Wird Hans-Georg Maaßen im September Innenminister in Sachsen-Anhalt?

Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen ist im Gespräch für das Amt des Innenministers von Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl im September. „Wenn es dem Land hilft, würde ich das machen“, sagte Maaßen gegenüber der „Zeit“.

Maaßen bestätigte, er habe mit dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund „das ein oder andere Mal gesprochen“. Siegmund wisse, dass ein guter Wahlkampf allein nicht die Garantie für gutes Regieren danach sei. Wenn die AfD nach einem Wahlerfolg in Magdeburg „nicht liefere“, dann sei das schlecht für die Bundespartei insgesamt.

In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt, und erstmals sieht es so aus, als könne die AfD eine absolute Mehrheit der Sitze im Parlament erreichen und damit eine Alleinregierung in einem deutschen Bundesland bilden. Nach seriösen aktuellen Zahlen mehrerer Institute liegt die AfD derzeit dort zwischen 37 und 41 Prozent.

Da Grüne, BSW und FDP unter fünf Prozent verortet werden und die SPD mit sieben Prozent auch noch nicht durch ist, bleibt das Rennen spannend.

Die bisher regierende CDU liegt mit 26 Prozent abgeschlagen hinter der AfD und weiß, dass ein Allparteien-Anti-AfD-Bündnis zwar die AfD verhindern könnte, es aber die Union zerreißt, wenn sie sich mit „Honeckers Erben“ von der Linken ins Bett legt.

Der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz war jahrzehntelang Mitglied der CDU

Als er zu Recht nach einem Mord in Chemnitz im August 2018, begangen von Migranten, der Bundeskanzlerin Angela Merkel öffentlich widersprach, die von „Hetzjagden auf Ausländer“ dort fabulierte, wurde er gefeuert.

Maaßen versuchte noch, mit einer Bundestagskandidatur in Thüringen bei der CDU wieder Fuß zu fassen, doch das blieb erfolglos.

So übernahm er erst den Verein „WerteUnion“ als Vorsitzender mit fast 5.000 damals noch CDU-treuen Mitgliedern und gründete dann die Partei „WerteUnion“, die bei Landtagswahlen und in NRW auch zur Bundestagswahl antrat, aber jedes Mal kläglich scheiterte.

Seitdem wurde im konservativen Milieu viel spekuliert, was HGM nun wohl tun werde, und nicht wenige gingen fest davon aus, dass er zur AfD wechseln werde. Auf unsere Anfrage heute Morgen lehnte Maaßen eine Stellungnahme freundlich ab: „Ich möchte mich jetzt zu den Personalfragen in Sachsen-Anhalt nicht äußern.“

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Dieser Artikel wurde 57 mal kommentiert

  1. u e Antworten

    natürlich ist es klug eine Schattenregierung zu präsentieren.
    am besten Experten…nich dazu bekannt.
    Für den Fall die AfD kommt auf 50,5 % könnte man darauf zurück greifen ansonsten aber Planspiel
    Wimpelkoalition wird’s wohl werden.

    • S v B Antworten

      Na also, geht doch! Den Sachsen-Anhaltinern würde man Herrn Maaßen jedenfalls von Herzen gönnen. Und vice-versa, versteht sich. Mal schau’n, ob’s auch wirklich was wird… Im übrigen ist gerade Sachsen-Anhalt ein wunderschönes, aber auch enorm geschichtsträchtiges Bundesland, in dem es eine Menge zu erkunden gibt. Sorry, für einen Moment vergaß ich doch glatt, dass Herr Maaßen ja eigentlich zum Arbeiten dorthin zöge. 😉

  2. Johannes Antworten

    Das wird die links/woken aber sowas von gar nicht freuen. Die Straßenaufmärsche sind garantiert schon in Vorbereitung & und die Bundes – und Landesschlapphüte bekommen massenweise neues Material…

  3. Gerd Franken Antworten

    Wenn H.-G. Maaßen in einem Bundesland Innenminister wird, dann haben die Corona-Panikmacher einen heißen Tanz zu erwarten. In einem Untersuchungsausschuss steht jeder unter Eid.

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Noch ist nicht aller Tage Abend. Was erwarten Sie denn für Sachsen-Anhalt? Eine Reste-Koalition einschließlich der Mauerschützenpartei?

        • Klaus Kelle Antworten

          Das ist alles Kaffeesatzleserei, ich weiß es nicht.

          Ich nehme an, dass die AfD nicht die absolute Mehrheit der Mandate erreichen wird – aber ausschließen kann man nichts, wenn Grüne, FDP, BSW nicht einkommen und vielleicht sogar auch die SPD scheitert.

          Eine Koalition von CDU und Linke halte ich auch für nicht realistisch, das würde die Union dann doch auf den Weg der DC führen.

          Wenn das Ergebnis so sein wird, wie jetzt die Umfragen, dann nehme ich an, dass die CDU mit der SPD eine Minderheitsregierung bilden wird, die von der Linke toleriert wird.

          Das wird dann reichen, den Ansturm der AfD noch ein letztes Mal abzuwehren. Bei der nächsten Wahl zieht die AfD dann allein durch…

          Aber wie gesagt, im Grunde ist es Kaffeesatzleserei. Der Wähler in seiner grenzenlosen Weisheit wird es schon richtig machen…

          • Johannes

            @Herrn Kelle

            „Wenn das Ergebnis so sein wird, wie jetzt die Umfragen, dann nehme ich an, dass die CDU mit der SPD eine Minderheitsregierung bilden wird, die von der Linke toleriert wird.“

            Ist in meinem Augen leider die realistischste Prognose, sofern die AfD nicht haushoch gewinnt. Die nationale Front 2.0 wird auch zu dieser allerletzten Patrone greifen; denn sie wollen ja „UnsereDemokratie“ retten.

            Das solche „Rettungsversuche“ die Demokratie in ihr übelstes Zerrbild und letztlich in ihr Gegenteil, die „Demokratur“ transformiert, nehmen sie dabei billigend in Kauf.

            Ich wünsche der AfD daher diesen haushohen Sieg und HGM als Innenminister. Und dann muss die AfD liefern.

          • Harald

            Sollte die AfD deutlich stärkste Kraft werden ohne die absolute Mehrheit zu holen käme noch eine andere Option ins Spiel: ihr die Minderheitsregierung überlassen. Und dann mal sehen, was sie Konstruktives auf den Weg bringt.

            Das würde aber voraussetzen, dass die Union zumindest punktuell ihre Brandmauer überdenkt. Und auch eine SPD. Und eine Linke etc.

            Wie man immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten nennt, ist ja hinlänglich bekannt.

          • Johannes

            @Harald:

            „Das würde aber voraussetzen, dass die Union zumindest punktuell ihre Brandmauer überdenkt. Und auch eine SPD. Und eine Linke etc.“

            Bei der Union kann ich mir dies vereinzelt vorstellen, bei den beiden anderen Genannten leider nicht. Es würde diese Parteien zerreißen; ist die „Brandmauer“ doch ihre einzige und inzwischen letzte Option politisch überhaupt noch im Spiel zu bleiben.

          • Harald

            @ Johannes

            Bei der SPD bin ich mir da nicht mehr so sicher, verliert sie doch mehr und mehr Arbeiter an die AfD.

            Selbst bei der Linken sehe ich wie an anderer Stelle dargelegt erstaunliche punktuelle Schnittmengen. Stichwort Russlandpolitik oder Ablehnung bestimmter Gesundheitsreformen (kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern oder Krankenhausreform).

            Bei beiden – SPD und der Linken – wie auch bei der AfD Ausdruck einer erheblichen Realitätsverweigerung, was ökonomisch dringend erforderlich wäre.

        • Harald Antworten

          „Mauerschützenpartei“.

          Das ist auch so ein Kampfbegriff, den ich persönlich nicht nur für längst überholt sondern auch für gefährlich weil polarisierend halte. Wer sich zurecht dagegen verwehrt, die AfD als Nazi-Partei zu bezeichnen, sollte Mauerschützenpartei auch gegenüber der Linken vermeiden.

          Nicht falsch verstehen. Ich habe die Linken noch nie gewählt und habe es auch nicht vor. Gleiches gilt für die AfD.

