„Mein Mann misshandelt mich“? Das war’s dann – auch wenn, es gar nicht stimmt
«Fluch der Karibik»-Star Johnny Depp und seine Ex-Frau Amber Heard, auch eine Schauspielerin. Bei den Depps zuhause soll es früher bunt zugegangen sein, lernen wir und dass seine einstige Liebe ein «Bedürfnis nach Gewalt» habe. Während eines Streits im Jahr 2015 habe sie eine Wodka-Flasche nach ihm geworfen. Dabei sei ein Teil seines Mittelfingers abgetrennt worden. Und so weiter, also was man so macht, wenn man verheiratet ist.
Im Gericht wurden jetzt Tonaufzeichnungen von Streitigkeiten der Ex-Eheleute abgespielt, bei Wutausbrüchen habe Heard ihn verbal und tätlich angegriffen, so dass er sich im Schlaf- oder Badezimmer einschließen musste, um in Sicherheit zu sein. Irgendwie nachvollziehbar, dass diese „Ehe“ nach nur 15 Monaten vorbei war. Warum hat es überhaupt so lange gehalten?
Damit komme ich zum Punkt: Denn Frau Heard zog den Joker, den Frauen bisweilen ziehen, weil sie damit automatisch Wirkungstreffer erzielen. Nicht nur vor Gericht, sondern auch in der Öffentlichkeit beim geneigten und dann abgeneigten Publikum. Männer, die ihre Frauen schlagen? Dafür hat niemand Verständnis, ein No-Go, wie man das neudeutsch nennt.
Heard behauptete also öffentlich, ihr damaliger Mann habe sie misshandelt und auch konkret geschlagen. Die nicht ganz unbedeutende «Washington Post» berichtete 2018 über den angeblich brutalen Johnny Depp und seine Ausraster. Damit war er raus aus der Karriere und dem öffentlichen Leben. Durch die «fälschlichen» Anschuldigungen“, dass er sie misshandelt habe, sei sein Leben ruiniert, sagt er. Und:  «Ich habe nicht weniger als alles verloren».
Der seltene Fall, dass es von den wütenden Ausrastern der Frau Heard Tonband-Aufnahmen gibt, wirft nun ein ganz anderes Licht auf den Fall. Gut, Herr Depp klagt wegen Verleumdung auf 50 Millionen Dollar Schadenersatz. Damit würde er wohl eine Weile zurechtkommen.
Aber nichts ist so eine scharfe Waffe wie die öffentliche Anschuldigung einer Frau, sie werde von ihrem Mann misshandelt. Das glaubt erstmal jeder automatisch, und es ist für einen Mann sehr schwer, sich im Falle tatsächlicher Unschuld, von einem solchen Vorwurf reinzuwaschen. 
Das konnten wir ja auch beim Fall Kachelmann in Deutschland alle studieren.
Lesen Sie dazu auch hier

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Dieser Artikel wurde 13 mal kommentiert

  1. Angelika Antworten

    „Fall Kachelmann“:
    Einfach mal auf Twitter nachlesen, was dieser gute Mann so alles zu sagen hat. Über Rechte und Artverwandte.
    Egal, was im Fall Kachelmann los war, als „armes nettes Opfer“ taugt er nicht so ganz gut.

    • Achim Koester Antworten

      Liebe Angelika,
      Twitter taugt ebenso wenig als Informationsquelle, versuchen Sie es mal mit Wikipedia, da finden sich Fakten über den Fall Kachelmann, der letztlich von allen Vorwürfen freigesprochen wurde, die Frau, die ihn beschuldigt hatte, wurde wegen Falschanschuldigung zu einer Geldstrafe von € 7.096,51 verurteilt. Aber leider wird es immer Menschen geben, die #metoo, Twitter und Facebook mehr Glauben schenken als Tatsachen.

      • Angelika Antworten

        Auf Twitter lese ich O-Ton Kachelmann. Und mir ging es darum, was für ein Typ Kachelmann ist. Das sehe ich auf Twitter.
        Der „Fall Kachelmann“ ist mir egal. Kann schon sein, dass sie ihn reingelegt hat. Sie wollte sich vermutlich rächen.
        Ansonsten bin ich der Meinung „Gleich und gleich gesellt sich gern.“ Meine Sympathien sind in solchen Fällen nicht auf einer der beiden Seiten.
        Und JEDE Seite sollte sich VORHER überlegen, mit wem man sich einlässt.

