diskriminierung durch die (Mehrheits-)Gesellschaft zu wehren, dieser politisch etwas entgegenzusetzen. Nennt sich strategisch Empowerment. Das Badevergnügen für Schwarze hat erkennbar eine dezente aggressive Komponente. Auch wenn EOTO die Erklärung nachgeliefert hat, ach, man habe doch nur Kindern und Jugendlichen mit Familie „einen schönen Sommerferien-Nachmittag“ bescheren wollen, als „positive Maßnahme für die diverse Berliner Stadtgesellschaft“.

      „EOTO e.V. setzt sich gemeinsam mit anderen Organisationen für die Interessen Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Menschen in Deutschland und Europa ein.“ Klingt sehr harmlos, tatsächlich geht es aber darum, „nachhaltige Strategien gegen Rassismus und Diskriminierung [der Außenwelt] zu entwickeln“. Siehe den Verbund gegen Rassismus: „Seit 2025 arbeiten wir sieben zivilgesellschaftliche Organisationen erstmals als Verbund zusammen: CLAIM, Each One Teach One (EOTO), korientation, RAA Berlin, Verband binationaler Familien und Partnerschaften Leipzig, Zentrum für Data-driven Empowerment, Leadership, Advocacy (zedela) und ZEOK. Wir bündeln unsere Erfahrungen zu phänomenspezifischen Rassismen (antimuslimischer, Anti-Schwarzer und Anti-Asiatischer Rassismus) und phänomenübergreifenden Diskriminierungsformen. Durch diese verschiedenen Perspektiven wird der Verbund gegen Rassismus zu einer starken Interessenvertretung für Menschen mit Rassismuserfahrungen. So schaffen wir eine langfristig angelegte und lernende Struktur, die Rassismus – als tief in der Gesellschaft und den Institutionen verankerte Form von Abwertung und Ausgrenzung – erforscht, benennt und sich ihm entgegenstellt.“

      Es geht darum, alle möglichen Minderheiten, die mit ihrer Familie eingewandert sind, einseitig-solidarisch als Opfergruppen zu definieren (jede Person ein potenzielles Opfer), die gegen eine „tief in der Gesellschaft und den Institutionen verankerte Form von Abwertung und Ausgrenzung“ kämpfen müssen. Selber selbstredend keinerlei Defizite, Fehlverhalten oder Integrationsprobleme zeigen.

      Wenn Sie also 6 Stunden nicht baden dürften, dann nach meinem Gefühl deshalb, weil sie implizit als Feind betrachtet werden, der möglicherweise alle Badenden nicht mit Respekt behandelt. Von dem F…Euch-Schild dürfen Sie sich getrost angesprochen fühlen.

  2. Angelika Antworten

    Linke brauchen immer eine „Opfergruppe“. Wer das ist, ist egal. Das können die Arbeiter sein. Es kann aber auch irgendeine beliebige ethnische Gruppe sein. Oder sonst eine Gruppe. Es könnten sogar Tiere sein.
    Zusatz: Soweit ich weiß, gibt es das in den USA seit 40 Jahren oder mehr, dass bestimmte ethnischen Gruppen ganz offiziell bevorzugt werden (sollen). Jetzt kommt das eben auch in die Provinz, also die BRD.

  3. Elena Antworten

    Mal wieder die Afd, Bild, Nius und andere diverse Rechtsbraune in Schnappatmung, weil sie alle Opfer sind von Rassismus! Und zwar 6 Stunden lang, zwar nicht überall in Deutschland, aber in einem Berliner Schwimmbecken. Wobei auch das nicht ganz richtig ist, denn man hätte sich ja für den Badespass anmelden können, beim Verein Eoto. Da dies aber ein Verein ist, der speziell für Menschen aus der schwarzen Community eintritt, folgern die Rechtsbraunen, werden alle Weißen rassistisch diskriminiert. Zwar sind auch Termine für andere Vereine reserviert, etwa für den Streetworkerverein Gangway oder Verein Fluss Bad Berlin, aber da wittern die Hyperventilierer keinen Rassismus, nur beim afrikanischen Menschen unterstüzenden Verein – Rassismus pur von den sich Aufregenden.
    Rechte brauchen immer eine „Opfergruppe“. Meist ist es die Afd und ihre Fans, die sich praktisch immer und Überall benachteiligt und verfolgt fühlen.