          • Gerd Franken

            Moment mal, die AfD ist keine Nazipartei und die Linken sind in direkter Linie aus der SED hervorgegangen. Die Führung der SED hat den sogenannten Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze erlassen und über Jahrzehnte aufrechterhalten. Die kann man ohne Polarisierung als Mauerschützenpartei bezeichnen, zumal sich die Linken noch nie von ihrer Mutterpartei in Bezug auf den Schiessbefehl distanziert hat.

          • Harald

            @ Gerd Franken

            Das sehe ich anders. Nicht nur, dass die AfD in vielen Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Sie selbst führt in ihren Reihen Personal, das völkisch-nationalistische Positionen vertritt und offen sagt, Hitler sei nicht nur böse gewesen (Höcke) oder die sich selbst als das „freundliche Gesicht des NS“ bezeichnen (Helferich).

            Halte ich deswegen die AfD in Gänze für eine Nazi-Partei? Nein.
            Genauso wie ich die Linken nicht für eine „Mauerschützenpartei“ halte, schon gar nicht, weil es dort kaum mehr Politiker gibt, die in irgendeiner Art und Weise für den damaligen Mauerschützenbefehl verantwortlich sind.

          • Johannes

            @Harald:

            „Nicht nur, dass die AfD in vielen Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuft ist.“

            Dieses Label „gesichert rechtsextrem“ ist spätestens seit der jüngsten Entscheidung des VG Köln (Eilentscheidung zur Einstufung des Bundes AfD) auch juristisch wie ein Souffle in der Kälte in sich zusammen gefallen. Auch für Hauptverhandlung ist dies zu erwarten. Gleichwohl verstehe ich Ihre Kritik an einzelnen Akteuren und teile diese auch.

            Nur: argumentieren würde ich mit „gesichert rechtsextrem“ nicht (mehr). Die – gewiss informellen – Weisungen der früheren Innenministerin an den VS sind schlicht nicht zu übersehen und zeigen m.E.inzwischen klar die politische Instrumentalisierung des VS durch die Politik.

          • Konrad Kugler

            Einfach einmal nachdenken, was Sache ist.
            Als nüchterner christlich-abendländischer Konservativer bin ich selbstverständlich ein Rechter, weil seit der Französischen Revolution diese im Parlament rechts sitzen.
            Dazu Theodor Heuß, unser erster Bundespräsident: „Das Christliche Abendland ruht auf drei Hügeln, Golgotha, Areopag und dem Kapitol, dem Christentum, dem griechjschen Denken und dem Römischen Recht.“
            Es gibt keine redliche politische Mitte, weil mit Links der Extremismus anfängt. Die Linken sind gegen den Glauben, gegen Ehe und Familie und dem Privateigentum [des Nächsten].
            Sind CDSU noch echte Konservtive?
            Als ewiger CSU-Wähler, das kann ich in meinem Alter behaupten, bin ich mit Fürstin Gloria einer Meinung: Die AFD ist die katholischste Partei.“ Ich habe keine Wahl.

    • Harald Antworten

      @ Gerd Franken

      Ich frage mich, warum für viele Menschen Corona auch Jahre nach der Pandemie noch so unfassbar bedeutsam ist.

      Ja, Corona war eine Zäsur, wie ich sie nicht noch einmal erleben möchte. Aber, was erwartet man von einem weiteren Untersuchungsausschuss neben den bereits bestehenden sowie der Enquete-Kommission auf Bundesebene? Rückblickend ist man immer schlauer.

      Vom Fach kommend habe ich eine Reihe an Originalstudien, wie sie damals fast täglich als pre-print online kamen gelesen und dachte mir nur: What the f*ck? Egal wie man entscheidet, kann man falsch liegen. Als Führungskraft in einem großen Unternehmen habe ich selbst mitbekommen, was es für meine Mitarbeiter bedeutet, Homeschooling in ihrem dichten Arbeitsalltag zu organisieren. Und selbst bei der Impfpflichtdebatte kam ich ins Grübeln. Auf der einen Seite kann eine Impfpflicht sinnvoll sein, wie wir sie bei Masern und viele andere Länder auch bei anderen Impfungen haben, auf der anderen Seite gilt das aber nur bei nachgewiesener steriler Immunität. Das konnte man damals aber noch gar nicht wissen, also tendierte ich zum „nein“. Dann aber stellte sich mir die Frage: Was, falls sich herausstellt, die Impfungen hätten zumindest temporär eine sterile Immunität geschafft? Das war zwar auf Grund der Art des Virus eher unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Also doch wieder „ja“? Wissenschaftlich sprach nichts dagegen, aber damit war die Frage nicht abschließend beantwortet: Wie kommt eine Impfpflicht bei Menschen an, die skeptisch sind, auf Grund einer neuen Impftechnik oder der erstmals bei einem Impfstoff angewandten beschleunigten „bedingten“ Zulassung?

      Nur mal, um meine damaligen Überlegungen als Wissenschaftler dazulegen, und ich war dankbar, nicht in politischer Verantwortung zu sein. Spahn brachte es auf den Punkt mit seinem: „Wir werden uns viel zu verzeihen haben.“ – so oder so.

      Ich unterstelle kaum einem der damals Verantwortlichen boshafte Entscheidungen wider besseren Wissens getroffen zu haben. Und jene, die die Pandemie ausnutzten (Stichwort Maskendeals), wurden verurteilt.

      Was erwarten wir also von einem weiteren Untersuchungsausschuss, außer, wo man es heute rückblickend besser weiß? Übrigens nicht nur in Deutschland. Fast alle anderen Länder verfuhren ähnlich, teils noch restriktiver und kamen bei dortigen Untersuchungen durch Kommissionen zu recht ähnlichen Ergebnissen.

      Für mich bleibt rückblickend, dass wir in Deutschland nicht ausreichend krisenresilient sind. Nicht nur was gesundheitspolitische, strukturelle Vorbereitung anbelangt, mehr noch, wie wir als Gesellschaft damit umgehen. Und ich bin nicht so naiv zu glauben, man könne viel aus Corona für zukünftige Pandemien lernen. Ein neuer Erreger muss nur marginal andere Eigenschaften haben, schon greift nichts mehr was wir rückblickend von Corona gelernt haben. Wir schaffen es ja noch nicht einmal, das nur allzu Offensichtliche bei bekannten Erregern konsequent anzuwenden. Man schaue sich nur unsere miserable HPV-Impfquote vs. Schottland an, das mit einer Impfquote von über 90% einen der aggressivsten Krebsarten quasi besiegt hat.

      • Querdenker Antworten

        Ich akzeptiere kein „Wir werden uns viel zu verzeihen haben“. Ich erwarte ein „Die Schuldige müssen zur Verantwortung gezogen werden.“ Ich will wissen, ob es ein Laborunfall war. Mit diesen Antworten wüssten wir genau, ob mit der Corona-Hysterie und Ängstlichkeit eine Bio-Waffenforschung vertuscht wurde. Ich will endlich eine klare Unterscheidung zwischen „mit Corona“ und „an Corona“ verstorben sehen, was einen Bezug zu einer normalen Grippewelle erlaubt. Ich will auch wissen, warum bei der Bewertung der Impfschäden von der üblichen Praxis abgewichen wurde. Alle Pharmaunternehmen und Zulassungsbehörden dokumentieren weltweit die Nebenwirkungen und wenn irgendwelche schwerwiegende Nebenwirkungen und vereinzelte Todesfälle auftraten, wurde das Medikament umgehend vom Markt genommen. Beispiel Lipobay, im Jahr 2001 nahm Bayer den Cholesterinsenker Lipobay weltweit vom Markt. Der Grund waren Nebenwirkungen in Kombination mit anderen Mitteln, die in sehr seltenen Fällen tödlich verliefen. Also warum wurde von dieser Praxis abgewichen und die Impfstoffe wurden nicht vom Markt genommen. So ließen sich noch viele Fragen formulieren, die alle zu klären sind. Es geht mir auch um ein Signal an zukünftige Forscher, Politiker und Verantwortliche. Sie müssen wissen es gibt kein Verzeihen und Schwamm drüber taktieren. Sie müssen wissen, die Gesellschaft zerrt euch gnadenlos aus euren Versteckten und zieht euch zur Verantwortung.