        • H.K. Antworten

          „ Und JEDE Seite sollte sich VORHER überlegen, mit wem man sich einlässt.“

          Sehr weise !

          Würden alle das beherzigen, gäbe es in Deutschland keine knapp 39 % Scheidungsrate ( 2020 ) mit steigender Tendenz.

          Und auch die Politik, insbesondere die SPD, hätte weniger Probleme als derzeit.

          Und dieses Land, Europa und die Welt hätten weniger Probleme, hätte man ( frau auch ) sich rechtzeitig wenigstens ein paar Gedanken über eine gewisse Dame aus der Uckermark gemacht …

        • Achim Koester Antworten

          Rächen wofür? Für seine Gesinnung? Soll das die haltlosen Beschuldigungen rechtfertigen?

          • Angelika

            Wenn sich zwei (beide nicht sehr sympathische) Nachbarn, Kollegen, … von mir gegenseitig fertig machen, wieso sollte ich mich auf eine Seite schlagen?
            Und beide Seiten werden zig Beispiele haben, warum die andere Seite die schlimmere ist.
            Meine Meinung: Bei solchen Leuten hält man sich raus. Und man vergibt auch keine Sympathien. Und wer am Ende gewinnt, ist mir egal.

          • H.K.

            Hm.

            Also, wenn die „dumme, alte Nachbarin“, die, die immer rummäkelt, weil Sie sich nicht „richtig“ die Füße abtreten, vor dem Haus überfallen, umgeworfen und ihr die Handtasche geklaut wird, gehen Sie vorbei und wünschen „noch einen besonders schönen Tag“ ?

            K a n n mann so machen …

  2. Wolfgang Heppelmann Antworten

    Wundern kann einen das Theater nicht. Nach 30 Jahren militantem Feminismus und Genderismus in Schulen, Vereinen, Behörden, Justiz, Medien usw, Ist das, was Jhonny Deep oder Kachelmann passiert ist, symtomatisch für die gegenwärtige Situation in der „westlichen“ Welt. Eine ganze Generation ist mit männlichkeits- und Männerfeindlichkeit aufgewachsen. Das beginnt in der Schule mit grundsetzlicher Bevorteilung der Mädchen, und endet mit dem Ausstieg von immer mehr Männern aus der Gesellschaft.

    Die forensische Psychologin Helen Smith beschreibt in ihrem Buch „Männerstreik“- (Sehr zu empfehlen)- die Mechanismen, die dazu führen, daß immer mehr Männer sich nicht mehr an eine Frau binden wollen, denn im Fall eines Scheiterns der Ehe, aus welchen Gründen auch immer, führt eine Trennung regelhaft und lebenslang zum völligen Ruin des Mannes, selbst wenn ihm das Kind eines anderen Mannes untergeschoben wurde. Man sehe sich hierzu die regelmäßige „Rechtsprechung“ an. Die Verweigerung von Männern gegen Familie und der komplette Ausstieg uas der Gesellschaft läßt sich schon heute wirtschaftlich bemessen, zB. beim Fehlen von Fachkräften.

    Männerfeindlichkeit ist nun Systemisch geworden. Ich befürchte, daß das Pendel des überzogenen Feminismus bald an seinem höchsten Ausschlag angekommen sein, und sich dann notwendig in die andere Richtung bewegen wird. Der Genderfeminismus läßt sich nicht mehr lange steigern. Wehe den Protagonisten!

  3. H.K. Antworten

    Ich kann Herrn Heppelmann nur zustimmen.

    Die westliche Welt, Deutschland stramm voran, scheint irgendwie regelrecht durchgedreht zu sein.

    „Dress to impress“ heißt es bekanntermaßen. Ich versuche, mich so anzuziehen, daß ich mir nicht nur selbst gefalle/ mich wohlfühle, sondern mich auch draußen „sehen lassen kann“.

    „Wer in Jogginghose das Haus verlässt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“ sagte Karl Lagerfeld einmal.

    Selbstverständlich trägt man ( frau auch ) zum Sport, insbesondere zum Joggen, auch Jogginghose, aber wohl eher nicht beim Shoppen oder Käffchenschlürfen in der City.