    Und so verbreitete sie ein extra KI-erschaffenes Bild „Rassentrennung auf Staatskosten“, mit vergnügten schwarzen Menschen im Volksbad. Übleres ist für AfD & Konsorten wohl schlecht vorstellbar, bei den Hasskommentaren und Drohungen, die nun den Veranstaltern entgegenschlägt.

    Es wurde nun ob der rassisitischen Drohungmails abgesagt und ist eingeknickt, statt sich den Rassisten zu stellen. Nicht mal das funktioniert mehr in Deutschland…

      • Elena Antworten

        Habe ich mich so undeutlich ausgedrückt?
        Der Rassismus funktioniert immer besser in Deutschland, der Widerstand dagegen nicht mehr.

        • Gerd Franken Antworten

          Stay cool. Klaus Kelle hat eine satirische Ader…..auf die ich ab und zu ein wenig neidisch bin.

          • Elena

            Ja, neidlos sein ist eine seltene Gabe. Geht mir auch so.

    • EH Antworten

      @Elena: Ich habe meine Meinung ja weiter oben schon kundgetan. Wenn Sie Veranstaltungen nur für Menschen mit einer bestimmten Hautfarbe oder Herkunft oder einen Verein, der explizit Menschen mit einer bestimmten Hautfarbe vertritt, ok finden, dann muss man das akzeptieren.

      Ich sage nur: Schwieriges Thema. Doppelter Standard. Sogar der Evangelische Kirchentag, eine öffentliche Veranstaltung, hat 2025 einen Workshop explizit für „Black, Indigenous und Kinder of Color“ im Programm angeboten. (Ob der durchgeführt wurde, weiß ich nicht.) Nun stellen Sie sich mal vor, der Kirchentag hätte sich einen Workshop primär/„nur für weiße Kinder“ ausgedacht. Die mediale Aufregung darüber bis hin zur Tagesschau hätte ich nicht erleben wollen.

      EOTO bietet ja auch z. B. für den 10.-14.8. eine Veranstaltung „Afriscool“ für Black Kids, „Kinder mit afrikanischem Bezug“, an. Die Veranstaltung „Afroletics Masterclass“ läuft unter der Überschrift „Black Youth“. Solange das interne Events eines Vereins für Mitglieder sind, ist das m. E. in Ordnung. Baden mitten in Berlin im Rahmen eines mit viel Steuergeld geförderten Theaters ist aber nicht-privat, öffentlich, hat eher auch eine politische Aussage. Der Streetworkerverein Gangway (Straßensozialarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen in Berlin) oder Verein Fluss Bad Berlin sind wohl auch nicht so stark wie EOTO ideologisch und programmatisch darauf festgelegt, Rassismus (der Mehrheitsgesellschaft) zu bekämpfen. Genau das schreiben sich aber die Migrantenverbände zum Teil offiziell auf die Fahnen. Deshalb hat Baden nur für Schwarze auch einen leichten Beigeschmack.

      • Elena Antworten

        …..“Nun stellen Sie sich mal vor, der Kirchentag hätte sich einen Workshop primär/„nur für weiße Kinder“ ausgedacht. Die mediale Aufregung darüber bis hin zur Tagesschau hätte ich nicht erleben wollen.“….

        Wo liegt der Fehler in Ihrer Argumentation?