        • H.K. Antworten

          Es fragt sich insbesondere, wer sich in welcher Höhe auf Kosten der Gesundheit anderer die Taschen voll gemacht hat.

          Eine Aufarbeitung ist so Manchem nicht willkommen – und genau daher mehr als überfällig.

          Vor allem dürfen für zahlreiche Todesfälle Verantwortliche keinerlei öffentliche Posten mehr bekleiden.

        • Harald Antworten

          @ Querdenker

          1. Ob es ein Laborunfall war, können nur die Chinesen beantworten und die werden alles unternehmen, das zu vertuschen, so es denn einer war. Dass es sich um eine Biowaffenforschung handelte, möchte ich aus virologischer Sicht stark bezweifeln. Dafür böten sich andere Virengattungen viel eher an.
          2. „An“ oder „mit“ Corona wurde doch längst beantwortet und das schon recht früh. Vor allem auch durch deutsche Pathologen. Hat sogar der Focus drüber berichtet. Einfach mal googeln „Opfer sterben nicht mit, sondern an Infektion – Bei 86 Prozent der Patienten ist Covid-19 direkte Todesursache“. Ein halbes Jahr später mit weiteren Obduktionsergebnissen ergänzt „Obduktionen zeigen: Wer Corona nicht überlebt, stirbt an und nicht mit Covid-19“.
          3. Der Vergleich der Impfungen (nicht nur Corona) mit Medikamenten hinkt. Impfungen werden idR nur ein bis sehr wenige male verabreicht, Medikamente wie Lipobay täglich, dauerhaft. Das macht den Nachweis einer Kausalität (nicht zu verwechseln mit Koinzidenz!) sehr schwer. Bei Lipobay war die Kausalität (vor allem in Kombination mit Gemfibrozil, einem anderen Lipidsenker) sehr schnell nachgewiesen. Bei 6Mio behandelten Patienten kam es zu rd. 9-10 Todesfällen/1 Millionen Patienten, was recht viel ist. Der entscheidende Punkt: Lipobay schnitt hier deutlich schlechter ab als andere, schon länger etablierte Lipidsenker. Darum wurde es vom Markt genommen. Ein wichtiger Unterschied zu den Corona-Impfstoffen. Hier wurden zunächst Impfstoffe mit deutlich höheren Nebenwirkungen (wie die Vektor-Impfstoffe von Astra und J&J) ausgemustert und bei den mRNA-Impfstoffen griff dann die Nutzen-Risiko-Abwägung, sprich, welches Risiko ist größer: sich mit Corona zu infizieren und daran zu versterben oder die sehr seltene und möglicherweise fatale Nebenwirkung einer Myokarditis? Selbst bei jungen Männern, bei denen das Myokarditis-Risiko höher war (so ganz verstanden hat man es immer noch nicht) fiel diese Abwägung positiv aus. Übrigens ist die Anzahl von als impfbedingt anerkannten Todesfällen bei mehreren Milliarden Impfdosen ungleich viel kleiner als bei Lipobay. Eine große Metastudie von 2025 veröffentlicht im Journal of the American Medical Association hat übrigens nachgewiesen, dass Covid-Impfungen das Langzeit-Mortalitätsrisiko nicht erhöhte. Interessant in dem Kontext übrigens, dass eine frei verkäufliche Medikamentengruppe nach vorsichtigen Schätzungen für jährlich mehrere Zehntausend Todesfälle verantwortlich ist: NSRAs (z.B. Ibuprofen, Diclofenac oder Aspirin) plus Paracetamol, letzteres besonders tückisch ob seines kleinen therapeutischen Fensters mit leider regelmäßigen fatalen Leberintoxikationen.

          Tja, keine Wirkung ohne Nebenwirkung und die Sache ist oft komplexer als es simple absolute Zahlenvergleiche suggerieren.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Ob andere Viren besser als Biowaffen geeignet wären, ist nicht das Thema. Die Herkunft des modifizierten Corona-Virus aus Wuhan ist sehr wahrscheinlich. Die Biowaffenforschung unterlag in den USA zeitweise Moratorien. Fest steht, daß die USA mit Wuhan zusammenarbeiteten.

            Zur Sachlage an oder mit Covid verstorben kann ich dem Focus leider nicht vertrauen. Fakt ist, daß es Anreize für an Covid gab, die Datenlage in den Krankenhäusern nicht flächendeckend erfasst wurde und heute keine Daten zur Verfügung stehen. Ein Krankenkassendirektor wurde nach Veröffentlichung von Daten in der Corona-Zeit entlassen.

            Impfstoffe wurden in der Vergangenheit 5 bis 10 Jahre lang untersucht und getestet.
            Der Corona-Impfstoff ist eigentlich kein Impfstoff, er ist ein genetischer Befehl zur Impfstoffentwicklung. Das vom menschlichen Körper produzierte Spike-Protein ist toxisch.
            NIEMAND KANN BIS HEUTE SAGEN, WIEVIELE, WIE LANGE UND WO SPIKE-PROTEINE BEI EINEM BESTIMMTEN PATIENTEN GEBILDET WERDEN.

            Die geimpften Personen hatten nicht nur das Risiko an einer Vielzahl von Nebenwirkungen. Pfizer veröffentlichte bereits im April 2012 eine 9-seitige, eng bedruckte Liste mit möglichen Nebenwirkungen.
            Im Focus stehen neurologische und kardiologische Schäden.

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Dem Focus müssen Sie ja nicht trauen. Das Ärzteblatt berichtete auch über die Studie (Obduktionsregister: 86 % der Patienten starben an COVID-19, 14 % mit COVID-19). Ich habe sie im Original gelesen (von Stillfried et al., First report from the German COVID-19 autopsy registry, The Lancet, Vol 15 April 2022).

            Die Wirkweise der mRNA-Impfungen (gilt genauso für Vektor) haben Sie im Grunde genommen richtig beschrieben. Falsch ist, dass man nicht weiß, wie lange des Spike gebildet wird. Dear peak ist nach 1-3 Tagen. In einer dänischen Studie konnte man bei sehr wenigen Probanden auch 28 Tage später noch Spuren finden. Danach ist sie weg. Anders als ihre große Schwester DNA, ist RNA sehr labil und hat eine sehr kurze Halbwertszeit. Nicht umsonst die aufwändige Kühlkette bei mRNA-Impfstoffen.

            Der entscheidende Punkt: Wenn Sie sich mit Corona infizieren, passiert genau das gleiche, in ungleich viel höherer Menge und das auch noch selbst replizierend über neue Viren. Dass die Spikelast nach Infektion ungleich viel höher ist als nach Impfung, ist zigmal belegt.

            Ihre Aussage, Impfstoffe seien in der Vergangenheit 5 bis 10 Jahre lang untersucht und getestet worden, ist un- bzw. halbwahr. Sie vermengen die gesamte Forschungs- und Entwicklungszeit inklusive Testung mit nur Testung. Die Entwicklung bei SARS-CoV-2 ging so schnell, weil man schon alles von SARS und MERS wusste und Vektor- sowie erstmals mRNA-Technik benutzte. Damit entfiel die Zeit der Virusanzüchtung und Vermehrung im Tiermodell, Hühnereiern, Zellkulturen etc. gefolgt von aufwändiger Aufarbeitung und Reinigung, bevor man in die Testung gehen konnte.

            Die reine Testphase eines Impfstoffes dauert heuer idR 2-3, manchmal 5 Jahre, bei Corona nur ein knappes Jahr. Der Grund hierfür ist klar: In einer Pandemie infizieren sich Millionen Menschen binnen weniger Monate, sprich, sie bekommen die beiden Probandengruppen Impfstoff vs. Placebo sehr schnell gefüllt mit zufällig Infizierten. Bei nichtpandemischen Infektionen kann es dagegen locker ein paar Jahre dauern, bis sich die 40.000 Freiwilligen in beiden Gruppen zufällig infizieren.

