US-Wahl im TV: Gut, dass wir verglichen haben

In Nächten, in denen es auf Aktualität, Analyse und professionelle Präsentation ankommt, trennt sich die Spreu vom Weizen. Jedenfalls im deutschen Fernsehen. Die nervenzerreißende Präsidentschaftswahl in den USA hat mich und Freunde bis 7.40 Uhr vor dem Großbildschirm in den Bann gezogen. Und stundenlang natürlich Channel-Hopping, immer wieder wechseln der Sender, immer dann, wenn es zu langweilig, zu belanglos oder linksgrüne Volkserziehung war. Besonders häufig weggeschaltet haben wir beim ZDF. Unerträglich das distanzlose Hochjubeln von Biden und das platte Niederreden von Trump. Mit Journalismus hatte das gar nichts mehr zu tun, das war Volksempfänger 2.0.

Als in den frühen Morgenstunden, wo die Spannung nahezu kaum erträglich wurde, eine junge Frau vor die Kamera gesetzt wurde, um den verbliebenen Zuschauern davon zu erzählen, dass Präsident Trump ein Frauenhasser und Rassist sei und die LTTBQARDBKAOK-Gedöns-Community gar nicht zufrieden sei mit den ersten vier Jahren Trumps im Weißen Haus, da beschlossen wir, für den Rest der Nacht auf diesen komplett überflüssigen Öffentlich-Rechtlichen Propagandasender zu verzichten.

Wir stiegen um auf CNN, bekanntermaßen auch gegen Trump – aber auf einem Niveau, wo noch erkennbar war, was Journalismus eigentlich sein sollte. Ein Lichtblick, wenigstens einer, in der trostlosen ZDF-Wahlsendung war allerdings auch eine Frau, irgendeine Expertin, die auf die Frage, ob Trump als Präsident alles falsch gemacht habe, wahrheitsgemäß antwortete, dass könne man so nicht sagen, da er seine Wahlversprechen weitgehend umgesetzt und den unteren Lohngruppen deutliche Einkommenszuwächse beschert habe. Und seine Außenpolitik sei im Nahen Osten und Südostasien sogar exzellent gewesen.

Unsere Köpfe zuckten herum, wir schauten uns entgeistert an. Ist die wahnsinnig? Das war definitiv das letzte Mal, dass diese Dame vor eine ZDF-Kamera eingeladen wird und die Realität beschreiben darf. Absoluter Tiefpunkt übrigens Elmar Theveßen, ZDF-Korrespondent in Washington D.C und schon Kanzlerinnenflüsterer, als er noch “Terrorismus-Experte” des ZDF in Deutschland war mit der unübersehbaren Neigung, zu versichern, dass nix mit nix zu tun hat, wenn sich wieder mal Söhne Allahs irgendwo in die Luft sprengen…

Einziger und deutlicher Lichtblick im deutschen TV übrigens die Wahlsendung von N 24, die aus irgendwelchen vollkommen idiotischen Gründen jetzt WELT heißen muss wie die gleichnamige Tageszeitung. Das Moderatorenteam um Carsten Hädler (Foto) und die Korrespondenten-Crew um Steffen Schwarzkopf boten eine tadellose Performance, informativ, unparteiisch und bestens gelaunt. So kann, ja so muss Nachrichtenjournalismus sein. Und ein bisschen stolz war ich auch, denn vor gut 20 Jahren habe ich mal mit den beiden Herren in Berlin zusammengearbeitet. Gute Jungs damals, gute Jungs heute! Chapeau!

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Dieser Artikel wurde 3 mal kommentiert

  1. Querdenker Antworten

    Heute zum Frühstück wollte ich mich einfach nur über den aktuellen Stand zur US-Wahl informieren. Erster Versuch, die Nachricht im Radio. Nach einer Minute wegen einsetzender Übelkeit „Alexa Radio Aus“ gerufen. Wahrscheinlich ist die Kaffeesahne nicht mehr gut. Zweiter Versuch, Nachrichtenüberblick auf einem Internetportal. Drei Zeilen gelesen, ich glaube mein Croissant will den Magen wieder verlassen. Überall geht es nicht um die Wahlentscheidung der US-Bürger, es geht nur um den Endkampf des edlen grün/linken Ritters Biden gegen die schwarzen Mächte der Hölle und der Rechten. Für solche Tage kann ich nur Tichys Einblicke, die Achse des Guten und das Inselradio Mallorca empfehlen, bei allen anderen Quellen bekomme ich einfach nichts in den Magen.

  2. S v B Antworten

    Wird’s nun doch Biden??? Hurra!!!! Dann hat Deutschland also die US-Wahlen gewonnen!!!! Nun, vielleicht nicht ganz Deutschland, aber in jedem Falle seine rührigen Medien – wenn man einmal von den ebenso rührigen “freien” absieht…

    • Werner Meier Antworten

      Letztere werden nun noch viel massiver zensiert, nachdem in den vergangenen Wochen schon einige, wie z.B. KenFM von Youtube gesperrt oder bedroht wurden und zum wenig bekannten Telegram umziehen mußten. Die irre Vision des senilen Wahlkämpfers Biden, wonach die USA künftig nur noch durch Wind- und Sonnenenergie “versorgt” werden, wird endlich Realität. Hoffentlich sorgen schon mal die Internetgiganten mit Notstromversorgung und ausreichend “Puffern” dafür , dass ihnen nicht die Lichter ausgehen. Vielleicht haben sie ja auch Jobs für die 10 Millionen Beschäftigten der Öl- und Kohleindustrie, oder ist das nicht so wichtig, weil das überwiegend “Trump”-Wähler sind? Durch den Einfluss linksradikaler Gruppen wie BLM oder LGBTI wird mit Sicherheit auch das US MIlitär politisch korrekt zerlegt und mittelfristig kampfunfähig gemacht, wie unsere “Bunte Wehr”.

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