        Sie drehen eine Situation einfach um, und schließen (u.a. wegen zu erwartender Aufregung) dann daraus, dass die ursprüngliche Situation irgendwie falsch sei. Wirklich? – Wenn Sie z.B. einen Workshop/Veranstaltung für Kinder mit Down-Syndrom machen (gab es beim Kirchentag), dann wäre dieser allein schon deshalb unangebracht, weil eine Veranstaltung, bei der nur Kinder ohne Down-Syndrom teilnehmen dürfen, zur „medialen Aufregung bis zur Tagesschau“, erfolgen könnte.
        Sind Sie dieser Meinung tatsächlich? Folgerichtig weiter gedacht, können Sie keine Veranstaltung für irgendwelche Minderheiten mehr machen!

        • EH Antworten

          Also, ich kann keinen Fehler in meiner Argumentation finden.

          Natürlich gibt es viele/unzählige Vereine und Kreise, die sich durch die Interessen und/oder Merkmale der Mitglieder auszeichnen. Die verfolgen aber mehrheitlich keine politisch-weltanschauliche Ideologie, sondern konzentrieren sich wirklich auf das Wohlergehen der Ingroup. Eine Veranstaltung für Kinder mit Down-Syndrom hat nicht noch das Nebenthema: Achtung, die Rest-Gesellschaft ist verantwortlich für uns und besteht zumindest zum Teil aus diskriminierenden Rassisten, gegen die wir uns wehren müssen und wollen!

          Doch. Ich kann Veranstaltungen für ganz viele Minderheiten durchführen. Die sollen mich nur bitte nicht im- und explizit anklagen und schlechtreden, zumal wenn ich sie über Demokratie leben! usw. mitfinanziere. EOTO engagiert sich im Netzwerk Anti-Rassismus (NAR), sammelt Fälle von sogenanntem „Anti-Schwarzen Rassismus“, betreibt „diskriminierungskritische Sozialberatung“ und wird aus Steuergeldern unterstützt. EOTO hat übrigens vor Kurzem unter dem Dach des Bundesfamilienministeriums zusammen mit Partnern die Studie „Förderung und Finanzierung Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Organisierung in Deutschland: Eine Bestandsaufnahme“ veröffentlicht mit dem Ergebnis, die Förderung sei zu verbessern.

          Und nochmal die Frage: Meinen Sie, man könnte Veranstaltungen nur für „Weiße“ anbieten? Ihrer Logik nach müsste das unproblematisch sein.

          • Elena

            …“Ihrer Logik nach müsste das unproblematisch sein“….

            „Meiner“ Logik nach eben nicht. Es ist NICHT das gleiche. Sie argumentieren doch, dass, wenn eine Veranstaltung nur für schwarze Kinder unproblematisch ist, sollte auch eine Veranstaltung nur für weiße Kinder genauso umproblematisch sein. Das kann der Fall sein, aber nur dann, wenn die Situationen der weißen und der schwarzen Kinder identisch ist (also beide Gruppen den selben Problemen, etwa rassistischen Erfahrungen ausgesetzt sind). Ist es aber nicht, und daher funktioniert eine simple „unproblematische“ Umkehrung nicht. Also nochmals zurück zum Beispiel der Kinder mit Downsyndrom: Die Lebenswirklichkeit der Minderheit der mit Downsyndrom ist eine andere als die Lebenswirklichkeit der übergroßen Mehrheit der normealen, also nicht mit Downsyndrom betroffenen.
            Und so verhält es sich auch mit dem Baden der Minderheit der schwarzen Kinder mit einer anderen Lebenswirklichkeit als die Mehrheit der weißen Kinder hat. Der Hintergrund von Veranstaltungen für Minderheiten ist gewöhnlich ein Ausgleich für Benachteiligungen relativ zur Mehrheit, oder wenigstens eine Verbesserung des aktuellen Zustandes. Deshalb funktioniert eine einfache Umkehrung wie Sie proklamieren, nicht.

            ….“Und nochmal die Frage: Meinen Sie, man könnte Veranstaltungen nur für „Weiße“ anbieten?“….