            Zeigte sich übrigens auch bei den anderen Impfungen wie Novavax (ein klassischer proteinbasierter Impfstoff) oder dem chinesischen Todimpfstoff. Auch deren Sicherheits- und Wirksamkeitstestung ging „dank“ Pandemie viel schneller als bei anderen Impfungen. Sie kamen aber 6-12 Monate später, weil sie eben erst angezüchtet, aufgearbeitet, aufgereinigt und die Produktion hochskaliert werden musste. Von der Nebenwirkung her sind diese anderen Impfstoffe übrigens kaum besser. Eher im Gegenteil.

          • Harald

            @ Tina.Hansen

            Und Sie stecken sich Ihre unqualifizierte Beiträge am besten gleich daneben – dorthin, wo die Sonne nie scheint.

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Eine einzelne Studie hat keine Aussagekraft. Die Expertise von Ioannidis wurde nicht genutzt.

            Die Dauer der Spike-Bildung ist bis zu mehreren Monaten nachgewiesen worden.

            RNA/DNA: Es gibt Verunreinigungen mit DNA durch den schnellen Produktionsprozess, den man nach der Zulassung mit einem sorgfältigen Produktionsprozess aus Kosten- und Zeitgründen nutzte.

            Bei einer normalen Infektion können die Abwehrzellen im Nasen-Rachen-Bereich bereits tätig werden. Das menschliche Immunsystem ist nämlich wunderbar eingerichtet. Es kommt seit vielen Jahrtausenden auch mit einer Unzahl von Viren klar. Künstlich modifizierte Viren sind sicher problematisch. Diese Abwehrschwelle im Nasen-Rachen-Raum wird bei einer Impfung ausgelassen. Deshalb erkrankten auch viele an schweren Lungenentzündungen, die dann durch maschinelle Beatmung oft zum Tode führten.
            Die modRNA bleibt nicht an der Einspritzstelle, was sogar Mediziner im TV behauptet haben, sie kann in alle Körperbereiche dringen, in die Gefäßwände, in alle Organe und sogar in die Keimdrüsen. Dazu gibt es histologische Beweise durch den Pathologen Prof. Arne Burkhardt.

            Die extreme Kühlkette wurde nur zu Anfang eingehalten. Später wurde sie aufgegeben. Ich frage mich, wieso das möglich war.

            Die Entwicklung des sog Impfstoffes ging schnell, weil das Mittel bereits bei austherapierten Krebspatienten ergebnislos angewendet wurde. Bei diesen Patienten spielte das genetische Moment wegen ihrer tödlichen Erkrankung keine Rolle. Bei gesunden Patienten wurde es einfach vernachlässigt.
            Die Testung wurde telekopiert, verkürzt, der große Test mit 40.000 Personen wurde frühzeitig entblindet und abgebrochen. Die möglichen Spätfolgen komplett missachtet.

            Wenn die eigentliche Aufgabe des sog. Impfstoffes nur darin bestand, schwere Verläufe zu verhindern (Spahn in der Enquete-Kommission), dann ist das Mittel lediglich als Medikament benutzt worden. Es brachte keine Immunität. Die Geimpften erkrankten oft mehrmals nach der Impfung an Corona. Es handelt sich bei diesem Mittel nicht um einen echten Impfstoff. Das genetische Mittel segelt unter einer falschen Flagge und suggeriert Falsches.

          • Harald

            @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Erst glauben Sie dem Focus nicht, und wenn ich Ihnen die Originalstudie schicke (haben Sie sie gelesen?) sagen Sie, eine einzelne Studie zähle nicht. Also was denn nun? Die Expertise von Ioannidis ist bezüglich Obduktionsergebnisse auch gar nicht maßgeblich. Er ist Epidemiologe, kein Pathologe. Das sollte Ihnen bewusst sein.

            Was die „histologische Beweise durch den Pathologen Prof. Arne Burkhardt“ anbelangt. Burckhardt hat die Obduktionen gar nicht selbst durchgeführt. Konnte er gar nicht, weil er längst pensioniert war. Er hat sich Gewebeproben von anderen Pathologen zuschicken lassen, ohne Dokumentation (welcher Patient, wie alt, welche Vorerkrankungen). Nicht umsonst wurde seine „Pathologenkonferenz“ von Fachverbänden wie dem Bundesverband Deutscher Pathologen und der Deutschen Gesellschaft für Pathologie scharf kritisiert. Bitter, dass Sie sowas aufsitzen.

            DNA-Verunreinigungen kommen auch bei traditionellen Impfstoffen vor, dort sogar häufiger und sowohl bakterielle DNA, und anders als bei mRNA-Impfstoffen auch eukaryotische Zell-DNA aus Hefe-, Insekten- oder Säugetierzelllinien oder auch Hühnereiern. Wer sich darüber Sorgen macht, sollte bei traditionellen Impfstoffen (Todimpfstoff oder proteinbasiert) weitaus besorgter sein. Sowas sollten Sie wissen, wenn Sie zu DNA-Verunreinigungen bei modRNA äußern.

            Zur Testung habe ich mich bereits ausführlich geäußert. Sie ignorieren es aber. Warum? Die Testung wurde nicht „abgebrochen“, nur nach Abschluss der aktiven Testphase früher als üblich entblindet. Aus den oben genannten Gründen. Wie bereits erläutert, hätte es keinen Unterschied gemacht, die Nachbeobachtungszeit noch 1-2 Jahre verblindet weiterlaufen zu lassen da die verzögert auftretenden Nebenwirkung so selten sind, dass man sie bei „nur“ 40.000 Probanden statistisch signifikant gar nicht hätte erkennen können. Sowas geht erst nach breiter Anwendung.

            Und nochmal: Bei einer Coronainfektion wird der ganze Körper mit ungleich mehr Spike überschüttet, über Monate und das auch noch mit neuen, replikationsfähigen Viren. Auch das ignorieren Sie.

            Ich frage mich: Warum?

          • Tina.Hansen

            @ Harald, grossartig, dass Sie als Virologe so viel Freizeit haben, dass SIe ständig kommentieren können. Das Ganze hier löst sich in Lächerlichkeit auf.

      • Gerd Franken Antworten

        @Harald

        „Ich frage mich, warum für viele Menschen Corona auch Jahre nach der Pandemie noch so unfassbar bedeutsam ist.“

        Fragen Sie ruhig weiter. Erst wenn keiner mehr fragt ist die Sache gestorben. Das wird, was mich angeht so schnell nicht passieren.

      • Johannes Antworten

        @Harald

        „Ich frage mich, warum für viele Menschen Corona auch Jahre nach der Pandemie noch so unfassbar bedeutsam ist.“

        Meine Antwort: weil hier eine Seite unseres Staates, bzw.. seiner Vertreter sichtbar wurde, die auch mich zutiefst erschüttert hat: sie erlagen der Versuchung, totalitär anmutende Vorgehensweisen für praktikabel zu erachten. Worunter für mich durchaus auch die diskutierte Impfpflicht fällt.

        Auch die klare Diskursverweigerung und Kriminalisierung anderer Meinungen fällt darunter.

        • H.K. Antworten

          Merkwürdig auch, daß die beiden Biontech-Gründer sich nun „zurückziehen“ …

          „ BioNTech SE
          An der Goldgrube 12
          55131 Mainz“

      • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

        Corona-Pandemie

        – Die Pandemie wurde lange vorbereitet, durch Besetzen von Gremien mit den
        „geeigneten“ Leuten, durch Treffen der Akteure, durch Umdefinition von
        „Impfung“.

        – Alle Erkenntnisse über Virus-Infektionskrankheiten spielten keine Rolle
        mehr. Lehrbuchwissen interessierte nicht mehr.

        – Die Streeck-Untersuchung zur Ansteckungsgefahr durch Körperkontakt
        wurde nicht weiter verfolgt. Stattdessen wurden Unmengen
        Desinfektionsmittel verbraucht. Heute noch hängen an vielen Orten die
        Spender.

        – Die Kritiker wurden nicht gehört, totgeschwiegen, diffamiert und
        verfolgt. Virologen wie Drosten bestimmten das Geschehen, obwohl sie
        keine Epidemiologen oder Praktiker waren.

        – Die Berichterstattung folgte unisono den Regierungsverlautbarungen.

        – Aus der Virus-Pandemie wurde eine PCR-Pandemie. Die Tests bestimmten,
        ob jemand infiziert oder erkrankt war. Die Handhabung und Grenzwerte
        waren willkürlich und ohne jede Evaluation.