    Wir erinnern uns sicher an den FDP-Politiker Brüderle, der einer Journalistin bei irgendeiner Veranstaltung das Kompliment machte, sie sehe in ihrem Dirndl aber wirklich gut aus.

    Diese als nette Bemerkung gemeinte Aussage führte zu einem Shitstorm sondergleichen.
    Ich weiß nicht, ob das der Auslöser war, aber zumindest ist es mir gut im Gedächtnis geblieben.

    Und so ging es weiter.

    Zudem haben wir seit mehreren Jahren jede Menge testosterongesteuerter „junger Männer“ aus Ländern, in denen Frauen nur mit Ganzkörpersack herumlaufen. Wenn die dann Stielaugen bekommen, wenn unsere jungen Damen bauchfrei und mit Gürtel als Rock durch die Gegend laufen, wundern wir uns ( oder besser: die Mädels, wenn sie angebaggert werden ).

    „Vulven malen“ auf Kirchentagen, ausführliche Reportagen über ansonsten intimste Sexdetails in Radio und Fernsehen, freie Geschlechter- und Toilettenwahl bereits im Vorschulalter.

    Frauen, die mit aller Macht in alle Führungspositionen geschossen werden, die vorhanden sind, egal, ob sie Ahnung haben oder nicht: Hauptsache Frau.

    Oder auch Mann, der sich als Frau fühlt.

    Wohin das führt, sehen wir an zahlreichen Beispielen, insbesondere in der Politik.
    Versagen auf ganzer Linie.

    Ich habe ganz und gar nichts gegen Frauen in Führungspositionen – wenn sie diese bekleiden, weil sie gut sind.

    Und wenn es der Karriere dient, zeigt frau auch mal etwas mehr Bein oder ( sorry ) „Titts and ass“ als üblich.

    Springt dann irgend ein Depp darauf an, geht das Gezeter los.

    Das heißt nicht, daß Vergewaltigung erlaubt oder auch nur tolerabel wäre, ganz sicher nicht.

    Aber:

    Wir haben nicht mehr alle Latten im Schrank – oder Tassen am Zaun.

    Respektvoller gegenseitiger Umgang miteinander sieht m.E. anders aus.

  4. GJ Antworten

    Zu Jonny Depp kann und seinen Neigungen kann ich nichts sagen. Was Herrn Kachelmann betrifft nur soviel, daß ich sein Auftreten in seiner Talk-Show oft äußerst unangenehm, schlüpfrig und verbal übergriffig empfinde. Meinem Mann geht es im Übrigen auch so. Und Brüderle hat nicht einfach nur gesagt, daß die Dame schick aussieht, sondern, daß sie das Dirndl gut „ausfülle“. Sprich, daß sie große Titten hat. So was ist für mich dann doch daneben.

    • H.K. Antworten

      Liebe GJ,

      Sie wissen sicher, daß ich Ihre Ansichten sehr häufig teile.

      Aber mal im Ernst:

      WOZU mache ich mich „chic“ ?
      Damit niemand mich zur Kenntnis nimmt oder am besten bewußt wegschaut oder die Straßenseite wechselt ?

      Wäre die Dirndl-Dame nach der Veranstaltung mit Herrn Brüderle nach Hause gefahren und NIEMAND hätte sie gar eines Blickes gewürdigt, geschweige denn etwas „Positives“ ( ? ) gesagt, wäre sie vermutlich wenig glücklich gewesen.

      Worüber wird denn in allen Gazetten, der „Yellow Press“ und sonstwo bei Veranstaltungen in Cannes & Co berichtet ?

      Welche SIE hat welche Robe mit welchem Ausschnitt ( oben oder unten ) getragen und wie teuer war der Fummel vermutlich.

      Ich bleibe dabei: „Dress to impress“ ( stammt nicht von mir ) gilt zumindest in der westlichen Welt immer noch.

      Und wer den Beinschlitz bis zum Bauchnabel trägt, darf sich wohl kaum wundern, wenn „Interessierte“ Stielaugen kriegen.
      Gleiches gilt m.E. auch für entsprechend ausgeschnittene Dirndl.

      Wer nicht will, daß wer auch immer dann hinschaut, sollte besser mit Ganzkörpersack mit Sehschlitz auf die Straße gehen.

      In manchen Gegenden dieser Welt weiß man(n) schon, warum die Frauen so rumlaufen ( müssen ).

      Just my 2 cents.