            Kann man – aber, um beim Schwimmen zu bleiben, warum? Welchen Nachteilsausgleich hätte das?

          • EH

            Ok, Elena, verstanden: Sie argumentieren hier sehr klar mit dem Critical-Whiteness-(Black-Lives-Matter)-Ansatz. (= Personen, die als weiß gelesen werden, sind grundsätzlich u.a. aufgrund weißer Machtstrukturen und unbewusster Vorurteile privilegiert. Andere brauchen einen „Nachteilsausgleich“, weil sie grundsätzlich diskriminiert werden.)

            Diesen Ansatz verwendet man – oder auch nicht. Da erübrigt sich jede weitere Diskussion. (Ich frage mich ehrlich gesagt nur, warum Menschen aus anderen Regionen freiwillig nach Deutschland kommen, um sich dann hier über die Behandlung zu beschweren und wie EOTO & Co. mehr öffentliche Förderung zu wünschen. Aber das ist ein anderes Thema.)

          • Harald

            @ EH

            Auch als Antwort auf Ihren Einwand auf meinen Beitrag weiter oben.

            Es gibt einen Unterschied zwischen individueller und struktureller bzw. systemischer Diskriminierung. Stichwort Majorisierung. Das kann sich auf Hautfarbe beziehen (übrigens auch umgekehrt wie in Simbabwe oder Südafrika), Religion, sexuelle Orientierung, Familienkonstellation, Alter etc. Sprich: Die jeweilige Mehrheit in einer Gesellschaft kommt in den Genuss struktureller Vorteile, die dann automatisch Nachteile für die anderen mit sich bringt.

            Ergo könnte man die exklusive Reservierung des Volksbades für EOTO-Mitglieder als temporäre (6h!) individuelle Diskriminierung Weißer (genauer gesagt Nicht-EOTO-Mitglieder) bezeichnen. Das aber mit der strukturellen Diskriminierung Farbiger zu vergleichen, die es nach wie vor in vielen westlichen Ländern 24/7 in sehr vielen Lebensbereichen gibt, hinkt enorm!

            Was wir seit ein paar Jahren erleben ist eine Empörung einer – ja rechten! – Strömung, die sich entlang der Majorisierung darüber empört, wenn eine Minderheit hier oder dort mal sichtbar wird. Und sei es auch nur für eine Tag im Jahr. Stichwort CSD. Und die sind noch nicht mal exklusiv sondern laden explizit alle, auch Heterosexuelle ein. Mit Deutschland- anstatt Regenbogenflagge wird aktuell Wahlkampf in Sachsen-Anhalt gemacht. Als ob beide ein Widerspruch wären. Mehr noch: Die eine soll Pflicht vor Schulen, die andere verboten werden.

            Als ich das erste mal von der Aktion der Berliner Volksbühne hörte hatte ich deswegen sofort die Sorge: Wenn deswegen mal kein Sturm im Wasserglas ausbricht. Und so kam es denn auch.

            Das Bemerkenswerte: Die meisten Berliner gingen mit der Aktion völlig gelassen um (siehe Leserkommentare auch bei traditionellen lokalen Medien). Der Shitstorm brach in social media los, mit weit über 95% Nicht-Berlinern, die faktisch noch nicht mal individuell diskriminiert gewesen wären, weil sie eh nicht vor Ort sind.

            Und was passiert? Die extremen Ränder, rechts wie links, werden weiter gestärkt. Die einen geifern von Diskriminierung und „Rassismus“ gegenüber Weißen (was, sorry, lächerlich ist!), die anderen beißen nicht minder wutschäumend mit „Rassismus“ und „Fickt Euch!“ zurück.

            Und das alles wegen einem kleinen Planschbecken an exponierter Stelle. Sturm im Wasserglas eben. Oder wie man gemeinhin sagt: Wer sich empören will, findet immer ein Häkchen, an dem er sich aufhängen kann.