        – Die Maßnahmen wie Lockdowns, Masken im Freien, Vorgaben sogar für
        Familien, Schulschließungen usw. verstoßen gegen die Freiheit und
        Menschenwürde.
        Es war bekannt, daß Kinder keine Gefahr für die Allgemeinheit waren
        und nur geringfügig erkrankten.Dennoch wurden sie eingesperrt, in
        Quarantäne geschickt und zur Impfung gedrängt.

        – Der sog. Impfstoff war ein genetisches Experiment. Er war völlig
        unzureichend getestet. Spätfolgen waren überhaupt nicht erfasst. Es gab
        unterschiedliche Chargen, die teilweise verunreinigt waren.

        – Der Bevölkerung wurde eingeredet, der sog. Impfstoff sei sicher, er schütze
        den Geimpften und sein gegenüber.
        In der Enquete-Kommission behauptete Spahn, es sei von Anfang an klar
        gewesen, daß der Impfstoff nur schwere Verläufe verhindern könne und
        keinen Fremdschutz liefere. Das ist gelogen, es wurde damit geworben,
        seinen Nächsten, vor allem Oma und Opa, zu schützen. Die Kirchen
        schmückten sich mit Bannern, auf denen stand: „Impfen ist Nächstenliebe!“

        – Die Zahl der Nebenwirkungen war immens und es gab sehr schwere
        Schäden, die bis heute nicht anerkannt werden. Es gab sogar viele Todesfälle.

        – Die Aussagen über die Belegung der Intensivstationen waren falsch. Die
        frühe und häufige Behandlung mit maschineller Beatmung ebenfalls.
        Warnungen von Praktikern wurden ignoriert.

        – Die Aufnahme von Daten entfiel weitgehend oder wurde unterdrückt. Damit
        wurde die immense Zahl von Nebenwirkungen verschleiert.

        – Ein Impfzwang widerspricht dem Grundgesetz und dem Nürnberger Kodex.

        – Die wissenschaftlichen Ergebnisse des RKI wurden bewußt mißachtet. Leider
        berufen sich Richter bis heute auf das RKI, ohne Kenntnis der
        wissenschaftlichen Daten.

        – Politische Entscheidungen fielen in einem nicht dafür vorgesehenen
        Gremium. Der Bundestag blieb außen vor.

        – Eine echte Aufarbeitung unterbleibt. Die Enquete-Kommission arbeitet nicht
        objektiv, ein Untersuchungsausschuss ist unerwünscht. Er könnte für die
        Akteuere der Pandemie zum Desaster werden.

        – Belege finden Sie bei Stiftung Corona-Ausschuss, MWGFD e.V., vielen Autorten
        wie Sucharid Bhakdi, Wolfgang Wodarg, Ulrike Kämmerer usw.

        • Harald Antworten

          @ Dr. Hildegard Königs-Albrecht

          Sie lassen mich sprachlos zurück, wie jemand mit einem Doktortitel einem solchen Wust an wissenschaftlichen Halb- und Unwahrheiten aufsitzen kann und dass Sie die Motivation der gegen Ende von Ihnen genannten „Experten“ nicht hinterfragen, warum diese sich mit völlig lehrmeinungskonträren und längst widerlegten Ansichten so in die Öffentlichkeit drängten.

          Ich will nur mal ein paar Punkte aufgreifen:
          – Pandemie vorbereitet. Von wem? Von China? Wozu? Um sich selbst zu blamieren? Erst abwiegeln, warnende Ärzte mundtot machen und als diese selbst im besten Alter erkranken und sterben sowie Krankenzahlen nach oben schnellen, eine Millionenmetropole für zwei Monate abriegeln und zwei Behelfskrankenhäuser aus dem Boden stampfen? Oder Pandemie vorbereitet hierzulande? Parallel geschaltet mit fast allen anderen Industrienationen weltweit? Ja, hierzulande gab es eine Vorbereitung. Vom RKI. Nannte sich modi-SARS-Simulation. Als Drucksache dem Bundestag 2012 vorgelegt, mit konkreten Empfehlungen, wie sich Deutschland auf eine Pandemie vorbereiten sollte, vor allem in Bezug auf medizinische Ausstattung. Passiert ist leider so gut wie nichts. Darum erst Abwiegeln auch hierzulande mit einer Alice Weidel, die Bundestag Anfang März 2020 die Bundesregierung aufforderte, endlich Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung zu ergreifen. Was dann folgte kennen wir: hektisches Einkaufen von überteuerten und teils untauglichen Masken, Lockdown, etc.

          – Da Sie die Streeck (Heinsberg) Studie ansprechen: Sie lieferte Ergebnisse, die so manchem gar nicht ins Konzept passten, u.a. Herrn Bhakdi nicht. Streeck ermittelte eine IFR von 0,37%. Zum Vergleich: Eine saisonale Influenza hat eine CFR von <0,1%. Die IFR kann nicht größer sein als eine CFR, ist meist deutlich kleiner. Sprich: Covid (Ursprungsvariante) war mindestens (!) 4mal so tödlich wie eine Grippe, wahrscheinlich 4-10 mal so tödlich. Ganz im Gegensatz zu dem was Bhakdi behauptet, der Covid für nur eine Grippe hielt. Was Streeck auch herausfand: Ein asymptomatischer Verlauf bei 22% aller Infizierten. Und er empfahl PCRs.

          – Damit zu Ihrer "PCR-Pandemie", eine klassische Halbwahrheit. Ja, die Tests bestimmten, ob jemand infiziert aber nein, nicht ob jemand erkrankt war wie Sie fälschlicherweise behaupten. Der PCR diente ja gerade dazu a- und präsymptomatisch Infizierte zu finden. Sie behaupten, Handhabung und Grenzwerte waren willkürlich und ohne jede Evaluation. Un- und halbwahr. Die Handhabung von PCRs (es gab sie in der Infektionsdiagnostik schon lange vor Corona) war in Ringversuchen sehr wohl validiert und Grenzwerte – Sie meinen wahrscheinlich den ct-Wert (cycle threshold) – gab es nie. Leider! Etwas, das ich auch kritisierte. Ich schlug mal vor, alle positiv-Ergebnisse mit einem ct-Wert von 30 und mehr zu wiederholen, inklusive Abstrich, und falls der zweite Test ebenso größer als 30 ausfällt, hätte man den Patienten als positiv aber mit nur marginalem Risiko für Virusweitergabe einstufen können.

          – Impfungen. Wie Sie auf die Idee kommen, diese seien ein "genetisches Experiment" gewesen, weiß ich nicht. Auch wurden die Impfungen genau wie alle anderen Impfungen auch auf Wirksamkeit und Sicherheit getestet. Und jetzt kommt die gefährliche Halbwahrheit, die Sie weiterverbreiten. Man hat nach Abschluss der aktiven Phase Testprobanden nur rd. 4-6 Monate beobachtet um Spätfolgen zu erfassen, nicht aber ein bis zwei Jahre, wie das bei anderen Impfungen idR der Fall ist. Diese Entscheidung, die zu der nur "bedingten" Zulassung führte, war richtig, weil noch weitere zwei Jahre abzuwarten in einer Pandemiephase wollte niemand verantworten. Es war auch richtig, weil man die sehr seltenen Nebenwirkungen eh nur nach breiter Anwendung statistisch signifikant wird nachweisen können aber nicht auf Basis von "nur" 40.000 Testprobanden. Man ging sogar noch einen Schritt weiter. Nach langen Diskussionen in den Ethikkommissionen kam man zu der Empfehlung, die beiden Probandengruppen – Impfung vs. Placebo – zu entblinden, weil man es ethisch nicht verantworten wollte, die Placebogruppe in einer Pandemie ungeimpft zu lassen.

          Zu der Impfpflicht (zur Abstimmung im Bundestag stand übrigens nur eine für Ü60) habe ich mich ja schon weiter oben geäußert und nein – sie widerspricht weder dem Grundgesetz noch dem Nürnberger Codex (siehe Masern).

          So viel zu der hardcore science in einer wirklichen Krisensituation.