      • GJ Antworten

        Werter H.K, ich bin vom Prinzip auf Ihrer Seite. Mir geht es um die Art und Weise. Jeder zieht seine Grenze anderswo. Ein Kompliment kann gut gemeint sein, aber trotzdem daneben sein. Es gibt Menschen, die -auch in der Öffentlichkeit- auf dirty talking stehen. Natürlich zieht eine Frau ein hübsches Kleid an, weil sie sich damit gefällt und wahrscheinlich ist es ihr angenehm, wenn sie damit auch anderen gefällt und das gesagt bekommt. Eine sabbernde Anzüglichkeit muß es deshalb noch lange nicht sein. Hat für mich etwas mit Geschmack, Anstand und Erziehung zu tun. Auf der anderen Seite kann man/frau natürlich unterschiedlich reagieren. Wenn jemand wie ein Kachelmann oder Brüderle mir eine für mich unangenehme Bemerkung entgegenbringt, kann ich ihm das einfach klar sagen, ihn stehen lassen oder Ähnliches. Ich würde aber nicht auf die Idee kommen, in der Hotelbar „Hilfe, Vergewaltigung!“ zu brüllen oder gute Miene zu machen und danach die Bildzeitung anzurufen und Skandal zu melden. Ist halt Geschmackssache und Stilfrage.

        • H.K. Antworten

          120% d‘accord.

          Das, was Sie und ich und ganz sicher auch viele Andere noch gelernt haben wie „Das tut man(n) nicht“ oder „Das gehört sich nicht“, führt heutzutage leider nur noch zu ungläubigem Staunen und Kopfschütteln nach dem Motto „ Aus welchem Jahrtausend kommt DER ( oder DIE ) denn ?“

          Leider ist es bei Vielem so.

          Wenn ich lese, daß Restaurants mit „Hasskommentaren“ im Netz überzogen werden, weil sie z.B. plakatieren „Ab 17:00 bedienen wir keine Familien mehr mit Kindern unter 12“, so gibt es einen Shitstorm ohne Ende.

          „Kinderfeindlich“ heißt es dann von der einen Seite.

          „Kinder sind unsere Zukunft und unser höchstes Gut“.

          Stimmt selbstverständlich !

          Aber:

          dummerweise gibt es auch die andere Seite.

          Da schildern dann Gastronomen, WARUM sie so handeln.

          Wenn Eltern ihre Kinder nicht nur über den von ihnen genutzten eigenen Tisch laufen und mit Geschirr, Essen und Getränken „Fußball spielen“ lassen, ihre „lieben Kleinen“ auch nicht stoppen, wenn die Bedienungen und andere Gäst*/:/-/_/Innen mit Speisen beworfen werden und die Gastwirt*/-/:/_/Innen dem Herztod nahe sind, so ergibt sich ein ganz anderes Bild.

          Meine Chefin und ich ( ich habe auch zuhause nichts zu melden ) freuen sich immer, wenn wir irgendwo essen gehen und werden dabei von den kleinen süßen Racker*/-/:/_/Innen anderer Gäst*/-/:/_/Innen mit Spaghetti beworfen – vorausgesetzt, es ist die „richtige“ Soße“.

          Ich frage mich, was passiert, wenn Eltern in manchen Medien ( z.B. focus online vor einiger Zeit ) den durchaus ernst gemeinten Artikel lesen „Eltern, hört endlich auf, eure Kinder zu erziehen“ und aufgefordert werden, den süßen Familienterroristen ihre Entwicklung gefälligst selbst zu überlassen.

          Und ich frage mich, was später aus diesen süßen Kleinen werden soll, wenn sie nicht einmal lernen, sich an die geringsten Regeln des Anstandes zu halten.

          Lauter Kachelmanns und Brüderles ?

          Vielleicht sollten wir alle mal „einen Gang zurückschalten“, durchschnaufen und versuchen, uns ( vielleicht grundsätzlich ? ) wenigstens kurz „auf die andere Seite des Tisches“ zu setzen – insbesondere angesichts der Probleme, die unsere Nachbarn 2 Flugstunden gen Osten entfernt gerade haben.

          DIE wären froh, wenn sie sich mit SOLCHEN „Problemen“ beschäftigen dürften.

          In diesem Sinne:

          Allerseits einen schönen, sonnigen, ruhigen und vor allem friedlichen Sonntag – auch zum Nachdenken.

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