          • EH

            @Harald, 18.08.: Danke für Ihre Ausführungen. Ich bleibe aber doch dabei, dass das kein Sturm im Wasserglas (Berliner Schwimmbecken) war, sondern dass es um die Symbolik geht.

            Ich bin ja ganz bei Ihnen, dass eine Minderheit hier und da mal sichtbar werden können soll (wobei wir ja recht viele davon kennen). In unserer gegenwärtigen Gesellschaft, so mein subjektiver Eindruck, sind viele Minderheiten aber sichtbar genug, vor allem in ihrer Funktion als Opfergruppe. Demokratie leben! z. B. ist vor allem bemüht, ausgewählte Gruppen zu stärken und die Mehrheitsgesellschaft zu erziehen: bitte kein Rassismus gegen Schwarze, bitte keine Transfeindlichkeit, bitte keine Islamophobie … . Viele Minderheiten werden mit ihren Vereinen steuerlich gefördert. Und der CSD ist bitteschön nicht für einen Tag im Jahr, mit seiner Minderheit der halbnackten Hundemasken-Träger, auf den Straßen. Wie Sie der Seite csd – deutschland entnehmen können, finden über Wochen ständig bis zum Oktober in allen möglichen Städten Demos statt. Und am 22. Mai 2027 geht es weiter. Ich kritisiere das wohl bemerkt nicht, ich möchte nur meiner Meinung Ausdruck verleihen, dass Minderheiten hierzulande so unterdrückt nicht sind.

          • Elena

            @EH
            NEIN, ich argumentiere nicht, dass „weiß gelesene“ Personen „grundsätzlich“ privilegiert sind und bin auch nicht der Meinung, dass Schwarze „grundsätzlich“ diskriminiert werden. Es gibt keine grundsätzliche Privilegierung von Weißen, aber es gibt eine Benachteiligung von Schwarzen (aber keine „grundsätzliche“, die Gesetze machen keinen Unterschied bei Hautfarben) durch die Gesellschaft oder individuell, übrigens auch bei anderen Gruppen. Ich habe geschrieben, dass die Lebenswirklichkeit der weißen Mehrheitsgesellschaft zur schwarzen Minderheitsgesellschaft unterschiedlich ist. Oder sind SIe der Meinung, dass die Lebenserfahrungen von weißen und schwarzen Kindern identisch ist? Wenn Sie das annehmen, dann wären einige Schwimmstunden nur für Weiße genauso ok. wie sie für schwarze sind. Siehe auch mein Beispiel der Mencshen mit Downsyndrom, auch da sind die Lebenserfahrungen unterschiedlich, (und zwar gewöhnlich zum Nachteil) – oder bezweifeln Sie das? Solche Gruppierungen wie schwarze Kinder oder solche mit Downsyndrom sind auch praktisch immer Minderheiten. Deshalb ist ein Umdrehen (also Schwimmen nur für Weiße) wie Sie es einfordern, nicht ergebnisgleich.

            Also, nochmals zum Verständnis: Wenn die Lebenswirklichkeit von Menschengruppen (warum auch immer) nachteilig unterschiedlich zur Mehrheit ist, dann sollte auch mal begrenzt nur für solche Gruppen ein Angebot gemacht werden können, ohne dass sich die Mehrheit so beanchteiligt fühlt, dass sich deren selbsternannte Verteter in Hassmails und Drohungen rein steigern, Rassismus oder gar Apartheid wittern.

          • Harald

            @ EH

            „Ich bleibe aber doch dabei, dass das kein Sturm im Wasserglas (Berliner Schwimmbecken) war, sondern dass es um die Symbolik geht.“

            Damit bestätigen Sie doch genau das, was ich sage: Es ist eine Empörung wegen vermeintlich symbolischer, nicht tatsächlich relevanter Diskriminierung. Siehe mein Einwand, dass die meisten Berliner, die faktisch betroffen wären, das recht gelassen sehen, der Shitstorm im Netz aber fast ausschließlich von Nicht-Berlinern sowie Parteien betrieben wird.