          Was nicht bedeutet, dass ich alle Coronamaßnahmen schon damals für richtig hielt. Mitnichten! Maskenpflicht unter freiem Himmel, Ausgangsbeschränken, vor allem Tageszeit-abhängig hielt ich für irre. Einprägsam für mich noch immer gesperrte Parkbänke. Da dachte ich mir nur: jetzt läuft aber gehörig viel aus dem Ruder! Auch bei Kita- und Schulschließungen war ich sehr skeptisch, nicht, weil schon klar war, dass Kinder wenig zur Infektionsdynamik beitragen (auch hier lieferte die Streeckstudie eher beunruhigende Ergebnisse) sondern weil die Kollateralschäden so hoch sind.

          Wenn es eine auch für zukünftige Pandemien sinnvolle Aufarbeitung geben sollte, dann eine, die sich mit einer viel grundlegenderen Frage beschäftigt: Wie gefährlich muss ein hochinfektiöser Erreger für wen sein (z.B. in Bezug auf Verlust an Lebensjahren; sprich jung vs. alt), um als gesamte Gesellschaft welche Art von Maßnahmen zu akzeptieren? Das berührt sehr fundamentale ethische Fragen, um die wir uns als Gesellschaft rumdrücken. Thea Dorn hat hierzu schon im April 2020 einen sehr eindringlichen Essay in Der Zeit verfasst: Es gibt Schlimmeres als den Tod. Den elenden Tod. Sehr erhellend, jenseits von Wissenschaft, Halb- und Unwahrheiten.

          • Johannes

            @Harald

            Ich bin nicht sprachlos: Ihre „Corona-Argumententation“ folgt nahezu zu 100% dem offiziellen Narrativ. Das hätte ich so anhand Ihrer bislang sehr differenzierten Beiträge, Ihrer politischen Erfahrung und Ihrer Ausbildung so nicht erwartet.

            Wie Sie bin ich Wissenschaftler (prom. Chemiker) und kann der Mitforistin nur voll beipflichten.

            Aber ich denke, hier stehen zwei Meinungs-Welten gegenüber und ein Blog ist wenig geeignet, diese zu verbinden. Vielleicht gibt es mal (wieder) ein Treffen und dann würde ich mich auf einen persönlichen Austausch sehr freuen.

          • Gerd Franken

            Off Topic

            Die Wissenschaft im 19. bis ins 20. Jahrhundert war sich darüber einig, dass Frauen weniger intelligent sind wie Männer. Die aktuelle Wissenschaft hat diesen Bullshit verworfen. Was die zukünftige Wissenschaft noch auskramen wird, bleibt Gott sei Dank im Dunkeln. Momentan behaupten einige Wissenschaftler es gäbe mehr als zwei Geschlechter. Das dürfte dann wohl ein Hinweis auf fehlende Intelligenz bei manchem Wissenschaftlern sein.

          • Harald

            Lieber Johannes,

            Das „offizielle Narrativ“ war mir relativ wurscht. Als promovierter Biochemiker (inklusive ein Semester Virologie und Nebenfach Pharmakologie) bin ich keinem Narrativ gefolgt, weder dem offiziellen noch dem von Bhakdi und co. sondern habe mich selber schlau gemacht, unzählige Studien und Veröffentlichungen gelesen. Einige oben zitiert.

            Sie können mich gerne widerlegen. Gerne auch mit Meinungen, diese aber bitte belegen.

            Mit „Meinungswelten“ kommt man nicht weiter. Wie Lisa Eckhart treffend sagte: Meinen tut der, der zum Wissen zu faul und zum Glauben zu schwach ist.

            Und ja, ein persönliches Treffen fände ich auch mal spannend.

          • Harald

            @ Gerd Franken

            Hier sollte man unterscheiden zwischen Natur- und Geisteswissenschaften.

            Naturwissenschaftler sind sich einig, dass es nur zwei Geschlechter gibt, mit der seltenen Ausnahme Intergeschlechtlichkeit, hinter der viele unterschiedliche, teils genetische oder hormonelle Ursachen stecken können.

            Zu den vielen Geschlechtern, die aktuell in den Geisteswissenschaften diskutiert werden, habe ich zwar auch eine Meinung. Da ich aber zu faul bin, mich da schlauer zu machen und zudem der Glaube fehlt, halte ich mich da eher zurück.

            Es sei denn, mir schreibt jemand vor, wie ich zu reden habe. Dann gibt’s was auf die Finger, natürlich nur verbal 😉

          • Johannes

            Lieber Harald,

            anbei verschiedene Titel von Studien zum Thema der Corona-Impfung, die m.E. klare Belege für deren Akut- und Langzeittoxizität liefern:

            „Association of SARS-CoV-2 immunoserology and vaccination status with myocardial infarction severity and outcome“

            „SARS-CoV-2 mRNA vaccine-related myocarditis and pericarditis: An analysis of the Japanese Adverse Drug Event Report database“

            „Repeated COVID-19 Vaccination as a Poor Prognostic Factor in Pancreatic Cancer: A Retrospective, Single-Center Cohort Study“

            „Behavioral and Health Outcomes of mRNA COVID-19 Vaccination: A Case-Control Study in Japanese Small and Medium-Sized Enterprises“

            „The Immunologic Downsides Associated with the Powerful Translation of Current COVID-19 Vaccine mRNA Can Be Overcome by Mucosal Vaccines“

            Alle diese Studien lassen sich leicht finden.

            Beste Grüße,
            Johannes

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            Hier klinke ich mich aus der Diskussion aus. Wir stehen auf verschiedenen Podesten. Das ist Fakt. Weitere Auseinandersetzungen bringen nichts, kosten nur Zeit und Kraft. Und tschüss!

          • Harald

            Lieber Johannes,

            vielen Dank! Das ist genau die solide wissenschaftliche Basis, die ich mir wünsche. Anders als mit Dr. Hildegard Königs-Albrecht, die sich aus der Diskussion ausklinkt, weil wir auf „verschiedenen Podesten“ stünden und ein weiterer Diskurs nichts brächte. Nun ja…

            Zu Ihren Studien. Zugegebenermaßen etwas zusammengewürfelt was die Endpunkte anbelangt. Einige kannte ich bereits. Ich könnte Ihnen nun zu den jeweiligen Studien Gegenstudien nennen, z.B. dass Menschen mit Haut- oder Lungenkrebs deutlich länger lebten, wenn sie eine mRNA-Impfung gegen Covid-19 erhalten hatten (Grippin et al., „SARS-CoV-2 mRNA vaccines sensitize tumours to immune checkpoint blockade“, Nature Okt 2025) oder die riesige britische Studie, basierend auf 43 Mio (!) Probanden, die ein 11fach-höheres Myokarditis-Risiko bei Covidinfektion vs. Impfung zeigte (Patone et al., „Risk of Myocarditis After Sequential Doses of COVID-19 Vaccine and SARS-CoV-2 Infection by Age and Sex“, AHA Journals Aug 2022). Wir könnten so Tage weiter verfahren und uns Studie um Gegenstudie um die Ohren hauen.

            Tatsächlich deutet diese Masse an Studien gerade zu den mRNA-Impfungen auf etwas sehr Bemerkenswertes hin: Nie in der Geschichte der Medizin und Wissenschaft wurde ein Impfstoff derart umfassend und intensiv von tausenden an Wissenschaftlern und Ärzten weltweit auf Herz und Nieren untersucht, in Bezug auf unzählige Auswirkungen, Alter, bestehende Vorerkrankungen und andere confounding factors. Sowas geht übrigens immer erst nach Zulassung.

            Dass gerade mRNA-Impfungen so intensiv nachbetrachtet wurden und noch werden liegt an zwei Gründen: Zum einen, weil es nie zuvor eine so große Impfkampagne innerhalb kurzer Zeit weltweit mit so viel Milliarden Geimpften gab. Zum anderen, weil in vielen Ländern die Covidimpfungen nur eine bedingte oder Notfall-Zulassung (US) erhielten verbunden mit verschärfter Pharmakovigilanz. Hätte sich bei all dem etwas wirklich Signifikantes gezeigt, wäre das aufgefallen. In vielen Studien.

            Und bei großen jüngeren Studien, wie jene in Frankreich mit 23 Millionen Geimpften vs. 6 Millionen Ungeimpften (!), die auch die Langzeitmortalität betrachtete, zeigte sich ein recht eindeutiges Bild. Zitat: „In this cohort study including 22.7 million vaccinated individuals and 5.9 million unvaccinated individuals, vaccinated individuals had a 74% lower risk of death from severe COVID-19 and no increased risk of all-cause mortality over a median follow-up of 45 months.“ (Semenzato et al., JAMA Dec 2025).

          • Johannes

            Lieber Harald,

            mich freut, das eine Diskursbasis hinsichtlich der mRNA Technologie besteht. Gleichwohl würde ich diese Technologie nicht als Impfung im klassischen Sinn verstehen (ich gehe davon aus, Sie wissen was ich meine), sondern als Gentherapie, die tief in molekulare Mechanismen unserer Zellen eingreift und diese verändert. Nur am Rande: Es wurden SV 40-Sequenzen (ein bekanntes krebsauslösendes Gen) verwendet. Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür. Weltweit beobachtet wird aber inzwischen ein (unerklärlicher) Anstieg an Krebserkrankungen. Kann Zufall sein; persönlich denke ich aber anders.

            Das es sich um eine Gentherapie handelt, wurde aber wohlweislich verschwiegen. Denn die allermeisten Menschen stimmen einer solchen Therapie aus guten Gründen nicht zu.

            Ich jedenfalls, werde mich zu keinem Zeitpunkt einer solchen Gentherapie unterziehen. By the way: der nächste mRNA und DNA „Impfstoff“ ist bereits in der Pipeline: gegen dass Hantavirus.

            Ist hier nachzulesen:

            „ The Vaccine Cartel and US Army Are Developing 13 Hantavirus Vaccines and Gene Therapies“

            Ist natürlich nicht die New York Times, was aber auch nicht schlimm ist. Einen Blick dorthin zu werfen lohnt jedenfalls.

          • Harald

            Lieber Johannes,

            Danke für diese Diskussion. Als vom Fach kommend, möchte ich Ihre Punkte gerne erläutern.

            Der umgekehrten Reihenfolge nach:
            Bitte haben Sie Verständnis, dass ich einen Insta-Post nicht Ernst nehme. (A)soziale Medien sind für mich keine Information-, eher Des- oder Misinformationsquelle. So auch dieser Post.

            Zunahme an Krebsfällen. Das stimmt. Aber, diesen Trend gibt es bereits seit viele Jahrzehnten. Die Gründe sind hinlänglich bekannt. Wir werden immer älter und mit dem Alter steigt das Krebsrisiko.

            SV40 – Jetzt wird es etwas detaillierter. SV40 beschreibt kein krebsauslösendes Gen sondern ein ganzes Virus (Simian Virus 40, aus Makaken stammend). Verunreinigungen mit dem Virus wurden übrigens erstmals bei den ersten Polioimpfstoffen vor über 60 Jahren entdeckt (interessanter Review von 2002 in Nature „SV40 and human tumours: myth, association or causality?“). SV40 gilt zwar als Onkovirus, weil es in Zellkulturen unter bestimmten Bedingungen Zellentartungen auslösen konnte. In Menschen selbst wurde bisher kein Zusammenhang zwischen SV40 und der Entstehung von Krebs nachgewiesen.
            Was Sie mit SV40-Sequenzen meinen ist ein Bruchstück eines Promotors des SV40. Es ist heute ein Standardwerkzeug in der Genetik. Es ist nicht Teil der mRNA sondern Bestandteil des Herstellungsprozesses und kommt auch bei der Entwicklung und Herstellung anderer Impfstoffe zum Einsatz. Schon seit langem.

            Last but not least: Sind mRNA-Impfstoffe Gentherapie? Eindeutig nein! Bei einer Gentherapie wird entweder ein krankmachendes Gen (DNA) gezielt inaktiviert oder ein gesamtes neues Gen gezielt in das Wirtsgenom (DNA) eingeschleust. Theoretisch wäre das mit mRNA-Technik möglich, doch dafür müsste die mRNA zwei weitere Gene tragen: erstens eine reverse Transkriptase, die die mRNA-Gene in Gänze in DNA rückübersetzt (revers transkribiert) und zweitens eine Integrase, die das dann als DNA vorliegende Gen in Gänze in das Wirtsgenom integriert. HIV (ebenfalls ein RNA-Virus) und andere Retroviren können sowas, weswegen man nach HIV-Infektion immer HIV-positiv bleibt, weil das HIV-Genom dauerhaft ins Wirtsgenom integriert wird. Im Unterschied dazu „kapert“ mRNA für kurze Zeit (mRNA hat eine sehr kurze Halbwertszeit, anders als DNA) den zellulären Translationsapparat, unterhalb DNA und außerhalb des Zellkerns, genau wie es alle anderen Viren tun, allerdings nur für ein einziges Gen (Spike) während Viren einen ganzen Satz an Genen mitbringen, die die Wirtszelle dann zum Bau neuer, selbst wieder replikationsfähiger Viren nutzen. Sowas passiert täglich in jedem von uns. Meist kriegen wir nichts davon mit, weil unser Körper adaptiert ist und das Immunsystem die Viren sofort abfängt.

            Im Frühjahr 2020 war ich noch relativ gelassen und dachte mir angesichts der ersten Meldungen über Impfstoffentwicklung: jo, gut für Ältere, für mich eher nicht. Dann erwischte es drei meiner Freunde bzw. Bekannte im besten Alter. Gestandene Kerle, zwei von ihnen sind dem Tod gerade nochmal von der Schippe gesprungen, inklusive ITS-Aufenthalt. Da fiel bei mir auch die Entscheidung: Lass dich besser impfen sobald ein Impfstoff da ist. Bei all meiner Sorge habe ich explizit auf mRNA-Impfstoffe gewartet. Warum? Sie sind die viel eleganteren und saubereren Impfstoffe, kommen ohne Konservierungsmittel oder Adjuvanzien aus und sind schon in der Herstellung viel sauberer als klassische Impfstoffe, mit Viren, die im Tiermodell, eukaryotischen Zelllinien (werden idR mit fötalem Kälberserum, aus dem Blut von Kuhfeten gewonnen, „gefüttert“) oder in Hühnereiern vermehrt, dann abgeerntet und aufwändig aufgereinigt werden müssen. Ich habe mich aber nur gegen die Ursprungsvariante impfen lassen und nicht weiter boostern lassen.

            Und nur um das klarzustellen: Nein, ich arbeite weder für Pfizer, Biontech noch Moderna 😉

          • Dr. Hildegard Königs-Albrecht

            @ Johannes

            Hier möchte ich mich doch noch einmal kurz einschalten.

            Es ist gut, daß Sie auf diesen Punkt „Impfstoff oder Gentherapie“ verweisen, weil hier der Casus knacksus liegt.

            Studien gibt es unendlich viele, jede Seite führt die Studien an, die ihren Standpunkt unterstreichen.
            Man sollte auch nicht vergessen, wie Studien vergeben werden, wo Gelder zur Verfügung stehen und wo nicht. Wenn behauptet wird, alle Nebenwirkungen seien post-covid-verursacht, fällt Post-Vac unter den Tisch. Ebenso werden nicht alle Studien von den entsprechenden Gremien zur Veröffentlichung angenommen.

            Mich machen Aussagen wie „Wir wollen 7 Milliarden Menschen impfen“ (Bill Gates im deutschen Fernsehen 12.4.2020) oder „…daß die Pandemie erst besiegt ist, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind“ (Angela Merkel 19.4.2021), und das zu einem Zeitpunkt, an dem eine gründliche Untersuchung des genetischen Mittels und seine Auswirkungen bei weitem noch nicht stattgefunden hatte.

            Große Sorge habe ich auch davor, daß daran gearbeitet wird, aus finanziellen Gründen alle klassischen Impfstoffe durch genetische Mittel zu ersetzen. Das halte ich für mehr als unverantwortlich.

          • Harald

            @ Klaus Kelle

            Was tut es zur Sache für welches Unternehmen ich arbeite? Ich wollte nur klarstellen, dass es kein Impfstoffpharmaunternehmen ist. Auch keines, das andere Impfstoffe herstellt.