            Und das gleiche symbolische Empörungsmuster findet sich auch beim CSD u.a. Ja, über die Sommermonate finden viele CSDs verteilt über das ganze Land statt (was übrigens logistische Gründe hat), aber was juckt es mich, wenn ein CSD neben einmal im Jahr in meiner Stadt noch mehrere Male in jeweils anderen Ecken der Republik stattfindet?

          • Gerd Franken

            @EH

            Ich bewundere Ihre Ausdauer….bedenken Sie bitte: Elena und Harald haben IMMER das letze Wort. Durchbrechen Sie bitte nicht dieses
            Perpetuum mobile….

            😉

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            @ Gerd Franken

            Ihre Anmerkung führt offensichtlich dazu, daß einige Foristen die Lust an der Diskussion bei bestimmten Themen verloren haben.
            Unterschiedliche Meinungen muß man aushalten. Wenn die Gegenseite es aber an Akzeptanz fehlen lässt, verliert sich die Lust am Disputieren.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            @ Gerd Franken

            „…führt offensichtlich dazu…“ ist vielleicht

            LGmißverständlich, besser wäre: „…weist darauf hin…“
            Es ist keine Kritik an Ihrem Beitrag!

            Liebe Grüße.

          • Gerd Franken

            @Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Ich habe das schon verstanden. Ihre Beiträge wie z.B. zur Corona-Katastrophe decken sich eins zu eins, mit meinen Erfahrungen bzw. Einschätzung. Deswegen bin ich besonders gespannt auf den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt, wo die eventuelle AfD Regierung einen Untersuchungsausschuss zur Aufarbeitung der faschistischen Coronamaßnahmen einsetzen will.

            Liebe Grüsse vom Niederrhein, wo es kräftig regnet. Der Rhein verschwindet eben nicht so einfach wie es die Klimajünger vorhergesagt haben.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            @ Gerd Franken

            Apropos Corona:
            Epoch Times meldete gestern, daß Dr. David Morens, ehemaliger Assistent von Fauci, sich schuldig bekannt hat, Unterlagen zur Covid-Pandemie vor der Öffentlichkeit verborgen zu haben. Ihm drohen bis zu 5 Jahre Haft, während Fauci vom ehemaligen Präsidenten Biden vorausschauend begnadigt wurde.

            Und zum ausgiebigen Regen fällt mir auf, daß der Wasserstand der Flüsse in den Medien seit Tagen keine Rolle mehr spielt!

            Herzliche Grüße zurück.

          • Gerd Franken

            @Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Die Causa Fauci ist ebenfalls nicht beendet. Der Mann hat vor dem republikanischem Senat über hundert Fragen nicht beantwortet mit dem Verweis auf den 5. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten. Eigentlich ist der Mann begnadigt und kann sich somit ja nicht selbst belasten. Das bricht alles zusammen.

          • Harald

            @ Gerd Franken

            „Klimajünger“.

            Wer außer eingefleischten „AfD-Jüngern“ benutzen diese Parole heuer noch angesichts der letzten und dem aktuellen Sommer?

  4. Johannes Antworten

    Die links/woke Blase dreht gerade komplett hohl und meint damit allen Ernstes, irgendjemand von „räächts“ fernhalten zu können. Panik, über Panik macht sich in dieser Blase breit, denn die Mehrheit der Bevölkerung zeigt dieser Blase die kalte Schulter und wählt einfach anders als gewünscht. Und mit anderen Wahlergebnissen droht natürlich auch der kalte Entzug der Staatsgelder. Die dann für geeignetere und bessere Zwecke eingesetzt werden können.

    Die Volksbadnummer ist nur eines von vielen Beispielen aktuell. Noch besser als diese Nummer ist aber die Spiegelnummer in Richtung Siegmund. Er wird uns ja noch verraten, wieviel er dem Spiegel dafür gezahlt hat …

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