            Leider sind solche Hinweise heuer nötig, da einem ja sofort unterstellt wird, eigene Aktien im Spiel zu haben. Das war früher mal anders. Da traute man Experten, die sich tagein, tagaus mit der Materie beschäftigen. Dass man damit sein Geld verdient, galt sogar als Referenz.

            Heute ist es so, dass man eher anderen „Experten“ glaubt, auch wenn die nie zu dem Thema geforscht oder daran gearbeitet haben. Was aber kaum einer tut ist, die Motivation dieser vermeintlichen Experten zu hinterfragen, warum sie sich auf einmal diametral gegen die Lehrmeinung stellen und auch dem, was sie selbst zu ihrer aktiven Zeit vermittelt haben.

            Damit meine ich nicht das wissenschaftliche These-Antithese-Prinzip. Das ist und bleibt das Fundament der Wissenschaft. Wenn man aber hergeht und allen Ernstes behauptet
            – Covid sei nur eine Grippe gewesen, trotz dessen, was in Wuhan über zwei Monate passierte oder in Ländern wie Spanien, wo wegen Überlastung der Krematorien eine Eissporthallte zur Leichenhallte umfunktioniert wurde oder der massiven Übersterblichkeit in Europa im Frühjahr 2020, wo sonst jede Grippe- und Erkältungswelle längst durch ist;
            – ein PCR tauge nicht zum Nachweis von Infektionskrankheiten, obwohl der PCR seit Jahren der Goldstandard genau dafür ist, auch um das Infektionsrisiko durch Blutspenden auszuschließen oder
            – eine mRNA-Impfung sei eine Gentherapie
            und für all ihre Aussagen null Belege liefern, dann sind solche „Experten“ wissenschaftlich bei mir unten durch! Und deren Motivation nur allzu offensichtlich.

            Das Gefährlich: Solche Aussagen verfangen, sogar bei intelligenten Menschen. Wie man hier leider sieht.

          • Johannes

            Lieber Harald

            vielleicht kennen Sie sie schon; diese Publikation des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags:

            „Regelungen zu genbasierten Impfstoffen
            Begriffliche Einordnung und arzneimittelrechtliche Zulassung“

            in der es mit Verweis auf EU-Richtlinie 2001/83/EG heißt, dass „Arzneimittel, die mRNA enthalten, als Gentherapeutika zu klassifizieren“ sind.

            Davon gebe es jedoch eine Ausnahme, nämlich „Arzneimittel mit mRNA, die Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten sind“.

            Diese rechtlich regulatorische Ausnahme, diente einzig und allein dem Zweck, eine Gentherapie nicht als solche bezeichnen zu müssen.

            Juristisch formal bin ich bei Ihnen: keine Gentherapie.

            Medizinisch /biologisch haben wir den Dissenz.

            Dieser Dissenz wird von einem Bayer-Vorstand, Stefan Oelrich, ausgeräumt, der zu Anfang etwa 2022- fast freudig erregt – offenherzig formulierte:

            „Die mRNA-Impfungen sind ein Beispiel für Zell- und Gentherapie. Hätten wir vor zwei Jahren eine öffentliche Umfrage gemacht und gefragt, wer bereit dazu ist, eine Gen- oder Zelltherapie in Anspruch zu nehmen und sich in den Körper injizieren zu lassen, dann hätten das wahrscheinlich 95 Prozent der Menschen abgelehnt. Diese Pandemie hat vielen Menschen die Augen für Innovationen in einer Weise geöffnet, die vorher nicht möglich war.“

            Für mich, wie für sehr viele andere, IST die Corona-„Impfung“ eine Gentherapie, EXAKT so wie vom Bayer-Vorstand kommuniziert.

            Ihnen persönlich wünsche ich alles Gute und hoffe ernstlich, dass Ihnen wie vielen meiner liebsten Freunde unwirksame Chargen injiziert wurden. Denn ich habe große Sorge um deren Gesundheit, wozu auch SV 40 beiträgt.

          • Harald

            Lieber Johannes,

            Bei mRNA-Impfstoffen gibt es keinen Dissens zwischen formal juristisch und medizinisch-biologisch. Es sind keine Gentherapeutika. Sie können es gar nicht sein. Warum habe ich oben erklärt. Wenn Sie mir nicht glauben, schauen Sie bei allen internationalen Behörden, Institutionen etc. nach oder fragen bei einem entsprechenden Institut an einer nächsten Uni danach.

            Oelrich wurde für seine leicht missverständliche Aussage (er ist übrigens kein Wissenschaftler) auch scharf kritisiert. Sogar ein Bayer-Pressesprecher räumte das ein („obvious slip on the tongue“).

            Und nein: Mir wurde eine „wirksame“ Charge injiziert. Über AK-Titer bestätigt. Auch bei einigen meiner Familienmitglieder. Übrigens auch so eine Halbwahrheit, dass es absichtlich unwirksame Chargen gab.

            Auch vor SV40 habe ich keine Angst. Warum nicht, habe ich auch oben erklärt.

          • Johannes

            Lieber Harald,

            Wir werden uns in der Bewertung der Corona-„Impfstoffe“ nicht einig.

            Dafür sind unsere jeweiligen Perspektiven wohl zu unterschiedlich. Ich kann dies gut so stehen lassen.

            Beste Grüße!

  4. Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

    Maaßen ist ein hoch qualifizierter Beamter, dem übel mitgespielt wurde.

    Für die politische Arena scheint er mir in der Präsentation nicht optimal geeignet, aber als Innenminister wäre er sicher ein Pfund.

    Wenn in Sachsen-Anhalt ein Corona-Untersuchungsausschuss eingerichtet würde, könnte man auf eine wirkliche Aufarbeitung der Corona-Misere wenigstens in diesem Bundesland hoffen.
    Ich drücke ihm und Sachsen-Anhalt die Daumen.

  5. Querdenker Antworten

    Nein, bitte nicht. Das Land braucht Hans-Georg Maaßen dringend auf der Bundesebene. Denn sollte die CDU im Herbst zur Vernunft kommen und in irgendeiner losen Form mit der AfD zusammenarbeiten muss er als neuer/alter Verfassungsschutzpräsident den Verfassungsschmutz aufräumen.

    • Dr. Hildegard Königs-Albrecht Antworten

      Das wäre sicher die allerbeste Lösung.
      Aber ich kann mir nicht vorstellen, wie das gehen soll. Die CDU ist in sich gespalten. Es wird sie zerreißen.
      Man munkelt, daß Lars Klingbeil Kanzler einer rot-rot-grünen Koalition werden möchte.

    • S v B Antworten

      @Querdenker

      Ihre Argumentation macht zweifellos ebenfalls Sinn, viel Sinn sogar. Leider gibt es nur einen Georg Maaßen. Zerreißen kann er sich nicht. Das Bundesamt für Verfassungsschutz – und der konkrete Schutz der Verfassung selbst – wären bei Maaßen bekanntlich in besten Händen. Ob sich allerdings die Auswahl-Berechtigten zur gleichen (oder auch nur ähnlichen) Beurteilung Maaßens hinreißen lassen könnten wie der unseren, dürfte als ungewiss, eher noch als unwahrscheinlich gelten. In jedem Falle dürfte sich H.-G. Maaßen sehr gründlich überlegen, für welche Position er sich zur Wahl stellen würde oder nicht. Ein m. E. für Maaßen ebenso geeignete Position wäre die des Bundespräsidenten. Wichtiger und „wirkmächtiger“ allerdings wäre er vielleicht doch an anderer Stelle. Dennoch, „Bundespräsident Hans-Georg Maaßen“ klingt in meinen Ohren ausgesprochen angenehm.

  6. Sobiech Christoph Antworten

    Die bisher regierende CDU liegt mit 26 Prozent abgeschlagen hinter der AfD und weiß, dass ein Allparteien-Anti-AfD-Bündnis zwar die AfD verhindern könnte, es aber die Union zerreißt, wenn sie sich mit „Honeckers Erben“ von der Linken ins Bett legt.
    ———————

    Natürlich wird sie mit der SED koalieren, verdeckt oder offen (besser gesagt vor ihr kriechen) wenn der AfD auch nur 0.1% zu eigener Mehrheit fehlen. Das passende blabla lassen sie sich von einer KI schreiben.

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